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Presseinformation 214/2012 vom 23.07.2012 | zur Druckversion

„Die Entwicklung der Pflanzenwelt“ geht in die Verlängerung

Bis zum 31. Oktober sind „Lebende Pflanzen und ihre versteinerten Vorfahren“ ausgestellt


Das Geologische und Mineralogische Museum der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) zeigt seit Mai die Ausstellung „Die Entwicklung der Pflanzenwelt“. Wegen des großen Interesses an den Fossilien und Pflanzen wird die Ausstellung, die mehr als 500 Millionen Jahre Lebensgeschichte beschreibt, bis einschließlich Mittwoch, 31. Oktober, verlängert.

Die Sonderausstellung, die vom Lehrstuhl für Paläontologie-Historische Geologie und vom Lehrstuhl für Pharmazeutische Biologie gemeinsam präsentiert wird, bietet faszinierende Einblicke in die Welt der Landpflanzen. Die vielfältige Bandbreite von versteinerten Pflanzen bis zu heutigen Überlebenden der erdgeschichtlichen Vergangenheit ist im Geologischen und Mineralogischen Museum zu bestaunen. Highlight unter den heute noch „lebenden Fossilien“ ist ein mehrere Meter hoher Baumfarn. In der Karbonzeit haben die Baumfarne zur Bildung der Steinkohlewälder beigetragen. „Der Reiz der Ausstellung liegt in dem Nebeneinander der lebenden Pflanzen und ihren versteinerten Vorfahren“, erklärt Museumsleiter Dr. Eckart Bedbur. So sind beispielsweise neben einem versteinerten Schachtelhalm aus dem Karbon auch heutige Schachtelhalme zu sehen. Ebenso sind Versteinerungen des 110 Millionen Jahre alten Lebensbaumes Ginkgo und das Charakterfossil des einstigen Südkontinentes Gondwana, der Samenfarn Glossopteris ausgestellt.

Besondere Fundstücke subtropischer Pflanzen aus der grönländischen Tertiärzeit bereichern die Ausstellung. So finden sich beispielsweise Relikte der ersten Galathea-Expedition nach Südost-Asien in der Ausstellung wieder. Eine Kostbarkeit ist außerdem der Bericht von Johannes Georgi in der 1. Auflage aus der grönländischen Überwinterungsstation „Eismitte“ unter der Expeditionsleitung von Alfred Wegener.

Die Ausstellung nimmt Bezug auf für die Pflanzenevolution wichtige Erdzeitalter und Fossilfundstellen und vermittelt die Bedeutung der Pflanzenwelt für die Bewohnbarkeit unserer Erde. Sie richtet sich sowohl an Fachleute als auch an Schulklassen und die interessierte Öffentlichkeit. Zu sehen sind die faszinierenden Objekte montags bis donnerstags 8:30 bis 16:00 Uhr, freitags 8:30 bis 14:00 Uhr. Der Eintritt frei.

Mehr Informationen zur Ausstellung im Internet unter:
www.ifg.uni-kiel.de/museum

Das Wichtigste in Kürze:
Die Ausstellung „Die Entwicklung der Pflanzenwelt“ wird bis zum 31. Oktober verlängert.
Öffnungszeiten: Mo – Do 8:30 bis 16:30 und Fr 8:30 bis 14:00 Uhr
Freier Eintritt

Zwei Bilder stehen zum Download bereit:

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Bildunterschrift: Eingerolltes Blatt eines lebenden Baumfarnes und ein 300 Millionen Jahre alter Baumfarn.
Quelle: Geologisches und Mineralogisches Museum

Foto zum Herunterladen:
www.uni-kiel.de/download/pm/2012/2012-214-1.jpg

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Bildunterschrift: Acer Trilobatum – ein versteinertes Ahornblatt.
Quelle: Geologisches und Mineralogisches Museum

Foto zum Herunterladen:
www.uni-kiel.de/download/pm/2012/2012-214-2.jpg

Kontakt:
Dr. Eckart Bedbur
Geologisches und Mineralogisches Museum
Ludewig-Meyn-Straße 12, 24118 Kiel
Telefon: 0431/880-2693
E-Mail: eb@gpi.uni-kiel.de