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Presseinformation 162/2011 vom 21.10.2011 | zur Druckversion

Strahlung in der Erdatmosphäre


Vier Kieler Physikstudenten ließen am 28. September einen Forschungsballon samt Strahlungssensor in den schwedischen Himmel steigen. Am europäischen Raketen- und Ballonstartplatz Esrange nahm der Ballon BEXUS13 (Ballon-Experimente für Universitätsstudierende) während seines fünfstündigen Fluges unter anderem Strahlungsmessungen bis zu einer Höhe von 25 Kilometern vor.

An Bord des Forschungsballons BEXUS13 war neben anderen europäischen Experimenten der Kieler Strahlungssensor FRED (Flight Radiation Environment Detector). Er wurde im Zuge des Projektes „Strahlungsexposition in der Atmosphäre“ (Radiation Exposure in the Atmosphere) von den Doktoranden Bent Ehresmann, Johannes Labrenz, Lauri Panitzsch und Thomas Möller von der Abteilung Extraterrestrische Physik an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) entwickelt und hergestellt. Möller: „Der Sensor ist aus vier Silizium-Detektoren aufgebaut und ermöglicht eine detaillierte Untersuchung des Strahlungsfeldes in unterschiedlichen Höhen der Erdatmosphäre. Dieses Wissen ist für die Entwicklung von Überschallflugzeugen wichtig.“ Außerdem werde der Weltraumtourismus in den nahen Weltraum zunehmen. „Die Messungen sollen daher erste Erkenntnisse über die Strahlenexposition von Passagieren liefern.“ Die gewonnenen Daten werden zurzeit noch ausgewertet, „aber wir können jetzt schon sagen, dass die Exposition auf 25 Kilometer Höhe wahrscheinlich doppelt so hoch ausfällt wie die Exposition auf normaler Reiseflughöhe.“

BEXUS ist eine Studierenden-Kampagne des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Schwedischen Nationalen Raumfahrt-Behörde SNSB (Swedish National Space Board) in Zusammenarbeit mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA.

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Bildunterschrift: Der Forschungsballon BEXUS13 liefert Kieler Studenten Messdaten zur Strahlungsintensität in der Erdatmosphäre.
Foto/Copyright: Thomas Möller

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Extraterrestrische Physik
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