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Presseinformation 96/2007 vom 12.12.2007 | zur Druckversion

"Evolution" – Ausstellung im Zoologischen Museum der Uni Kiel

Fotos und Eröffnungsvortrag zu Darwins Theorie


Das Zoologische Museum der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) holt vom 14. Dezember 2007 bis 29. Februar 2008 die Bilderausstellung "Evolution" (Frederking & Thaler und GEO) in seine Hallen in der Hegewischstraße 3. 27 skulpturartige ästhetische Bilder von Skeletten in strengem Schwarz-Weiß zeigen die Vielfalt der Wirbeltierkonstruktionen. "In der Verschränkung von Wissenschaft und Ästhetik machen die Fotografien die Vielfalt der Arten, die verschlungenen Wege der Evolution und die enorme Bandbreite an Lösungen, die sie gefunden hat, auf sinnliche Weise anschaulich: in der Reduktion auf das Wesentliche – das Skelett", erklärt Dr. Wolfgang Dreyer, der Leiter des Museums. Ergänzt wird die Ausstellung durch Originalskelette seltenster Wirbeltiere aus den Beständen des Museums.

Skelette seien besonders gut geeignet, die Verwandtschaft zwischen Vogel, Fisch, Schlange, Huftier und Mensch zu zeigen, so Dreyer. Eine Greifhand, ein Vogelflügel, das wuchtige Bein eines Nashorns, die Menschenhand – alle sind aus demselben Grundbauplan hervorgegangen. Anhand der fotografierten Skelette lassen sich sowohl Bauplanähnlichkeiten, die eine gemeinsame Abstammung belegen, als auch evolutionäre Zusammenhänge zwischen Form und Funktion verdeutlichen. "Anhand solcher Beziehungen wird die Vielfalt der Anpassungsstrategien und die Breite der Lebensmöglichkeiten besonders deutlich", betont der Zoologe Dreyer.

Eine Vortragsreihe zur Evolution begleitet die Ausstellung. Zur öffentlichen Eröffnung am 13. Dezember, um 17 Uhr, spricht Professor Thomas Bosch vom Zoologischen Institut der CAU zum Thema "Darwin irrte nicht" und zwar aus aktuellem Anlass: Ausgehend von den USA tobt seit Jahren ein Kulturkampf zwischen Wissenschaftlern und den so genannten Kreationisten, die nach wie vor an der göttlichen Schöpfungsgeschichte festhalten. Auch in Europa mehren sich Stimmen, die den Kreationismus befürworten. "Wer wir sind und woher wir kommen – auf diese existenziellen Fragen liefert die Evolutionstheorie Antworten", so Bosch.

Aber die Ausstellung hat auch noch einen historischen Aspekt: Die Fotos wurden alle an Präparaten der Pariser Sammlungen gemacht, dort, wo Anfang des 19. Jahrhunderts die vergleichende Anatomie und die Grundlagen der modernen Einteilung des Lebens entwickelt wurden.


Ein Foto zum Thema finden Sie unter:
www.uni-kiel.de/download/pm/2007/2007-096-1.jpg

Bildunterschrift: Verwandtschaftlich dem Menschen besonders nah stehen die Menschenaffen Gorilla, Schimpanse und Orang Utan.
Copyright: Frederking & Thaler
Foto: Evolution von Jean Baptiste de Panafieu, Patrick Gries



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