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Presseinformation 220/2012 vom 30.07.2012 | zur Druckversion

Vier Gesellschafter für Marine Aquakultur

Kieler Universität ist mit dabei




Ein zukunftsweisender Schritt für den Forschungsstandort Schleswig-Holstein: Mit dem GEOMAR | Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU), dem Land Schleswig-Holstein und der Entwicklungsgesellschaft Brunsbüttel (egeb) mbH hat die Gesellschaft für Marine Aquakultur (GMA) mbH in Büsum (Kreis Dithmarschen) vier neue Gesellschafter in ihrer Mitte. Das Stammkapital der GMA mbH ist dafür um 25.000 Euro aufgestockt worden. Nach zweieinhalbjährigen Gesprächen ist der Gesellschaftsvertrag jetzt in Büsum notariell beurkundet worden.

„Mit dem GEOMAR haben wir einen Partner gefunden, der sich der großen Bedeutung der Aquakulturforschung bewusst ist und sich selbst fachlich diesen Themen annimmt“, freut sich Geschäftsführer Dr. Guido Austen. „Das GEOMAR verfügt über eine langjährige Erfahrung in der Optimierung von Methoden und Anlagen für die Aquakultur. Als Gesellschafter der GMA leistet GEOMAR einen wichtigen Beitrag zur Aquakulturforschung in Schleswig-Holstein“, erklärte Michael Wagner, Verwaltungsdirektor des Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel (GEOMAR). „Die Aquakultur bietet viel Potenzial, die zukünftige Versorgung der Weltbevölkerung mit Fischprodukten zu sichern und ist deshalb eines der wichtigen, anwendungsbezogenen Forschungsvorhaben des GEOMAR“, so Wagner weiter.

„Die Weiterentwicklung der Aquakultur birgt außerdem große Chancen, die Überfischung der Weltmeere zu stoppen und neue, klimaschonende Nahrungsquellen zu erschließen. Dazu müssen wir einerseits Alternativen zu Fischmehl finden, andererseits die Wirtschaftlichkeit der Fischzucht erhöhen. Diese gesellschaftliche Aufgabe nimmt die Kieler Universität unter anderem als Teil der Gesellschaft für Marine Aquakultur ernst“, sagt Professor Thomas Bosch, Vizepräsident für Forschung an der CAU. Damit werde auch der Universitätsschwerpunkt in den Meereswissenschaften unterstrichen. Hier wird insbesondere der integrative Forschungsansatz des Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“ durch die neu gegründete „Kiel Academy of Interdisciplinary Marine Sciences“ (KAIMS) nachhaltig umgesetzt.

In der praktischen Arbeit in der Forschungs- und Versuchsanlage an der schleswig-holsteinischen Westküste, die im September 2009 in Betrieb gegangen ist, wird sich nach Auskunft von Dr. Guido Austen durch den neuen Mit-Gesellschafter nichts ändern. „Es gibt schon seit Jahren gemeinsame Forschungsarbeiten“, erklärt der Geschäftsführer. Mit dem im April angelaufenen Projekt FINE-Aqua wurde die Zusammenarbeit weiter verstärkt. Der Einstieg des GEOMAR | Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel als Mit-Gesellschafter werde sich positiv auf die Aktivitäten der GMA auswirken, ist Dr. Austen überzeugt. „Damit sind wir noch breiter aufgestellt.“

Durch die Erforschung von alternativen Futtermittelrohstoffen in der Fischernährung, angepassten Haltungssystemen oder Reproduktionsverfahren aquatischer Organismen arbeitet die GMA an innovativen Lösungen, um umweltverträgliche Aquakultursysteme für die Aufzucht von Fischen zu entwickeln. Langfristiges Ziel sei die Trennung in eine marktorientierte Gesellschaft und in eine Forschungsgesellschaft, so der Geschäftsführer.

Renommierte Forschungsförderinstitutionen und privatwirtschaftliche Partner wissen die Projektleistungen zu schätzen. Seit Inbetriebnahme der Kreislaufanlage hat die GMA gemeinsam mit der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Drittmittel in Höhe von mehr als 5,5 Millionen Euro einwerben können. Das Interesse am Forschungsstandort Büsum ist groß. Dr. Austen. „Wir führen schon Wartelisten für Forschungsarbeiten.“

Mit dem im Juni vom Ministerium für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein überreichten Bewilligungsbescheid über insgesamt 737.583 Euro aus dem Programm „Zukunft Wirtschaft“ ist die Aquakulturforschung der GMA mbH bis Mitte des Jahres 2015 gesichert. Den Eigenanteil in gleicher Summe stellen die Gesellschafter durch personelle und finanzielle Unterstützung bereit.


Gesellschaft für Marine Aquakultur mbH im Internet:
www.gma-buesum.de

Zwei Fotos stehen zum Download bereit:

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Bildunterschrift: Talapia, ein Fisch aus der Familie der Buntbarsche, im Fütterungsversuch.
Copyright: GMA, Foto: Gunter Gluecklich

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Bildunterschrift: Regenbogenforellen als Forschungsobjekt: Kevin Stiller und Saskia Kröckel beobachten das Fischverhalten in der Gruppenrespirometrie bei der GMA mbH.
Copyright: GMA, Foto: Hans-Joachim Harbeck (photocompany)

Foto zum Herunterladen:
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Pressekontakt:
Gesellschaft für Marine Aquakultur mbH
Hafentörn 3, 25761 Büsum
Geschäftsführer Dr. Guido Austen
Telefon 0 48 52 – 83 84 18
E-Mail: austen@egeb.de
www.gma-buesum.de



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