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Presseinformation 138/2011 vom 29.09.2011 | zur Druckversion

Kieler Universität erhält zwei neue Gebäude

Klaus-Murmann-Hörsaal feierlich eingeweiht




Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) ist um ein Seminargebäude und ein Institutsgebäude reicher. Heute (Donnerstag, 29. September) übergaben Henrik Harms, Geschäftsführer des Gebäudemanagements Schleswig-Holstein (GMSH), und Wissenschaftsminister Jost de Jager den symbolischen Schlüssel an Universitätspräsident Professor Gerhard Fouquet. Beide Häuser stehen künftig ganz im Zeichen der Aus- und Weiterbildung, Beratung und Betreuung von Doktorandinnen und Doktoranden. Genutzt werden sie von den Graduiertenschulen „Human Development in Landscapes“ und „Integrated School of Ocean Sciences“, dem Graduiertenzentrum, der wissenschaftlichen Weiterbildung und vom Zentrum für Lehrerbildung sowie dem Promotionsprogramm „Quantitative Economics“ und dem E-Learning-Service der CAU. Finanziert wurden beide Gebäude aus Mitteln des Konjunkturpaketes II. Die Gesamtinvestitionssumme beträgt 10,8 Millionen Euro.

Wissenschaftsminister Jost de Jager sagte bei der Einweihung: „Um dem steigenden Fachkräftebedarf gerecht zu werden, brauchen wir wissenschaftlichen Nachwuchs, der vernetzt denken kann. Dafür bieten die beiden neuen Gebäude der CAU hervorragende Bedingungen.“

Über 3.000 Quadratmeter Büro-, Seminar- und Hörsaalräume wurden innerhalb von gut 20 Monaten nach modernsten Maßstäben errichtet. „Die Gebäude sind dank innovativer Bautechniken energetisch hocheffizient und erlauben kostengünstiges Kühlen und Heizen. Außerdem haben wir die Raumakustik im Klaus-Murmann-Hörsaal optimiert, damit der Schall für die mehr als 300 Sitzplätze gedämpft wird“, erklärte Henrik Harms, GMSH.

Mit den Gebäuden wurde auch der Klaus-Murmann-Hörsaal eingeweiht. Professor Gerhardt Fouquet würdigte Professor Klaus Murmann als besonderen Förderer und Stifter der Hochschulbildung. Dies werde unter anderem in seiner Stiftung der Deutschen Wirtschaft mit einem Studienförderwerk sichtbar. „Nachdem wir Professor Murmann im März die Ehrenbürgerwürde der Universität verliehen haben, sind wir stolz darauf, dass jetzt der neue Hörsaal für die Nachwuchsförderung seinen Namen trägt“, sagte der CAU-Präsident. Fouquet erinnerte aber auch daran, dass trotz der zwei Neubauten und des künftigen Zentrums für Molekulare Biowissenschaften viele andere Gebäude in einem schlimmen baulichen Zustand seien: „Die Universität braucht den baulichen Masterplan, um die Infrastruktur für Forschung und Lehre zu sichern.“

Weitere Informationen zum Bau siehe Pressemitteilung zum Richtfest:
www.uni-kiel.de/aktuell/pm/2010/2010-132-richtfest-leibnizstrasse.shtml

Ehrentafel für Klaus Murmann:
www.uni-kiel.de/download/pm/2011/2011-138-murmann.pdf

Bilder stehen zum Download bereit:

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Bildunterschrift: Alles für den Nachwuchs: Die Kieler Universität weiht Instituts- und Seminargebäude im Wert von über 10 Mio. Euro ein.
Copyright: CAU, Foto: Claudia Eulitz

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www.uni-kiel.de/download/pm/2011/2011-138-1.jpg

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Bildunterschrift: Feierliche Schlüsselübergabe in der Leibnizstraße: (v.l.) Henrik Harms, Annekatrin Mordhorst, (Wissenschaftliche Weiterbildung CAU), Jost de Jager, Avan Antia (ISOS), Gerhard Fouquet, Klaus Murmann.
Copyright: CAU, Foto: Denis Schimmelpfennig

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www.uni-kiel.de/download/pm/2011/2011-138-2.jpg

Hintergrundinformationen über die Einrichtungen in den neuen Gebäuden:

Die Graduiertenschule „Human Development in Landscapes“ („Entwicklung menschlicher Gesellschaften in Landschaften“) ist ein interdisziplinärer Zusammenschluss von mehr als 15 Instituten aus fünf Fakultäten der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Sie wurde im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern eingerichtet und nahm Ende 2007 ihre Arbeit auf.
Erklärtes Ziel ist die Ausbildung ihrer Doktorandinnen und Doktoranden zu hochqualifizierten Expertinnen und Experten mit breitem Wissen über die Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Natur in der Vergangenheit. Im Fokus der Graduiertenschule steht die Erforschung des komplexen Zusammenspiels natürlicher, sozialer und kultureller Faktoren, die bei der Entwicklung menschlicher Gesellschaften in Landschaften eine Rolle spielen.
Die Forschungsaktivitäten der Jungwissenschaftlerinnen und Jungwissenschaftler konzentrieren sich in drei Forschungsclustern. Neben Stipendien bietet die Graduiertenschule ihren maximal 60 Promovierenden fachliche und technische Unterstützung durch mehr als 30 Kieler Forschende und internationale Partner sowie ein promotionsbegleitendes Programm.
Link: www.uni-kiel.de/landscapes

Die Integrated School of Ocean Sciences (ISOS) ist das Doktorandenprogramm des Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“. Es steht allen offen, die in diesem fachübergreifenden Forschernetzwerk promovieren. Derzeit 130 Promovierende aus fünf Fakultäten nutzen die Möglichkeit, in eigens für sie konzipierten fachspezifischen Kursen ihr Wissen zu vertiefen. Dafür stehen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaflter der CAU und anderer internationaler Forschungseinrichtungen zur Verfügung. Fachübergreifende Angebote bieten Einblicke in andere meeresrelevante Forschungsthemen. Dieser „Blick über den Tellerrand“ ist wichtig, denn viele Fragen rund um das Meer und das Klima können nur in der Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen erforscht werden und diese Interdisziplinarität kennzeichnet die Forschung des Exzellenzclusters. Der Ansatz der ISOS geht aber über fachliche Angebote hinaus und erstreckt sich auch auf die Betreuung. Durch Zweit- und Drittbetreuende erhalten die Promovierenden gegenüber der klassischen Einzelbetreuung ergänzende Unterstützung. Für die Anfangsphase stehen ältere Doktorandinnen und Doktoranden zur Verfügung, die ihre Erfahrungen weitergeben und den Einstieg in die neue Arbeitssituation erleichtern. Für eine erfolgreiche berufliche Laufbahn sind über die wissenschaftliche Qualifikation auch andere Schlüsselqualifikationen wichtig, die bei der ISOS von ausgesuchten Dozentinnen und Dozenten vermittelt werden. Forschende, die bereits eine erfolgreiche Karriere vorweisen können, berichten in Vorträgen und Diskussionsrunden über ihre Arbeit und lenken den Blick der Promovierenden rechtzeitig auf die Zeit nach der Doktorarbeit.
Link: www.isos.uni-kiel.de

Das Graduiertenzentrum der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ist die zentrale Fördereinrichtung für die rund 2300 Doktorandinnen und Doktoranden der CAU. Es stellt spezifische überfachliche Qualifizierung, internationale Vernetzung und finanzielle Unterstützung zur Verfügung. Kurse zum wissenschaftlichen Schreiben und Präsentieren, Wissenschaftsphilosophie und Ethik, Statistik, Patentrecht, Firmengründung, Karriereplanung und viele mehr stehen zur Wahl. Die Bildung von Promotionsteams, fachlicher und überfachlicher Austausch sind über die Kontaktdatenbank des Graduiertenzentrums möglich. Im Service-Büro berät Dr. Sabine Milde zu Promotion, Fördermöglichkeiten für Promotionsprojekte und Lebensunterhalt und wissenschaftlicher Karriere. Doktorandinnen und Doktoranden der CAU Kiel können Zuschüsse zu Forschungs- und Tagungsreisen erhalten. Auch Antragstellerinnen und Antragsteller drittmittelfinanzierter Promotionsprogramme erhalten hier Beratung und Unterstützung.
Auf der Plattform des Graduiertenzentrums sind alle fakultätsübergreifenden Promotionsprogramme der CAU Kiel vernetzt. Sieben multidisziplinäre Programme versorgen bereits rund 375 Doktorandinnen und Doktoranden mit fachspezifischen Qualifizierungsangeboten und Fördermaßnahmen. Deren Angebot wird vom Graduiertenzentrum bedarfsgerecht ergänzt. Die große Gruppe der Individual-Promovierenden wird vom Graduiertenzentrum ebenfalls versorgt.
Link: www.gz.uni-kiel.de

Die Stabsstelle Wissenschaftliche Weiterbildung ist seit 1996 der zentrale Weiterbildungsanbieter an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Die zentrale Aufgabe besteht in der Initiierung, der Konzeption und der Organisation von Wissenstransfer in unterschiedlichen Formen. Hochschulintern unterstützt sie aktiv das wissenschaftliche und technisch-administrative Personal durch umfangreiche Fortbildung- und Coaching-Angebote. Den Studierenden wird außerdem durch das Career Center und die Firmenkontaktmesse „contacts“ ein breites Spektrum an Beratungs- und Karrierecoaching geboten. Die akademische Weiterbildung versteht sich als Schnittstelle zwischen den wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Universität und den Anforderungen aus der beruflichen Praxis. Weiterbildungsformate stellen sicher, dass den individuellen Anforderungen der schleswig-holsteinischen Wirtschaft entsprochen wird. Die Christian-Albrechts-Universität entwickelt in ihren vielseitigen wissenschaftlichen Instituten täglich neues Wissen und Innovationen. Dieses Know-how wird durch den Wissenstransfer an die Unternehmen weitergegeben und damit zu Produkt- oder Marketing-Innovationen und zur erweiterten Fach- und Methodenkompetenz des Personals beitragen. Das vielfältige Potenzial der Universität Kiel öffnet sich auch auf diese Weise der Gesellschaft.
Link: www.weiterbildung.uni-kiel.de

Das Zentrum für Lehrerbildung (ZfL) nimmt fakultätsübergreifende Aufgaben der Organisation, Koordination und Kommunikation in der Lehrerbildung wahr. Ziel ist es, das Zusammenwirken der verschiedenen Bereiche des „Profils Lehramt“ zu fördern. Das ZfL berät Lehramtsstudierende in übergreifenden Fragen der Lehramtsstudiengänge und informiert über Veränderungen der Studienstruktur. Ferner informiert das ZfL in zentralen Veranstaltungen über die Organisation der Praktika und ist für die Vergabe der Praktikumsplätze in Schleswig-Holstein zuständig. Über die erste, universitäre Phase der Lehrerbildung hinaus versteht sich das ZfL als Ansprechpartner für alle mit Lehrerbildung und Schule befassten Personen und Institutionen in Schleswig-Holstein.
Link: www.zfl.uni-kiel.de

Das Doktorandenprogramm „Quantitative Economics“, gegründet in 2002, bietet durch die strukturierte Ausbildung mit Kursprogramm im ersten Jahr und enger Betreuung in den zwei folgenden Jahren die Möglichkeit in drei Jahren Vollzeitstudium den Doktorgrad zu erreichen. Das Programm richtet sich an internationale und deutsche Studierende und wird komplett auf Englisch durchgeführt. Zurzeit fungieren 25 Professuren aus den Instituten für Volkswirtschaftslehre, Statistik und Ökonometrie, Betriebswirtschaftslehre und dem Institut für Weltwirtschaft als Betreuung von 99 aktiven Doktorandinnen und Doktoranden.
Link: www.bwl.uni-kiel.de/phd

Der E-Learning-Service der CAU, eLK.Medien, fördert seit 2009 die nachhaltige Integration von E-Learning und Neuen Medien in die Präsenzlehre der CAU. Über interne Fördermittel wurden über eLK.Medien bisher 39 E-Learning-Projekte in den Fächern und diverse übergeordnete Projekte unterstützt. Kern des eLK.Medien-Angebots ist eine zentrale Lernplattform für die CAU sowie Serviceleistungen rund um das Thema E-Learning in der Präsenzlehre, wie Beratung, Schulung und Medienproduktion.
Link: elearning.uni-kiel.de



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