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Presseinformation 234/2012 vom 20.08.2012 | zur Druckversion

Nano-Spitzenforschung im Plöner Schloss

Uni Kiel lädt zu internationaler Tagung über molekulare Schalter ein


Etwa einhundert Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nehmen an der zweiten internationalen Tagung „Molekulare Schalter: Elementare Prozesse und Anwendungen“ von Montag, 20. August, bis Mittwoch, 22. August, im Plöner Schloss teil. Unter den Referentinnen und Referenten sind Spitzenforscherinnen und -forscher aus den USA, Kanada, Schottland, der Schweiz und Deutschland.

„Die Nanoforschung ist in Kiel seit Jahren etabliert. Mit dieser Veranstaltung wollen wir dazu beitragen, Schleswig-Holstein als Forschungs- und Technologiestandort sichtbarer zu machen und die hiesige Forschung aktiv in das internationale Netzwerk einbringen“, sagt Professor Rainer Herges, Sprecher des Sonderforschungsbereiches 677 „Funktion durch Schalten“ (SFB 677) an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU). Die Tagung ist auch ein außergewöhnliches Angebot an Kieler Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler des Forschungsschwerpunktes Nano Sciences. Sie erhalten in Plön Gelegenheit zu Gesprächen mit Spitzenforscherinnen und -forschern aus dem Ausland.

„Internationale Forschungskoryphäen wie der Biochemiker Peter Davies sind für Promovierende im Laboralltag kaum erreichbar. Doch bei der Tagung des Sonderforschungsbereiches 677 können Sie ihre Ideen einfach in der Kaffeepause mit ihm besprechen und neue Anregungen erhalten“, sagt Herges. Der Kanadier Davies ist weltweit führend in der Forschung über schaltbare Antigefrierproteine. Solche Moleküle schützen arktische Fische vor dem Kältetod, da sie verhindern, dass das Blut bei Temperaturen unter Null Grad gefriert. In der Medizin hofft man mit diesen, der Natur entlehnten Frostschutzmitteln in Zukunft Blutproben länger haltbar zu machen. Auch in Kiel arbeiten Chemiker des SFB 677 daran, solchen Molekülen Schalter für die Steuerung des Frostschutzes zu verleihen.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Chemie, Physik, Materialwissenschaften, Zoologie und Medizin forschen im Sonderforschungsbereich 677 „Funktion durch Schalten“ zusammen an unterschiedlichen molekularen Maschinen. Sie verkleinern technische Prozesse auf nanoskopische Dimensionen. Entstehen sollen dabei neuartige Komponenten in der Größenordnung von Millionstel Millimetern für die molekulare Elektronik und die medizinische Diagnostik. Seit 2007 besteht der SFB 677 an der CAU. Er wird finanziert mit Fördermitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Weitere Informationen:
Webseite des SFB 677 „Funktion durch Schalten“: www.sfb677.uni-kiel.de

Folgende Fotos zum Thema stehen zum Download bereit:

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Bildunterschrift: Im Sonderforschungsbereich 677 „Funktion durch Schalten“ wird erstklassige Forschung zu molekularen Maschinen gemacht.
Foto: Jürgen Haacks
Copyright: CAU

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Bildunterschrift: Teilnehmer der Tagung des Sonderforschungsbereiches 677 „Funktion durch Schalten“
Foto: Dr. Torsten Winkler
Copyright: CAU

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Bildunterschrift: Logo des Sonderforschungsbereiches 677 „Funktion durch Schalten“
Copyright: Herges/ CAU

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Kontakt:
Prof. Rainer Herges & Wiebke Wagner
Otto-Diels-Institut für Organische Chemie
Tel.: 0431 880-4617

Stefanie Maack
Stabsstelle Presse und Kommunikation
Tel.: 0431 880-7255