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Presseinformation 47/2006 vom 14.06.2006 | zur Druckversion

Aktionen für eine starke Kieler Uni

Christian-Albrechts-Universität sieht den Wissenschaftsstandort Kiel gefährdet


Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) macht mobil für ihre Eigenständigkeit und für ein freies Studium: Mit einer groß angelegten Kampagne will sie die Bevölkerung darauf aufmerksam machen, dass die von der Landesregierung geplante Änderung des Hochschulgesetzes den Wissenschaftsstandort Kiel gefährdet. Rektorat, Senat, Konsistorium und Allgemeiner Studierendenausschuss (AStA) stellten heute (14.06.06) die Aktionen unter dem Motto "Für eine starke Kieler Uni, für eine starke Stadt, für ein starkes Land" vor. "Wenn die Bürger mit uns an einem Strang ziehen, können wir das Ruder noch herumreißen, um Entmündigung und zusätzliche Bürokratie zu verhindern", meint Professor Thomas Bauer, Prorektor der CAU.

Ein gemeinsamer Universitätsrat für drei Hochschulen? Ein Rat aus externen Managern, der darüber entscheidet, wie und wofür die Gelder an die Universitäten in Schleswig-Holstein verteilt werden? Studiengebühren für alle? So zumindest plant es die Landesregierung, die Ende Juni im Kabinett einen neuen Hochschulgesetzentwurf verabschieden wird. Die CAU will, dass dieser Entwurf noch verändert wird: "Wir brauchen keinen Vormund in Form eines externen Universitätsrates. Die Gremien der akademischen Selbstverwaltung haben sich hervorragend bewährt und die CAU in Kooperation mit der Landesregierung zu dem gemacht, was sie heute ist: eine renommierte Universität und ein Aushängeschild für Schleswig-Holstein", betont Professor Robert Alexy, Vorsitzender des Konsistoriums. Professor Hermann König vom CAU-Senat ergänzt: "Es widerspricht der Autonomie der Universität, wenn der Rektor oder Präsident von einem externen Gremium eingesetzt wird." Es bestehe die Gefahr, dass ein derartiger Manager keinen Rückhalt in der Universität habe. "Ein Universitätsrat mit beigeordneter Bürokratie", so König weiter, "würde zudem Kosten in Millionenhöhe verursachen. Wer soll das bezahlen?"

Mit ihren Plakaten wird die CAU während der Kieler Woche in der ganzen Stadt präsent sein, doch nicht nur damit: Ein Bus macht mit dem Slogan "Für eine starke Kieler Uni" im wahrsten Sinne des Wortes mobil. Die Studierenden verteilen während der Kieler Woche Handzettel und informieren die Bürger über das geplante Hochschulgesetz und die Folgen für Kiel und Schleswig-Holstein. Mit Buttons können die Bürger ihre Sympathie mit der Uni bekunden. Luftballons mit Slogan gibt es für die Kleinen, "denn die werden von den Studiengebühren mit Sicherheit betroffen sein, wenn wir dem nicht jetzt einen Riegel vorschieben", erklärt Benjamin Raschke, AStA-Referent für Hochschulpolitik.



Aktuelle Informationen gibt es unter:
www.uni-kiel.de/starke-uni
www.asta.uni-kiel.de

Plakat:
www.uni-kiel.de/download/pub/starke-uni-plakat.pdf

Handzettel:
www.uni-kiel.de/download/pub/starke-uni-handzettel.pdf

Buttons:
www.uni-kiel.de/download/pub/starke-uni-button.pdf


Zwei Fotos zum Thema stehen zum Download bereit:

www.uni-kiel.de/download/pm/2006/2006-047-1.jpg
Bildunterschrift:
Mit diesem Gelenkbus der KVG macht die Kieler Uni die gesamte Stadt mobil.
Copyright: Uni Kiel, Foto: Jürgen Haacks

www.uni-kiel.de/download/pm/2006/2006-047-2.jpg
Bildunterschrift:
Mit diesem Gelenkbus der KVG macht die Kieler Uni die gesamte Stadt mobil.
Im Vordergrund von links nach rechts: Benjamin Raschke, AStA-Referent für Hochschulpolitik, Professor Robert Alexy, Vorsitzender des Konsistoriums, Professor Hermann König, Vorsitzender des Senats, Professor Thomas Bauer, Prorektor.
Copyright: Uni Kiel, Foto: Jürgen Haacks



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