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Presseinformation 6/2007 vom 24.01.2007 | zur Druckversion

"Die viel gepriesene Autonomie auch praktisch umsetzen"

Kieler Universität lud zum Jahresempfang


"Das Thema Hochschulgesetz ist mit dem heutigen Beschluss nicht mehr aktuell, die Entscheidung ist gefallen. Wir müssen nun versuchen, das Beste daraus zu machen", kommentierte der Rektor Professor Thomas Bauer das vom Landtag verabschiedete neue Hochschulgesetz für Schleswig-Holstein. "Unser Augenmerk wird sich nun darauf richten, die so viel gepriesene Autonomie auch praktisch umzusetzen", so Bauer beim traditionellen Jahresempfang der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel in der Kunsthalle. Bauer machte jedoch auch keinen Hehl aus seiner Enttäuschung darüber, dass die Sachargumente aus den Hochschulen nicht genug berücksichtigt wurden.

Heute (24.01.) hat der Landtag das neue Landeshochschulgesetz verabschiedet. Die Landesrektorenkonferenz hatte gestern (23.01.) noch einmal auf die Gefahren aufmerksam gemacht, die das Gesetz birgt. Das Credo der Begrüßungsrede in der Kunsthalle war deutlich: Politische Kontroll- und Steuerungsverfahren sind in einer Universität fehl am Platz.

Prorektor Professor Gerhard Fouquet, der in diesem Jahr die Festrede hielt, beschäftigte sich mit der Universität im Nationalsozialismus. Mit Hinblick auf die jüngere Vergangenheit bekräftigte er, wie wichtig es für die Universitäten und ihre Wissenschaften sei, ein "selbstbewusstes, verantwortbares politisches Mandat für Wissenschaft und Bildung in der Gesellschaft" wahrzunehmen.

Die Kieler Universität ist mit ihren mehr als 21.000 Studenten und über 120 Studiengängen die größte Universität in Schleswig-Holstein und die einzige Volluniversität des Landes. Zum Jahresempfang kamen rund 350 Gäste aus Politik, Wirtschaft und universitärem Umfeld.



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