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Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

 
Qualitätspakt

 
 
 

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ACHTUNG: Bewerbungsfrist 10. Februar 2012!


PerLe - Projekt erfolgreiches Lehren und Lernen


Eine Projektförderung im Rahmen des Qualitätspakts Lehre ermöglicht es der Christian-Albrechts-Universität in den Jahren 2012 bis 2016, intensiv die Qualität der Lehre und die Betreuung von Studierenden zu verbessern. Übergreifendes Ziel des in mehrere Teilprojekte aufgegliederten Gesamtvorhabens ist es, Studierende zu einem für sie passenden Studium zu verhelfen und sie darin so zu begleiten und zu betreuen, dass sie es zügig und erfolgreich abschließen können. Mehrere aufeinander abgestimmte Maßnahmen und Teilprojekte sollen zur Steigerung der Studienerfolgsquoten und der Studienzufriedenheit beitragen.


Die Teilprojekte umfassen im Einzelnen den Bereich der Vorstudienberatung und die Findungsphase, die Orientierungsphase zu Studienbeginn sowie die effiziente Begleitung der Schul- und Berufspraktika. Diese bei der Zielgruppe der Studierenden ansetzenden Maßnahmen werden ergänzt durch übergreifende Innovationen bei der Qualitätsentwicklung in der Lehre und in der Hochschuldidaktik. Konkret handelt es sich dabei um folgende Arbeitsfelder:

  • eine effektivere Studienberatung vor Beginn des Studiums
  • Maßnahmen zur Orientierung in der Studieneingangsphase,
  • Maßnahmen zur besseren Begleitung von Schul- und Berufspraktika,
  • eine verbesserte Qualitätsentwicklung der Lehre,
  • die verstärkte Qualifikation des Lehrpersonals

Neue Ansätze bei der Studienberatung

Damit Oberstufenschüler/inn/en in Zukunft treffsicher den Weg in ein für sie geeignetes Studienfach finden, werden im Bereich der Zentralen Studienberatung regelmäßige Workshops zur Entscheidungsfindung implementiert. Hierzu werden von der Zentralen Studienberatung in Zusammenarbeit mit den Studienfachberatern und Fächern zweitägige Gruppenveranstaltungen für Schülerinnen und Schüler angeboten. Sie erhalten dort individuelle Informationen zu Bewerbung und Zulassung, ihnen werden Fächerinhalte und deren Anforderungen vorgestellt sowie die Teilnahme an Vorlesungen des ersten oder zweiten Fachsemesters ermöglicht. Zusätzlich gibt es einen Workshop zum Thema Entscheidungskompetenz und Studienentscheidung. Die Schülerinnen und Schüler werden ganztägig von Tutor/inn/en begleitet.


Maßnahmen zur Orientierung in der Studieneingangsphase

Zu den gravierendsten Veränderungen beim Übergang von der Schule an die Hochschule gehören für die meisten Studierenden die veränderten Lehr-Lern-Bedingungen. Als Erstsemester sehen sie sich mit zwei Herausforderungen konfrontiert, die es im Wesentlichen ohne adäquate Unterstützung zu bewältigen gilt: Dies sind zum einen Ausrichtung, Umfang und Tiefe der fachlichen Studieninhalte und zum anderen das selbstverantwortliche akademische Lernen.

Positive Erfahrungen der Integration in die universitäre Lebens- und Arbeitswelt, die in mehreren Pilotprojekten gemacht wurden, werden umgesetzt und in weiteren Fächern implementiert. Zu den einzelnen Unterstützungsmaßnahmen im ersten Semester gehören Brückenkurse zur Vorbereitung auf die akademische Lernkultur, fachspezifische Anleitung zum Selbststudium und Repetitorien zur Vernetzung der wesentlichen Inhalte mit selbstreflektorischen Anteilen.

Besondere Anforderungen bei der Orientierung der Studienanfänger/innen stellen sich in der Lehramtsausbildung. Um die hier identifizierten Defizite - insbesondere den fehlenden Bezug zum Berufsfeld Schule - zu beheben, wird ein spezielles Ein-gangsmodul für das Profil Lehramt entwickelt, das einen ausgeprägten Schulbezug unter Einbeziehung von Erziehungswissenschaft, Psychologie, Soziologie, Philosophie, Fachdidaktiken und weiterer Fächer aufweist. Hier sollen sich die Studierenden frühzeitig mit schulrelevanten und praxisnahen Fragestellungen auseinandersetzen und eine erste Orientierung für das Lehramtsstudium gewinnen. Dabei werden Aspekte der Studien- und Berufseignung praxisnah thematisiert.


Maßnahmen zur besseren Begleitung von Schul- und Berufspraktika

In allen Bachelorstudiengängen der CAU sind Praktika integraler Bestandteil des Studiums. Damit die Studierenden die dort gemachten Erfahrungen noch besser in ihr Studium und ihre Berufswahl umsetzen können, sollen die Praktika intensiver begleitet werden.

Zum besseren Verständnis der Zusammenhänge von Theorie und Praxis des Leh-rens in der Schule wird den Lehramtsstudierenden eine intensive Begleitung des Schulpraktikums ermöglicht. Es werden dafür wissenschaftlich betreute Online-Seminare eingerichtet, die den Studierenden bildungswissenschaftliche und fachdidaktische Reflexionen ermöglichen. In einer Abschlusserhebung sollen die Studierenden anhand offener Fragen das Praktikum und dessen Nutzen beurteilen, wobei auch Neigung und Eignung zum Ergreifen des Lehrerberufs thematisiert werden.

Die Situation in den Berufspraktika ist von einer weitaus größeren Heterogenität und oft auch durch eine größere Entfernung vom Studienfach gekennzeichnet, da die CAU einerseits ein breites Fächerspektrum hat und andererseits Schleswig-Holstein durch zahlreiche kleine, mittelständische Unternehmen gekennzeichnet ist. Auch hier ist beabsichtigt, den Studierenden vor, während und nach dem Praktikum Beratung und Unterstützung anzubieten. Vor allem für während des Praktikums auftretende Probleme soll eine Online-Sprechstunde eingerichtet werden.


Qualitätsentwicklung in der Lehre

Die CAU plant, ein Zentrum für Lehrinnovation einzurichten. Dieses universitätsweite Zentrum wird die Fächer bei der Umsetzung der Qualitätsstandards und der Weiterentwicklung der Curricula unterstützen und damit den Diskurs über Qualität in der Lehre befördern und innovative Entwicklungen in der Lehre vorantreiben. Hier werden Angebote für Lehrende zur Verbesserung ihrer Lehre aufgebaut, (z.B. fachspezifische Hochschuldidaktik, Team-Coaching von Lehrenden, Entwicklung innovativer Lernformen, die das problemlösende Arbeiten in Forschung und Praxis fördern etc.) und ein umfassender Support bei der fortschreitenden Nutzung digital gestützter Lehr- und Lernformen vorgehalten.

Zu diesen gehört u. a. eine neue zentrale Internetplattform für Lehr- und Lerninnovation, die die kooperative Wissensentwicklung fördern und sich als Wissensspeicher und Nachrichtenmedium der CAU zum Lehren und Lernen entwickeln soll. Sie wird nach außen Stellenwert, Kompetenz und Förderung von Lehren und Lernen an der Universität dokumentieren und somit der Vernetzung von Lehrenden bei einer gleichzeitigen Erhöhung der Transparenz dienen.

Eine "Denkgruppe Lehre" wird fachübergreifende konzeptuelle Impulse zur Qualitätsentwicklung der Lehre entwickeln und Leitlinien zu lehrrelevanten Themen definieren. Darüber hinaus wird die Denkgruppe die Qualitätsstandards in Form eines Anforderungskatalogs für die Weiterentwicklung der Studiengänge operationalisieren. Die Zusammensetzung der "Denkgruppe" orientiert sich an der Philosophie der CAU vernetzt denken - vernetzt handeln und beteiligt daher Mitglieder aller Statusgruppen und aller Fakultäten.


Maßnahmen zur Qualifikation des Lehrpersonals

Die CAU verfügt über ein systematisches Fortbildungsprogramm für wissenschaftli-ches Lehrpersonal. Dieses soll mithilfe der Fördermittel ausgeweitet werden, so dass mehr Lehrkräfte und v. a. auch studentische Tutor/inn/en daran teilnehmen können. Gemeinsam und abgestimmt mit den Angeboten des Graduiertenzentrums und der Graduiertenschulen sowie dem Mentoringprogramm soll dieses Professorinnen- und Professoren-Programm als übergreifendes akademisches Personalentwicklungskonzept die Kultur der Lehre der CAU prägen und unterstützen.

Einen neuen Schwerpunkt der Wissenschaftlichen Weiterbildung wird dabei ein Professorinnen- und Professoren-Programm darstellen, das individuelles Coaching, Training und kollegiale Beratung umfasst. Eine "Trainee-Ausbildung" für neu Berufene und neu eingestellte wissenschaftliche Kräfte beinhaltet Coaching mit einer Potenzialanalyse und ein "Training on the Job".

Studentische Tutorinnen und Tutoren werden in erster Linie zur Begleitung und Vertiefung von Lehrveranstaltungen eingesetzt. Eine kontinuierliche Rekrutierung soll viele Studierende bereits in der Bachelorphase an die hochschuldidaktische Praxis heranführen. Ein Schulungsprogramm für diese spezielle Zielgruppe ist unverzichtbar; diese Maßnahme unterstützt die Lehre und fördert andererseits als erwünschter Nebeneffekt den persönlichen Kompetenzerwerb der Teilnehmenden. Bei dem Schulungsangebot für die studentischen Tutoren und Tutorinnen steht fächerübergreifendes und kulturübergreifendes Lehren und Lernen im Mittelpunkt. Fachliche, soziale und personale Kompetenzen werden verknüpft, damit die Studierenden in aufeinander aufbauenden Modulen in die Verantwortung als Lehrende und Beratende hineinwachsen, die Struktur der universitären Forschung und ihre Wirkung in der Lehre erschließen können und gleichzeitig bei der Entwicklung ihrer Persönlichkeit unterstützt werden.


Prozessbegleitung und Qualitätsmanagement

Das projektbegleitende Qualitätsmanagement richtet sich an den Bedürfnissen eines Wissenschaftsbetriebs aus und nutzt moderne Instrumente der Qualitätssicherung. Eine Prozessbegleitung und entsprechendes Controlling nützt nicht nur den einzelnen Teilprojekten, sondern stellt auch ein Medium zur Abstimmung der unterschiedlichen Maßnahmen dar, das die Wechselwirkungen aufzeigen und interpretieren kann. Interne Zielvereinbarungen und externe Begutachtungen sichern einen hohen qualitativen Standard sämtlicher Teilprojekte, durchlässige Strukturen, paritätische Beteiligung und ein Beirat tragen zu einer flexiblen und innovativen Entwicklung des Gesamtprozesses bei.


Profil und Leitbild der CAU

Die fast 350 Jahre alte Landesuniversität in Kiel bildet ca. 50% der Studierenden in Schleswig-Holstein aus, darunter alle Gymnasial- und Handelslehrer, und trägt damit in hohem Maße zur Weiterentwicklung von Gesellschaft, Wirtschaft und Bildungswesen in Schleswig-Holstein bei. Die CAU hat vier hoch interdisziplinäre Forschungsschwerpunkte identifiziert, in denen ein Großteil der drittmittelstarken Verbundforschung kumuliert. Diese Forschungsschwerpunkte decken zugleich als Querstrukturen die Breite der Volluniversität ab. Die CAU versteht sich damit als "Universität verbundener Wissenschaftskulturen", in der forschungs- und lehrorientierte Bündnisse über Fächergrenzen hinweg gefördert werden. Gemäß ihrem Leitbild "Vernetzt denken - vernetzt handeln" stellt sich nicht nur mit ihrem wissenschaftlichen Profil dem nationalen und internationalen Wettbewerb, sondern agiert konsequent in die Gesellschaft hinein.


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Letzte Aktualisierung: 2.02.2012
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