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Presseinformation 115/2012 vom 23.04.2012 | zur Druckversion

Wissen für die Partnerin

Russische Delegationen zu Gast an Kieler Uni


Der Botanische Garten und das Institut für Sportwissenschaften der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) hatten in der letzten Woche eines gemeinsam: russischen Besuch. Die beiden Delegationen von der Immanuel-Kant-Universität Kaliningrad nutzten die Partnerschaft zwischen den Hochschulen, um Kieler Know-how mit nach Hause zu nehmen.

Viel Geld nehme Andrei Klemeshev, Rektor der Kaliningrader Uni, gegenwärtig für die Modernisierung der Gebäude des Botanischen Gartens, die aus dem Jahr 1904 stammen, in die Hand, berichtete Vladimir Bystrow, dessen Stellvertreter und Kurator des Gartens. Großzügige Kuppelbauten sollen an deren Stelle entstehen. Zusammen mit Ingenieurin Larissa Melnik ließ er sich die Kieler Technik des Gewächshausbaus von Kustos Dr. Martin Nickol und Reviergärtner Dieter Maaßen erklären. Energiesparmaßnahmen und die feinen Details der Pflanzenpflege von der Anzucht bis zur Schädlingsbekämpfung waren dabei von besonderem Interesse. „Wir versuchen auch zu vermitteln, dass es eine Gratwanderung zwischen ansprechender Architektur und einer Umgebung ist, in der sich die Pflanzen wohl fühlen“, sagte Nickol. Der Austausch von Wissen zwischen den Universitäten in der baltischen Region sei sehr nützlich. „Wir haben dieselben klimatischen Bedingungen und ähnliche Probleme mit dunklen Wintern“, erklärte der Kieler Herr über tropische Pflanzen, dessen Team mit einer blühenden Titanwurz kürzlich einen großen Erfolg feiern konnte. Bystrow und Melnik zeigten sich beeindruckt vom Arrangement in den Tropenhäusern. „Die Informationen aus dem Kieler Botanischen Garten sind sehr wichtig für unser Projekt“, waren sie sich einig, „Inspiration gibt es hier genug.“

Unter dem Motto „Teambildung“ stand hingegen der Aufenthalt von sechs Studierenden und zwei Dozentinnen des Kaliningrader Sportinstitutes. Präsentiert wurden wissenschaftliche Projekte auf beiden Seiten, aber auch Exkursionen ins Watt und die Teilnahme an Sportkursen standen in der Woche auf dem Programm. Seit zwei Jahren herrscht ein reger Austausch zwischen den beiden Instituten, auf Kieler Seite unter der Leitung von Sportwissenschaftler Professor Dr. Manfred Wegner. „Studierende, Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen profitieren von der unterschiedlichen Organisation der Ausbildung an den beiden Universitäten“, sagte Wegner. Während in Kiel viel Gewicht auf Theorie gelegt werde, bilde man in Kaliningrad vorrangig Trainerinnen und Trainer an der Hochschule aus. „Die Sportsysteme in den Ländern sind unterschiedlich. Wir haben ein starkes Vereinssystem, in dem Trainerinnen und Trainer ausgebildet werden“, erklärte Wegner. „Uns gefällt das gute soziale Miteinander am Kieler Institut“, sagte Elena Demidova, die ein Projekt zum akrobatischen Rock’n’Roll vorstellte. Der Gegenbesuch im Herbst ist schon in Planung.

Bilder zum Thema stehen zum Download bereit:

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Bildunterschrift: Kieler Technik für Kaliningrad: Dieter Maaßen (links) und Martin Nickol (2. v.r.) mit Dolmetscher Sergej Anokhien, Fahrer Dennis Vasilyev, Vladimir Bystrow und Larissa Melnik im Viktoriahaus des Botanischen Gartens.
Copyright: CAU, Foto: Denis Schimmelpfennig

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Bildunterschrift: Wie werden Teams entwickelt? Der Frage gingen Professor Manfred Wegner (rechts), Studierende des Instituts für Sportwissenschaften und die Gäste von der Immanuel-Kant-Universität nach. Von links nach rechts: Carolin Perner, Valeria Pasevina, Nora Hennig, Georgij Djukarev, Elena Matova, Marina Lishchuk, Margarethe Schramm, Maxim Solov'ev, Ekaterina Menschikova, Katrin Busse, Elena Demidova, Johannes Neumann, Anna Thiessen, Andrej Plaksin, Maximilian Dort, Karen Thun und Manfred Wegner
Copyright: CAU, Foto: Denis Schimmelpfennig

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