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Presseinformation 40/2007 vom 06.06.2007 | zur Druckversion

10 Jahre Öko an der Uni

Forschungsschwerpunkt feiert Jubiläum mit einer Tagung


Bio- und Ökoprodukte sind in aller Munde, dabei ist die wissenschaftliche Betrachtung des ökologischen Landbaus noch recht jung: An der Christian-Albrechts-Universität (CAU) zu Kiel wird hierzu seit zehn Jahren geforscht. Aus Anlass dieses Jubiläums werden auf der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Agrar- und Produktionsökologie der Gesellschaft für Pflanzenbauwissenschaften vom 13. bis 14. Juni in Kiel die beispielhafte Kieler Forschungsvernetzung und aktuelle Projekte vorgestellt. Beim inzwischen traditionellen Tag der offenen Tür am 1. Juli auf dem Lindhof kann sich dann wieder jedermann ein Bild von ökologischer Landwirtschaft machen.

1997 wurde der interdisziplinäre Forschungsschwerpunkt "Ökologischer Landbau und extensive Landnutzungssysteme" an der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät der CAU gegründet. Noch im selben Jahr widmete die Uni eines ihrer drei Versuchsgüter – den Lindhof in Noer an der Eckernförder Bucht – der Forschung zum Ökologischen Landbau und stellte ihn bis 2001 nach und nach auf ökologische Anbauverfahren um. Im Gegensatz zu anderen Universitäten, die in jener Zeit Institute beziehungsweise Professuren für den Ökologischen Landbau einrichteten, war das "Kieler Modell" nicht als einzelne spezialisierte Forschungsprofessur, sondern als Querschnittsaufgabe der Fakultät und der Universität entworfen worden: Jeder Spezialist – ob Tierhalter, Pflanzenbauer oder Agrarökonom – steuert sein Fachwissen zu den Öko-Projekten bei.

Friedhelm Taube, seit zehn Jahren Professor für Ökologischen Landbau in Kiel, erklärt die Philosophie dieses Forschungsansatzes: "Es geht uns nicht nur darum, die Landnutzung im Ökologischen Landbau zu optimieren. Vielmehr stellen wir sie immer in Vergleich zu konventionellen Anbauverfahren, um die langfristigen Auswirkungen beider Methoden auf Leistungen und Umwelt zu analysieren. So dienen die Ergebnisse des Forschungsschwerpunkts ganz wesentlich den politischen Entscheidungsträgern im Lande als Grundlage, Agrarumweltprogramme entsprechend zu gestalten." Jüngstes Beispiel dafür: Das Landwirtschaftsministerium fördert seit wenigen Monaten den Ökolandbau vorrangig in Grundwasser gefährdeten Gebieten, weil er dem konventionellen Landbau im Bereich Wasserschutz deutlich überlegen ist. Belege dafür lieferten Studien der Kieler Universität.

Ein Jubiläumsfest für jedermann gibt es am Sonntag, 1. Juli, zum Tag der offenen Tür auf dem Lindhof. Hier wird der Wissensdurst zum Thema Bio gestillt, aber auch der ganz normale Hunger mit Bio-Steaks aus eigener ökologischer Herstellung.


Informationen zum Lindhof:
www.lindhof.de

Das Programm zur Wissenschaftstagung:
www.grassland-organicfarming.uni-kiel.de/


Ein Foto zum Thema steht zum Download bereit unter:
www.uni-kiel.de/download/pm/2007/2007-040-1.jpg

Bildunterschrift:
In der ökologischen Tierhaltung, wie hier auf dem Uni-Versuchsgut Lindhof, werden die Schweine im Freien gehalten. Die Ferkel bleiben sieben Wochen bei ihrer Muttersau, im Gegensatz zu vier Wochen in der konventionellen Schweineaufzucht.
Copyright: CAU, Foto: Lindhof


Kontakt:
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung
Professor Friedhelm Taube, Tel: 0431/880-2134, Fax: 0431/880-4568
e-mail: ftaube@email.uni-kiel.de



Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
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