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Presseinformation 73/2007 vom 20.09.2007 | zur Druckversion

Deutsch-Russisches Juristisches Institut gegründet

Kieler Universität beherbergt die deutsche Geschäftsstelle


In Kiel hat jetzt das neue Deutsch-Russische Juristische Institut (DRJI) offiziell seine Arbeit aufgenommen. Das DRJI ist eine Gemeinschaftsinitiative mehrerer deutscher und russischer Hochschulen, Forschungseinrichtungen und juristischer Berufsorganisationen, die die Zusammenarbeit im Bereich des Rechts vertiefen und die Kenntnis über die Rechtssysteme beider Seiten verbessern wollen.

Das DRJI initiiert und koordiniert deutsch-russische Projekte im juristischen Bereich, wie etwa Fachkonferenzen und Fortbildungen. "Ein besonderes Anliegen ist uns dabei, eine junge Generation von Juristen aller Berufsrichtungen heranzubilden, die mit den Rechtssystemen beider Länder und ihrer praktischen Umsetzung vertraut sind und die eine gemeinsame Sprache sprechen", betont Professor Alexander Trunk, der Initiator des DRJI an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. So sollen auch Forschungsaufenthalte und Praktikumsplätze vermittelt, rechtsvergleichende Publikationen erstellt und Gutachten zum Recht des jeweils anderen Landes vermittelt werden. Finanziert wird das DRJI noch bis Ende 2008 von der Robert Bosch Stiftung. Das Büro für die Geschäftsstelle stellt die Universität Kiel.

Verschiedene gemeinsame Veranstaltungen sind bereits vor der Vertragsunterzeichnung in Kooperation entstanden: zum Beispiel ein Intensivkurs zum russischen Recht in Ekaterinburg, in Eckernförde ein Lehrgang zum deutschen und russischen Kapitalgesellschaftsrecht für russische Rechtsanwälte. Anfang September 2007 veranstaltete das DRJI in Anapa an der russischen Schwarzmeerküste einen Kurs zum deutschen Wirtschaftsrecht. Als nächstes findet am 12. und 13. Oktober in Salzau bei Kiel eine von deutschen und russischen Stiftungen gemeinsam finanzierte Tagung "Immobilienrecht in Osteuropa" statt.

Sechs Vertragsparteien haben inzwischen den Vertrag unterzeichnet, der damit offiziell in Kraft tritt: auf deutscher Seite der Rektor der Kieler Universität, Professor Thomas Bauer, der Rektor der Universität Regensburg, Professor Alf Zimmer, der wissenschaftliche Leiter des Instituts für Ostrecht München, Professor Friedrich-Christian Schroeder, auf russischer Seite der Direktor des Instituts für Staat und Recht der Russischen Akademie der Wissenschaften, Professor Andrej Lisitsyn-Svetlanov, der Rektor der Moskauer Akademie für Wirtschaft und Recht, Professor Vladimir Bujanov und der Rektor der Universität Kaliningrad, Professor Andrej Klemeshev. Ihre Absicht, dem DRJI beizutreten, haben außerdem bereits schriftlich erklärt: auf deutscher Seite: die Humboldt-Universität Berlin, die Universitäten Bremen, Gießen, Hamburg, Köln und Passau, als österreichischer Partner die Universität Salzburg, auf russischer Seite: die Staatliche Juristische Akademie des Ural in Ekaterinburg, die Universität Irkutsk, die Universität Krasnojarsk, die Moskauer Staatliche Juristische Akademie, die Staatliche Linguistische Universität Moskau, die Universität St. Petersburg sowie die Russische Föderale Rechtsanwaltskammer und die Russische Föderale Notarkammer.


Das DRJI im Internet:
www.uni-kiel.de/eastlaw/DRJI/DRJI.html


Kontakt:
Deutsch-Russisches Juristisches Institut
c/o Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Institut für Osteuropäisches Recht
Dr. Annemarie Fritzsche-Brandt, Tel: 0431/880-2995, Fax: 0431/880-3048
e-mail: afritzsche@law.uni-kiel.de



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