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Presseinformation 189/2012 vom 25.06.2012 | zur Druckversion

Millionen für die Forschung

Kieler Graduiertenschule in der Exzellenzinitiative erfolgreich – Pläne für die kommenden fünf Jahre vorgestellt


Dieser Erfolg ist zwar nicht Gold wert, aber immerhin etwa 11 Millionen Euro. So viel Geld hat die Graduiertenschule „Human Development in Landscapes“ an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) im Rahmen der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern bis 2017 bewilligt bekommen. Die internationalen Gutachterinnen und Gutachter stuften den Kieler Graduiertenschul-Antrag als einen der besten von insgesamt 63 in dieser Förderlinie eingegangenen ein. Professor Johannes Müller, Koordinator der Graduiertenschule, freut sich auf die kommenden fünf Jahre: „Wir werden mit den bewilligten Mitteln nicht nur unsere seit 2007 erfolgreiche Promovierendenausbildung fortsetzen. Wir können nun auch zusätzliche Schritte gehen, um den interdisziplinären Schwerpunkt von sozial-ökologischer Forschung und Landschaftsarchäologie mit seiner vorbildlichen Verbindung von Geistes- und Naturwissenschaften weiter zu stärken und junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu fördern.“

Zudem, so Müller, werde die Graduiertenschule eine entscheidende Rolle in der Ende 2011 gegründeten „Johanna Mestorf Academy for Landscape Archaeology and Socio-environmental Research“ (JMA) spielen. „Gerade die Johanna Mestorf Academy ist es, die den neuen exzellenten Gehalt für das Land Schleswig Holstein darstellt. International zeigt sich, dass 'socio-environmental research' und Landschaftsarchäologie zu einem der 'Hot Spots' an der vordersten Forschungsfront geworden sind“, erklärt Müller. Die JMA ist eine zentrale Einrichtung der CAU und das erste bewusst interdisziplinär ausgerichtete Zentrum der Archäologie, Altertumskunde und beteiligter Naturwissenschaften in Deutschland. Nach dem Auslaufen der Exzellenzinitiative wird die JMA die in der Graduiertenschule „Human Development in Landscapes“ geschaffenen Strukturen für Forschung und Zusammenarbeit aufnehmen und fortentwickeln.

Zu den Schritten, die mit den am 15. Juni bewilligten Millionen bis 2017 umgesetzt werden, gehören neben 20 Stellen für Promovierende ein Postdoktoranden-Programm und drei neue Forschungsgruppen. „Wir werden junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fächerübergreifend auf bestimmte Schwerpunktthemen ansetzen“, erläutert Johannes Müller. Eine der Gruppen wird sich mit dem Modellieren komplexer Prozesse befassen, die sich bei der Entwicklung menschlicher Gesellschaften aus dem Zusammenwirken sozialer, kultureller und umweltbezogener Faktoren ergeben. Im Fokus der zweiten Gruppe wird die vormoderne Sozial- und Wirtschaftsgeschichte stehen, die dritte Gruppe bündelt wissenschaftliche Expertise zur Auswertung alter DNA.

Die Graduiertenschule „Human Development in Landscapes“ ist ein interdisziplinärer Zusammenschluss von 15 Instituten aus sechs Fakultäten der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, des Leibniz-Institutes für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN) und des Archäologischen Landesmuseums (Schloss Gottorf). Die Doktorandinnen und Doktoranden der Graduiertenschule forschen, betreut von erfahrenen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, über die Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Natur in der Vergangenheit. Viele der Promotionsprojekte sind fächerübergreifend angelegt, sie verbinden beispielsweise Archäologie und Informatik, Geowissenschaften und Physik oder Genetik und Alte Geschichte. Im Fokus der Forschung steht das komplexe Zusammenspiel natürlicher, sozialer und kultureller Faktoren, die bei der Entwicklung menschlicher Gesellschaften in Landschaften eine Rolle spielen. Die Graduiertenschule wurde 2007 im Rahmen der Exzellenzinitiative eingerichtet.

Zwei Fotos zum Thema stehen zum Download bereit unter:

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Bildunterschrift: Natur- und Geisteswissenschaftler arbeiten in der Graduiertenschule „Human Development in Landscapes“ eng zusammen. Der Physiker und Archäologe Ricardo Fernandes analysiert für seine Doktorarbeit alte Knochen.
Foto: Jirka Niklas Menke, Copyright: GSHDL

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Bildunterschrift: Juniorprofessor Ingmar Unkel fixiert einen Bohrkern zur Analyse im Röntgenfluoreszenz-Scanner. Gemeinsam mit Natur- und Geisteswissenschaftlern erforscht er in der Graduiertenschule die Umweltgeschichte des Peloponnes.
Foto: Jirka Niklas Menke, Copyright: GSHDL

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Kontakt:
Jirka Niklas Menke, Koordinator Public Outreach
Graduiertenschule „Human Development in Landscapes“ an der Universität Kiel
Tel. 0431/880-5924, E-Mail jmenke@gshdl.uni-kiel.de



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