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Presseinformation 16/2012 vom 20.01.2012 | zur Druckversion

Kieler Universität im Theater


Abschluss des Lorca-Projekts der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und des Schauspiels Kiel: Gesprächsrunde nach „Bernarda Alba“-Vorstellung mit Daniel Karasek, Professor Gómez-Montero und Studierenden (20. Januar, 21:45 Uhr)

Eine Aufführung des Frauendramas „Bernarda Albas Haus“ ist heute (20. Januar) der gelungene Höhepunkt eines bis dahin einzigartigen Kultur-Projektes, bei dem 45 Aktive aus dem Schauspiel Kiel, der Kieler Universität sowie Schülerinnen und Schüler des Hebbel-Gymnasiums eng zusammenarbeiteten. Im Anschluss an die Vorführung diskutierten Professor Javier Gómez Montero, seine Studierenden und die Schülerinnen und Schüler mit Generalintendant Daniel Karasek, Produktionsdramaturgin Annika Hartmann, den Schauspielerinnen des Ensembles und der Übersetzerin über die Aufführung. Entstanden ist die Partnerschaft aus dem EU-Projekt „University and School together for a European Literary Canon“.

Das Stück von Federico García Lorca hatte in der Regie der israelischen Regisseurin Dedi Baron am 9. Oktober 2011 Premiere. Gómez-Montero und der ehemalige Chefdramaturg am Schauspiel Kiel, Marcus Maria Grube, brachten das Projekt gemeinsam in Gang. „Es war eine willkommene Gelegenheit, Universität und Theater zusammenzuführen“, so Professor Gómez-Montero. Im Wintersemester (2010/11) hielt er ein Seminar zu „Bernarda Albas Haus“, in dem Dramaturg Marcus Maria Grube und die von Generalintendant Karasek mit einer Neuübertragung beauftragte Übersetzerin Karina Gómez-Montero zweimal zu Gast waren, um mit den Studierenden Übersetzungsprobleme aus der Sicht der Theaterpraxis zu diskutieren. „Im Seminar arbeiteten die Studierenden auch Ideen für eine Inszenierung heraus und fertigten Übersetzungsproben. Beides erlaubte den Studierenden im Gespräch mit Marcus Maria Grube Einblicke in die professionellen Abläufe einer Theateraufführung. Diese praktische Erfahrung motivierte die Teilnehmenden der Lehrveranstaltung ungemein. Ihre Leistungen waren außergewöhnlich", freute sich der Wissenschaftler.

Im Sommersemester hält Professor Javier Gómez-Montero eine Vorlesung über Lorcas Theaterstück, dessen Kontext und den Autor. Das Projekt wird mit einem Arbeitstreffen und Symposion in Rom abgeschlossen (14.-17. März). „Besonders wertvoll war für die Studierenden der Romanistik, die an verschiedenen literaturwissenschaftlichen und -didaktischen Hauptseminaren zum Thema drei Semester lang teilnahmen und auch Lehrproben an Schulen abhielten, die Erkenntnis, dass es vielfältige Zusammenhänge in den Literaturen Europas gibt und die soziale Relevanz der in ihnen herausgearbeiteten Menschenbilder über alle Ländergrenzen und Sprachen hinweg aktueller denn je ist."

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Bildunterschrift: Archivbild, Günter Senkel (Co-Autor von Feridun Zaimoglu), Javier Gómez-Montero und Dramaturg Marcus Grube am 14. Juni 2011 im Gespräch mit Schülerinnen und Schülern der Gelehrtenschule.
Foto: Romanisches Seminar, CAU

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