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Presseinformation 155/2011 vom 13.10.2011 | zur Druckversion | english version

Am Puls der Zeit

Internationaler Masterstudiengang „Digital Communications“ meldet Patente an


Seit der ersten Bologna-Stunde absolvierten 125 internationale Studierende ihr Studium im Masterfach „Digital Communications“ an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Sein 10-jähriges Jubiläum begeht der Studiengang jetzt mit zwei Patenten zur Terrorabwehr: Meelis Nõmm, Doktorand aus Estland, hat ein neues Verfahren entwickelt, um feindliche Taucher bei Piratenangriffen frühzeitig zu erkennen.

Im Studiengang „Digital Communication“ wird die Zukunft erforscht: Neueste Mobilfunksysteme, immer bessere optische Datenübertragungen oder 3D-Fernsehen fürs Wohnzimmer stehen auf dem Stundenplan. Aber auch Radar- oder Unterwassernavigation gehören zur vielfältigen Ausbildung. Aus aller Welt kommen Graduierte an die Technische Fakultät der Kieler Universität, um an den praxisnahen Projekten wie PITAS (Piraterie und Terrorabwehr auf Seeschiffen) mitzuwirken. „Wir geben unseren Studierenden die notwendigen Werkzeuge an die Hand, damit sie ihrer Kreativität freien Lauf lassen können“, erklärt Studiengangsbeauftragter Professor Peter A. Höher. „Mit unseren Projekten, die zur Entwicklung von Prototypen jeglicher Art beitragen, agieren wir am Puls der Zeit. Was wir vor zwei Jahren entwickelt haben, gibt es heute am Markt.“

In diesem dynamischen Umfeld gedeiht der wissenschaftliche Nachwuchs hervorragend: Allein im aktuellen Wintersemester, 2011/12, sind knapp 100 Studierende aus Ägypten bis Vietnam immatrikuliert. So auch Meelis Nõmm aus Tartu, Estland, der seinen Master in „Digital Communication“ absolvierte und zurzeit an seiner Doktorarbeit feilt: „Das Technische Studium in Kiel genießt in meiner Heimat großes Ansehen. Noch dazu werden die Vorlesungen rund um digitale Kommunikation auf Englisch angeboten. So konnte ich meine Forschungen unter idealen Bedingungen durchführen und nebenbei Deutsch lernen.“

Nõmm arbeitet im Projekt PITAS an der Ortung von Tauchern. Jetzt ist es ihm gelungen, die Vorteile von Sonar- und Radarortung zu kombinieren, wodurch sowohl bewegliche Objekte im Wasser aufgespürt als auch verlässliche Entfernungsmessungen vorgenommen werden können. Bisherige Methoden ließen nur Schlüsse auf Entfernung oder Beweglichkeit zu. Nachdem Nõmm seine Ergebnisse in Kürze als Patent eingereicht hat, werden erste Tests in der Förde stattfinden.

Eine Grafik steht zum Download bereit:

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Bildunterschrift: Internationaler Studiengang wird 10 Jahre. Patente zur Piratenabwehr eingereicht. Hier zu sehen: Schätzgenauigkeit des neuen Verfahrens in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit des Tauchers.
Quelle: Meelis Nõmm

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