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Presseinformation 56/2006 vom 06.07.2006 | zur Druckversion

"Universitätsrat weiterhin inakzeptabel"

Prorektor der Kieler Universität zur HSG-Novelle


"Der vom Ministerium vorgelegte Entwurf für ein neues Hochschulgesetz enthält viele positive Neuerungen, von denen die Kieler Universität profitieren wird", kommentiert Prorektor Thomas Bauer das heute vorgestellte Papier. "Der darin vorgesehene Universitätsrat ist für die Kieler Universität jedoch nach wie vor inakzeptabel. Ein gemeinsamer Rat in der vorgesehenen Zusammensetzung für drei völlig verschiedene Universitäten ist absurd. Die Struktur- und Entwicklungsplanungen der Hochschulen sowie die Entscheidungen über die Grundsätze der Budgetplanung müssen bei den Universitäten bleiben."

Der geplante Universitätsrat werde mitnichten die "schnellen, klaren und stringenten Entscheidungswege" ermöglichen, die sich Staatssekretär de Jager wünscht. "Er bringt eine zusätzliche Entscheidungsebene, die Zeit und Geld frisst", so Bauer weiter. "Das ist das Gegenteil von Bürokratieabbau!" Studierendenvertreter und Frauenbeauftragte sind im Rat als Gäste ohne Stimmrecht vorgesehen, Vertreter der Rektorate bzw. Präsidien der drei Universitäten nicht. Dazu Bauer: "Dieser Entwurf ist nicht zu Ende gedacht!"

Anders als bisher hat das Rektorat der Kieler Universität allerdings den Eindruck, dass über die Bedenken zum neuen Gesetz nun nachgedacht wurde." Die Änderungen, die im Gesetzentwurf in den letzten Tagen eingearbeitet wurden, führt es auch auf die Proteste im Rahmen der Kampagne "Für eine starke Kieler Uni" zurück.

In einer gemeinsamen Aktion hatten sich Rektorat, Senat und Konsistorium der Christian-Albrechts-Universität gegen den gemeinsamen Universitätsrat und gegen Studiengebühren stark gemacht. "Wir haben einen Teilerfolg errungen", fasst der Prorektor zusammen, "sind aber noch nicht am Ziel. Wir setzen nun auf die bevorstehenden Anhörungen. Endgültig verabschiedet werden Gesetze ja erst im Landtag und hier vertraue ich auf die Weisheit unserer Volksvertreter, mit denen wir die Belange ihrer Landesuniversität noch intensiv diskutieren wollen."



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