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Presseinformation 8/2007 vom 30.01.2007 | zur Druckversion

Erfolgreiches Engagement für Familien

Uni Kiel wird als "Familiengerechte Hochschule" ausgezeichnet


Heute Abend erhält die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel das Zertifikat zum "audit familiengerechte hochschule". Bereits seit mehr als vier Jahren hat sich die Universität diesem Prozess unterzogen, der Studien- und Arbeitsbedingungen für Eltern verbessern hilft. Das erfolgreiche Verfahren mündet nun in die Übergabe des Zertifikates. Karin Wiedemann, Staatssekretärin im Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein, händigt die Urkunde bei einer Feier um 17:15 Uhr im Auftrag der berufundfamilie gGmbH – einer Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, die das Audit entwickelt hat – aus. Kiel ist die erste große Hochschule, die das Verfahren erfolgreich abschließen kann.

Wiedemann gratuliert der Universität zu diesem Erfolg. Mit Blick auf die schrumpfende Bevölkerung und den damit drohenden Mangel an Fachkräften in den nächsten 30 Jahren erinnert sie an den hohen Stellenwert, den auch die Landesregierung einer familienfreundlichen Personalpolitik beimisst: "Nur wenn Unternehmen und Institutionen schon heute damit beginnen, eine familienfreundliche Unternehmenskultur zu entwickeln, werden sie morgen dem Wettbewerb um Arbeitskräfte gewachsen sein. Familienfreundlichkeit zu vernachlässigen – das werden sich unsere Betriebe und öffentlichen Einrichtungen im Land künftig nicht mehr leisten können", so die Staatssekretärin.

Seitdem die ehemalige Frauenbeauftragte Dr. Lesley Drewing das Audit an der Universität Kiel im Jahr 2002 gestartet hatte, gibt es eine Menge Verbesserungen für Eltern, die an der Uni studieren oder arbeiten. So wurde beispielsweise in Zusammenarbeit mit dem Studentenwerk eine neue Kinderkrippe eröffnet, die Platz für die Ein- bis Dreijährigen schafft. In den Sommerferien bietet die Uni regelmäßig ein Ferienprogramm für Mitarbeiterkinder an, Wickel- und Stillräume wurden eingerichtet sowie die Arbeitszeit flexibilisiert.

"Beim Start hat mein Vorgänger Reinhard Demuth das Audit als 'Sprung ins kalte Wasser' bezeichnet", so Professor Thomas Bauer, der gegenwärtige Rektor der Kieler Universität. "Wir haben das Schwimmen gelernt. Nach wie vor ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eines der wichtigsten gesellschaftlichen Ziele überhaupt. Wir brauchen dringend mehr Frauen, die eine wissenschaftliche Karriere einschlagen. Und wir unterstützen Studierende, die sich während des Studiums zur Elternschaft entschließen." Die Teilnahme am Audit war einer der Hauptgründe dafür, dass die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel als Landesbotschafterin in der Initiative "Erfolgsfaktor Familie" der Bundesfamilienministerin ausgewählt wurde.

Unter der Ägide von Andrea Eickmeier, der Nachfolgerin von Lesley Drewing als Frauenbeauftragte, wird auch nach der Erlangung des Zertifikates an dem Thema weitergearbeitet. Denn in drei Jahren erfolgt eine Überprüfung der Auszeichung. "Ein derartiges Audit ist ein immerwährender Prozess von Verbesserung, Überprüfung und neuen Vorhaben", beschreibt Eickmeier die ehrgeizigen Pläne. "Wir können uns also nicht auf unseren Lorbeeren ausruhen. Die nächsten Projekte sind bereits angestoßen, so bauen wir beispielsweise ein Familienservice-Büro als Beratungsangebot auf."

Der Geschäftsführer der berufundfamilie gGmbH, Stefan Becker, betont: "Es ist unser besonderes Interesse, maßgeschneiderte, praktikable Lösungen zu ermöglichen, von denen die Hochschule, Beschäftigte und Studierende gleichermaßen profitieren. Mit dem "audit familiengerechte hochschule" wird Familienbewusstsein greifbar und das familienpolitische Engagement der Hochschule zu einem echten Standortvorteil."


Kontakt:
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Andrea Eickmeier, Frauenbeauftragte
Tel. 0431/880-1651
aeickmeier@frauenbeauftragte.uni-kiel.de


www.uni-kiel.de/audit-fgh/

www.beruf-und-familie.de



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