Projekte des ZKE
Das ZKE-Team ist mit einer Vielzahl von Projekten befasst. Dazu gehören die langfristige Vorbereitung zukünftiger Vorhaben, die Durchführung laufender Arbeiten und die Aufarbeitung der Erfahrungen, die in bereits abgeschlossenen Untersuchungen gewonnen wurden. Über den aktuellen Stand geben die Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen Auskunft.
Projekt „Kränkungen“
Wie erleben Menschen Kränkungen und was kränkt Menschen? – Dies waren die Fragen, die im Projekt „Kränkung“ in einer explorativen Untersuchung vom ZKE beantwortet wurde. In einer Pilotstudie wurden Schleswig-Holsteiner befragt, durch was und bei welcher Thematik sie sich verletzt oder gekränkt fühlen. Ziel war es, das Thema wissenschaftlich so aufzuarbeiten und darzustellen, dass soziale Felder, im Besonderen soziale Institutionen, auf dieses Phänomen aufmerksam und weiterführende Arbeiten angeregt werden.
Projektleitung und Ansprechpartner:
Matthias Orlitz (M. A.),
E-mail: zke@paedagogik.uni-kiel.de
Projekt „Teilhabe“
In Zusammenarbeit mit dem Dachverband der Diakonie Schleswig-Holstein wurde eine flächendeckende empirische Erhebung mit dem Thema Teilhabe behinderter Menschen durchgeführt. Ziel dabei war es die Lebenslagen, Wünsche und Begehrungen der Menschen mit Behinderung zu erfahren. Als besonderes Detail dieser Studie ist das Doppel-Dolmetscher-Modell hervorzuheben, da dieses die Möglichkeit bereitstellt, Menschen mit Kommunikationsschwierigkeiten an Erhebungen zu beteiligen und es daher die Möglichkeit eröffnet, auch dieser Gruppe eine Stimme im demokratischen Prozess zu geben. Die theoretische Konzeption der Teilhabestudie sowie die Ergebnisse wurden veröffentlicht.
Projektleitung und Ansprechpartner:
Knut Latus (M. A.),
E-mail: latus@paedagogik.uni-kiel.de
Projekt „Strafvollzug“
Im Rahmen einer internationalen Konferenz wird das ZKE als pädagogischer Berater für Handlungen in Strafvollzügen angesprochen. Das ZKE bietet der privaten Hochschule in Olsztyn (Polen) die Zusammenarbeit in einem Forschungsvorhaben an. Thema: „Verhütung, Minderung und Beendigung von Gewalt im Strafvollzug“. Die wissenschaftliche und didaktische Zusammenarbeit hat zwei Grundlagen. Das ist erstens die Streitschlichterausbildung, die das ZKE seit mehreren Jahren durchführt. Das ist zweitens die Entwicklung eines Verfahrens, mit dem objektiv, reliabel und valide nachgewiesen werden kann, inwiefern eine Intervention, deren Ziel es ist, Gewalt zu vermeiden, zu vermindern oder zu beenden, die Zielsetzung tatsächlich erreicht.
Projektleitung und Ansprechpartner:
Peter Krope (Prof. Dr.),
E-mail: krope@paedagogik.uni-kiel.de
Projekt „Demenz und Lebensqualität“
Im explorativen Vorgehen wurde die Thematik Lebensqualität mit besonderem Fokus auf Menschen mit Demenz erforscht. Ziel war es hierbei, die spezifischen Eigenschaften der Lebensqualität herauszustellen, indem man bereits erstellte wissenschaftliche Ergebnisse sichtete. Es wurden die Geschichte des Begriffs, gängige Definitionen und Messverfahren sowie abgeschlossene und laufende Untersuchungen zum Thema Lebensqualität dargestellt. Eine Fortführung und Vertiefung dieses Themengebietes ist geplant.
Projektleitung und Ansprechpartner:
Andreas Suscyk (Dipl.-Päd.),
E-mail: zke@paedagogik.uni-kiel.de
Projekt „Konstruktive Begriffs-Bildung“
Im Bereich der theoretischen Ausarbeitungen entwickelt und begründet das ZKE die Thematik der Konstruktiven Begriffs-Bildung. Ausgangs- und Mittelpunkt ist die Entwicklung einer Qualitativen Systemtheorie zu einer allgemeinen Grundlage, die für verschiedene Wissenschaften konkretisiert werden kann. Vier Konkretisierungen stehen dabei im Mittelpunkt:
- die Theorie menschlichen Tuns (Tätigkeitstheorie) als Ergänzung einer naturwissenschaftlichen Theorie autopoietischer Systeme,
- das Interaktionskonzept von Subjekten auf Grundlage der pragmatischen Informationstheorie,
- die Konstitutionstheoretische Erkenntnistheorie,
- und die Interventionsmethodik.
Die theoretischen Erkenntnisse über die Konstruktive Begriffs-Bildung wurden veröffentlicht.
Projektleitung und Ansprechpartner:
Wilhelm Wolze (PD Dr.),
E-mail: wolze@paedagogik.uni-kiel.de
Projekt „Migration“
Zum Themenbereich Migration erarbeitete das ZKE einen Fragebogen, der es ermöglicht, über Einzelfälle hinaus Daten von Menschen ohne Aufenthaltstitel zu erhalten. Zeitgleich wurden Migrationsberatungsstellen über ihre Tätigkeit und Erfahrungen befragt. Ziel war es dabei, eine der Konzeption des dialogischen Verfahrens folgende Praxis in die Beratungsstellen einzuführen. Dies geschah, indem die erhobenen Testergebnisse im Hinblick auf zukünftige Verfahren interpretiert wurden. Die theoretische Konzeption der Migrationsstudie sowie die Ergebnisse werden veröffentlicht. Das Ende der Migrationsstudie ist Mai 2010.
Projektleitung und Ansprechpartnerin:
Ruth Volk (M.A.),
E-mail: volk@paedagogik.uni-kiel.de
Projekt „Monitoring und Evaluation“
In Zusammenarbeit mit dem Dachverband Diakonie Schleswig-Holstein wurden mehrere Inklusionsprojekte, die im Land durchgeführt wurden, in ihren Prozessen begleitet. Die Projekte verfolgten das Ziel die Inklusion der Menschen mit Behinderung zu steigern. Die theoretische Konzeption der prozessualen Begleitung und Bewertung wurde vom ZKE erstellt. Im Vordergrund standen dabei die methodische Steuerung der Zusammenarbeit der unterschiedlichen Träger und die Erarbeitung eines vernetzten Informationssystems. Die Begleitung und Bewertung fand in einer diskursiven Struktur statt.
Projektleitung und Ansprechpartnerin:
Julia Buchheit (Dr.),
E-mail: buchheit@paedagogik.uni-kiel.de
Projekt „Streitschlichterausbildung“
Das ZKE hat die theoretische Konzeption einer Streitschlichterausbildung auf Grundlage des Methodischen Konstruktivismus erstellt. Immer wieder wurde in der Vergangenheit diese Konzeption in didaktischen Einheiten umgesetzt. Alle ausgeführten praktischen Übungen wurden qualitativ anhand eines Fragebogens überprüft und bewertet. Dabei konnte das didaktische Inventar verfeinert und optimiert werden. Die theoretische Konzeption lässt Spielraum für unterschiedlichste Zielgruppen. So wurde die Streitschlichterausbildung bisher sowohl mit Jugendlichen als auch mit Erwachsenen durchgeführt.
In der Zwischenzeit haben mehrere Mitglieder des ZKEs die Berechtigung zur Durchführung eines Streitschlichterseminars.
Projektleitung und Ansprechpartner:
Peter Petersen (Dipl.-Päd.),
E-mail: zke@paedagogik.uni-kiel.de
Projekt „Zufriedenheitsmessung“
In Zusammenarbeit mit mehreren Berufsbildungswerken wurde ein Fragebogen zur Zufriedenheit entwickelt. Eine empirische Erhebung wurde an mehreren Bildungsstätten durchgeführt. In einer diskursiven Struktur wurden die Ergebnisse in den Bildungseinrichtungen interpretiert. Verschiedene Verfahren wurden aufgrund der Ergebnisse in den einzelnen Bildungseinrichtungen implementiert, um die Zufriedenheit zu steigern. Die mehrmalige Wiederholung der Zufriedenheitserhebung produzierte vergleichbare Daten, die es ermöglichten, die eingeführten Interventionen auf Erfolg zu überprüfen. Die theoretische Konzeption der Zufriedenheitsmessung sowie die Ergebnisse wurden veröffentlicht.
Projektleitung und Ansprechpartner:
Peter Petersen (Dipl.-Päd.),
E-mail: zke@paedagogik.uni-kiel.de
Projekt „Ältere Menschen in Europa“
Seit 2009 arbeitet das ZKE in Zusammenarbeit mit der Wyzsza Szkola Informatyki i Ekonomii zusammen an der Erforschung der beruflichen Aktivität älterer Menschen in Europa. Eine geplante empirische Erhebung in den Ländern Polen, Deutschland und in einem dritten europäischen Land sollen Aufschluss über lokale Unterschiede und Gemeinsamkeiten geben. Die Ergebnisse sollen auf einer internationalen Konferenz diskutiert und anschließend veröffentlicht werden.
Projektleitung und Ansprechpartnerin:
Julia Buchheit (Dr.),
E-mail: buchheit@paedagogik.uni-kiel.de
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