CAU - Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Vom Winde verweht – eine interaktive Ausstellung
zum Thema Winderosion

Vom 20. bis 26 Juni präsentiert sich die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) mit einer interaktiven Ausstellung zum Thema Winderosion beim Wissenschaftssommer 2009 in Saarbrücken. Gemeinsam mit zwei weiteren Finalisten, kämpft das Projekt am 24. Juni um den mit 10.000 Euro dotierten Publikumspreis für herausragende Wissenschaftskommunikation, "Wissenschaft interaktiv", der in diesem Jahr zum zweiten Mal vom Stifterverband für die deutsche Wissenschaft und Wissenschaft im Dialog vergeben wird.

Im Alltag wird Boden von vielen lediglich als "Dreck unter den Schuhen" oder "Grund, auf dem man läuft oder baut" wahrgenommen. Tatsächlich jedoch bildet er die Lebensgrundlage und den Lebensraum für Menschen, Tiere, Pflanzen und Bodenorganismen. Mit seinen Wasser- und Nährstoffkreisläufen ist er zudem wesentlicher Bestandteil des Naturhaushaltes. Das Exponat soll die Augen dafür öffnen, dass unser Boden eine kostbare, nicht erneuerbare und nicht vermehrbare, endliche Ressource ist, dessen Schutz seit März 1998 im sogenannten Bundesbodenschutzgesetz verankert ist.

Drei Windkanal-Experimente laden den Besucher ein, das Thema Winderosion eigenständig zu entdecken. Durch den großen interaktiven Anteil – Befüllen der Kanäle, Einschalten der Windquelle, Messen der Zeit und des Abtrags, Analysieren der Messdaten mit Hilfe des Computers – wird das Phänomen erlebbar, und der Besucher entwickelt ein Verständnis für das Prozessgeschehen der windbedingten Bodenerosion. Während Experiment 1 einen allgemeinen Einstieg in das Thema bietet, wird der Besucher bei der Durchführung der Experimente 2 und 3 für den Effekt erosionsmindernder Maßnahmen sensibilisiert.

Begleitet werden die Experimente von Posterwänden und Lackprofilen. Bei den Lackprofilen handelt es sich um "Abziehbilder" einer Bodengrube im Längsschnitt, bei der der Boden mit Lack fixiert wird. Sie geben einen anschaulichen Einblick in die Vielfalt der Böden und verdeutlichen nochmals die Notwendigkeit ihres Schutzes.



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