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Presseinformation 2/2007 vom 12.01.2007 | zur Druckversion | english version

"Ein großer Erfolg für die Kieler Universität"

Anträge für ein Cluster und eine Graduiertenschule in der nächsten Runde der Exzellenzinitiative


Zwei von drei Anträgen der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) sind in der zweiten Runde zur Exzellenzinitiative der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) einen Schritt weiter: Nach dem erfolgreichen Exzellenzcluster "Ozean der Zukunft" in der ersten Runde wurde die CAU heute (12.01.) aufgefordert, den Clusterantrag "Entzündungen an Grenzflächen" nochmals und die Graduiertenschule "Entwicklung menschlicher Gesellschaften in Landschaften" erstmals als Vollantrag einzureichen.

Professor Thomas Bauer, der Rektor der CAU, ist hoch erfreut: "Das ist ein großer Erfolg für die Kieler Universität. Der Weg, den wir eingeschlagen haben, ist bestätigt worden. Bereits in der letzten Runde waren wir sehr erfolgreich mit unserem Antrag. In der Zwischenzeit haben Universität und Land viel unternommen, das Umfeld für das geplante Cluster und so die Chancen zu verbessern. Wir setzen viel Hoffnung auf die Lebenswissenschaften. Durch die Fördermittel, die das Land uns bewilligt hat, haben wir schon einige Projekte in Angriff genommen. Wir freuen uns auch besonders über die Bewilligung der Graduiertenschule, denn junge Wissenschaftler so auszubilden, dass sie nicht ins Ausland abwandern, ist unser Ziel. Jetzt werden wir weiter an den Konzepten arbeiten." Am 19. Oktober diesen Jahres wird die DFG die endgültige Entscheidung für die Förderprojekte in dieser Runde bekannt geben.

Das Forschernetzwerk "Entzündungen an Grenzflächen" basiert auf dem Forschungsschwerpunkt "Angewandte Lebenswissenschaften" und ist in Kooperation mit dem Leibniz-Zentrum für Medizin in Biowissenschaften Borstel und der Universität zu Lübeck entwickelt worden. Mehr als 100 Wissenschaftler haben sich zu diesem Forschungsverbund zusammengeschlossen, der über 80 Millionen Euro in den letzten fünf Jahren eingeworben hat. Die Forscher der Exzellenzinitiative beschäftigen sich mit Entzündungen an Grenzflächen in Organismen, um grundlegende Prinzipien von Entzündungskrankheiten bei Menschen zu verstehen.

Der Antrag auf die Graduiertenschule "Entwicklung menschlicher Gesellschaften in Landschaften" ist vor allem durch einen thematischen Schwerpunkt definiert. Interaktion des Menschen mit seiner Umwelt sollen multidisziplinär erforscht werden, unter archäologischen, klimatologischen bis hin zu sozialpsychologischen Aspekten, gestützt durch modernste analytische Methoden, von molekulargenetischen über materialwissenschaftliche bis hin zu geochemischen Methoden. Umwelt wird hierbei als ein dynamischer Raum definiert, der sich sozial, kulturell und ökologisch mit dem Menschen verändert und entwickelt.

Partner in diesem Projekt sind das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und das Landesmuseum Schloss Gottorf.

Mit Graduiertenschulen sollen wissenschaftlich führende, international wettbewerbsfähige und exzellente Standorte für die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland herausgebildet werden. Es sind Einrichtungen unter anderem zur strukturierten Ausbildung und Betreuung von Doktoranden. Hier sollen Studierende die Möglichkeit erhalten, in der Gruppe an aktuellen Themen gemeinsam mit Wissenschaftlern zu forschen. Im Gegensatz zur klassischen Einzelpromotion sollen sie hier fachübergreifend, international und praxisnah, also in Kooperation mit angegliederten Firmen und Instituten, ausgebildet werden. Idealerweise sollen Geistes- und Naturwissenschaftler dabei voneinander lernen und sich ergänzen, um eine wissenschaftliche und gleichzeitig alltagsbezogene Promotion zu erreichen. Graduiertenschulen sind vor allem deshalb wichtig, um den begabten Nachwuchs nicht an das Ausland zu verlieren und um Doktoranden möglichst vielseitig auszubilden. Durch ihre Nähe zur beruflichen Praxis soll die Ausbildung auch darauf vorbereiten und nicht mehr nur auf eine akademische Karriere. Das Konzept der Graduiertenschule beschreibt eine universitätsübergreifende Vernetzung, wobei ein Schwerpunkt in der Philosophischen Fakultät liegt. Insgesamt sind bei der DFG 134 Anträge auf Graduiertenschulen eingegangen.



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