Presseinformation 74/2005 vom 18.07.2005 | zur Druckversion
Mit den Uni-Museen durch die Zeit reisen
Acht Stationen der Kieler Universität öffnen zur Museumsnacht
Eine Zeitreise ins Mittelalter, als die Pest über Leben und Tod entschied, weiter zurück in die Antike, als Kleopatra Ägypten regierte, bis hin in die Urzeit, als die bizarren Dreilappkrebse (Trilobiten) die Meere beherrschten – das und noch vieles mehr kann man in einer Nacht erleben, in der Museumsnacht am 26. August an der Kieler Universität. Mit acht Museen und Sammlungen stellt die Christian-Albrechts-Universität (CAU) wieder das Gros der teilnehmenden Aussteller.
In der Zeit von 19 bis 24 Uhr öffnen folgende CAU-Einrichtungen ihre Pforten: das Aquarium, der Botanische Garten, das Geologische und Mineralogische Museum, die Kunsthalle, die Medizin- und Pharmaziegeschichtliche Sammlung, das Museum für Völkerkunde und das Zoologische Museum. In der Antikensammlung in der Kunsthalle gilt an diesem Abend "U 12": Hier gibt es bis 22 Uhr ein Programm speziell für Kinder im Alter bis zwölf Jahren, Erwachsene sind nur als Begleitung zugelassen.
Um eine Seuche, die wir nur noch aus der Literatur und schaurigen Filmen kennen, rankt sich beispielsweise die Museumsnacht auf dem überdachten Hof hinter der Medizin- und Pharmaziehistorischen Sammlung in der Brunswiker Straße 2. "Das Material zur Pest, dem so genannten ‚Schwarzen Tod’ bietet sich geradezu an. Damit können wir unterhalten und aufklären zugleich sowie zum Mitmachen einladen", erklärt Eva Fury, die Leiterin des Museums. Aus historischen Romanen und Dokumenten liest an diesem Abend Jutta Hagemann vom Schauspiel Kiel und lässt ihre Zuhörer in die Zeiten der Pest eintauchen. Sie erzählt von Menschen, deren Leben sich durch die Seuche für immer veränderte und von jenen, die sich in ausschweifende Lustbarkeiten flüchteten. Welche Spuren hat die Pest in der Kunst hinterlassen? Wie schützte man sich vor der Ansteckungsgefahr? Auch darauf gibt es Antworten in der Museumsnacht.
Im Zoologischen Museum entführt der Museumschef Dr. Wolfgang Dreyer die Besucher ins Jahr 1847: Die Galathea – ein dänisches Segelkriegsschiff – kehrte von ihrer Weltumseglung zurück und brachte zahlreiche Präparate, wie zum Beispiel Spechte, Seespinnen und Krebse mit, die heute noch erhalten sind. Studentinnen stellen lebende Meerestiere vor und erzählen die Geschichte des 13 Meter langen Blauwalbabys, dessen Skelett in der Ausstellungshalle zu bewundern ist.
Details zum Museumsnachtsprogramm der Universität, zu den Vorträgen und Aktionen in den einzelnen Ausstellungen gibt es ab sofort im Internet unter: www.uni-kiel.de/museumsnacht. Die Seiten werden laufend aktualisiert.
Zwei Fotos zum Thema steht zum Download bereit unter:
Bild 1: www.uni-kiel.de/download/pm/2005/2005-074-1.jpg
Bild 2: www.uni-kiel.de/download/pm/2005/2005-074-2.jpg
Bildunterschrift 1: Im Zoologischen Museum der Uni wird in der Museumsnacht die Geschichte des Walbabys erzählt, dessen Skelett in der Walhalle ausgestellt ist.
Copyright: Uni Kiel
Foto: Penther
Bildunterschrift 2: Die Universität lädt in der Museumsnacht an mehreren Orten, wie hier in der Medizin- und Pharmaziegeschichtlichen Sammlung zum Mitmachen ein.
Copyright: Uni Kiel
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
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