CAU - Universität Kiel
Sie sind hier: StartseitePressePressemeldungen2012Nr. 281

Presseinformation 281/2012 vom 05.10.2012 | zur Druckversion

Staunen, experimentieren, ausprobieren – in der Kieler Forschungswerkstatt macht Lernen Spaß!

Ministerpräsident Torsten Albig eröffnet neues Schülerlabor für Schleswig Holstein




Die Kieler Forschungswerkstatt, ein neues Schülerlabor für Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangs­stufen, macht ab sofort Lust auf Naturwissenschaften, Technik und in Zukunft auch auf die Geistes­wissenschaften. Die neue Bildungseinrichtung wurde heute, 5. Oktober, in den Räumen des Botanischen Gartens an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) durch den schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Torsten Albig eröffnet. Bereits nach den Herbstferien sollen dort die ersten Schulklassen nach Herzenslust und unter fachkundiger Anleitung experimentieren und lernen. Auch Lehrkräfte und Lehramtsstudierende werden in der Kieler Forschungswerkstatt aus- und weitergebildet.

„Die Kieler Forschungswerkstatt ist eine großartige Zusammenarbeit von Schule und Hochschule, von Lehrerbildung und Wirtschaft sowie von Stadt und Land. Wir müssen neue Wege beschreiten, um junge Menschen für die Forschung zu begeistern. Hier können die Nachwuchsforscher schon in jungen Jahren einen eigenen Beitrag zur großen Wissenschaft leisten. Dieses Engagement für die Wissenschaftler von morgen ist ein Engagement für unsere Zukunft“, sagt Torsten Albig, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein.

Die Kieler Forschungswerkstatt setzt bewusst auch auf frühe Bildung in den naturwissenschaftlichen Fächern. Neben der systematischen Förderung von Schülerinnen und Schülern der Mittel- und Oberstufe soll bereits Grundschülern der Spaß an Forschung vermittelt werden. Dazu werden Labor- und Lernräume benötigt, die es in Schulen nicht immer mit der jeweils geeigneten Ausstattung gibt.

„Wenn wir kluge Köpfe von morgen ausbilden wollen, müssen wir bei Schülerinnen und Schülern nicht nur früh das Interesse für Forschung wecken, sondern dafür auch die Strukturen an Universitäten und Forschungseinrichtungen schaffen. Die Kieler Forschungswerkstatt im Botanischen Garten bietet einen außergewöhnlichen Lernort, um Begeisterung für Forschung und Wissenschaft zu wecken“, sagt Professor Frank Kempken, Vizepräsident für Studium, Lehre und Nachwuchsförderung an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

Wie können Algen zur alternativen Energienutzung beitragen? Wie salzig ist die Ostsee? Und was bewirken Nanoteilchen? Das sind nur einige der Fragen, die in den thematisch eingerichteten Räumen, dem denk:labor, ozean:labor, klick!.labor oder dem energie:labor, beantwortet werden. Die Angebote werden gemeinsam durch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Lehrkräfte entwickelt. Das Programm des Schülerlabors richtet sich sowohl an ganze Klassen wie auch an einzelne interessierte Schülerinnen und Schüler, die an naturwissenschaftlichen Themen, beispielsweise für ihre Jahres­arbeiten, forschen wollen. Experimente, Versuche im Labor und Blicke durch hochauflösende Rasterkraftmikroskope gehören ebenso zum Angebot wie Bestimmungskurse in der Biologie oder Versuche zu erneuerbaren Energien.

„In der Kieler Forschungswerkstatt haben wir die Möglichkeit, Schülerinnen und Schülern sowie angehenden Lehrkräften nicht nur Forschungsergebnisse, sondern auch den Prozess des wissenschaftlichen Arbeitens in einer Weise näher zu bringen, die den Unterricht an Schulen gewinnbringend ergänzen kann“, sagt Professorin Ilka Parchmann, Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN). „Die Auswirkungen auf das Interesse, aber auch das Lernen und die Vorstellungen, die Jugendliche von Wissenschaftlern und ihren Arbeiten haben, stellen auch für uns am IPN ein spannendes Forschungsfeld dar“, so Parchmann weiter.

Zu den Förderern und Unterstützern der Kieler Forschungswerkstatt gehören das Land Schleswig-Holstein, die eine abgeordnete Lehrkraft für die Durchführung von Schülerarbeiten beisteuern, die Stadt Kiel, das Forschungsforum Schleswig-Holstein und die Stadtwerke Kiel AG.

Für uns ist das finanzielle Engagement in die Forschungswerkstatt eine Investition in die Zukunft“, sagt Dr. Jörg Teupen, Vorstand der Stadtwerke Kiel, „Diese Einrichtung ist nicht nur eine Plattform für Forscher, sondern sie bietet auch eine gute Grundlage für die Ausbildung der Fachkräfte von morgen. Daher ist es für die Stadtwerke Kiel selbstverständlich, dieses tolle Projekt in Kooperation mit der Kieler Universität, dem Land Schleswig-Holstein, der Landeshauptstadt Kiel, der IHK und dem Forschungsforum Schleswig-Holstein zu unterstützen.“

Darüber hinaus werden aus den Sonderforschungsprogrammen und Exzellenzclustern der Christian-Albrechts-Universität Materialien für den Unterricht und Versuche für alle Jahrgangsstufen entwickelt und angeboten. Exemplarisch dafür stehen zunächst Experimente im ozean:labor und klick!.labor.

„Im Ozean-Labor der Kieler Forschungswerkstatt führen wir die erfolgreichen Schüleraktivitäten des Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“ wie die Kinder- und Schüleruni weiter fort und bauen sie zu einem langfristigen und nachhaltigen Engagement aus“, sagt Professor Ralph Schneider, Vizesprecher des Exzellenzclusters „Ozean der Zukunft“.

„Das Klick!-Labor der Kieler Forschungswerkstatt bietet Gelegenheit, faszinierende Phänomene experimentell zu untersuchen und mit modernen Verfahren und Podcasts zu verbinden, die vielerlei Einblicke in das echte Forschen von Chemikern, Physikern, Biologen und Materialwissenschaftlern des Sonderforschungsbereichs ’Funktion durch Schalten’ bieten“, ergänzt Projektleiter der Klick!-Labore Dr. Stefan Schwarzer, Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN).

Hintergrundinformationen - Über die Kieler Forschungswerkstatt
Ziel der Kieler Forschungswerkstatt ist es – im Rahmen eines landesweiten Gesamtkonzeptes – bestehende und neue Bildungsangebote zu vernetzen und an einem zentralen Ort mit Laboren und kreativen Lernorten zu bündeln. Die Angebote reichen schon jetzt von den Meereswissenschaften über die Chemie, Physik bis hin zu den Themen Energie und Botanik und lehnen sich eng an die Forschungscluster der Christian-Albrechts-Universität (CAU) wie dem „Ozean der Zukunft“ oder „Entzündung an Grenzflächen“, die Sonderforschungsbereiche und an andere Forschungsprojekte oder Studiengänge der Kieler Hochschulen an. Dabei soll die Breiten- und Spitzenförderung ebenso unterstützt werden wie die Lehreraus- und Weiterbildung und die Kommunikation zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.

Die Kieler Forschungswerkstatt ist derzeit eine Kooperation folgender Partner: Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“ (CAU), Exzellenzcluster „Entzündungsforschung“ (CAU), Sonderforschungsbereich 677 (CAU), Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät (CAU), Technische Fakultät (CAU), Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN), Ministerium für Bildung und Wissenschaft Schleswig-Holstein, Stadt Kiel, Stadtwerke Kiel AG, Forschungsforum Schleswig-Holstein e.V. und IHK.

Träger der Bildungseinrichtung sind der Verein für die Förderung der Mathematisch-Naturwissen­schaft­lichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel e.V. und das Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN).

Kieler Forschungswerkstatt
www.forschungs-werkstatt.de
Botanischer Garten, Am Botanischen Garten 1-9, 24118 Kiel,

Fotos zum Thema stehen zum Download bereit:

Zum Vergrößern anklicken

Bildunterschrift: Die Kieler Forschungswerkstatt ist eröffnet. Die ersten Schülerinnen und Schüler weihten die Laborräume gemeinsam mit Ministerpräsident Torsten Albig ein.
Copyright: CAU, Foto: Claudia Eulitz

Foto zum Herunterladen:
www.uni-kiel.de/download/pm/2012/2012-281-1.jpg

Zum Vergrößern anklicken

Bildunterschrift: Im klick!:labor bekommt der Nachwuchs spannende Einblicke in den Sonderforschungsbereich "Funktion durch Schalten".
Copyright: CAU, Foto: Claudia Eulitz

Foto zum Herunterladen:
www.uni-kiel.de/download/pm/2012/2012-281-2.jpg

Zum Vergrößern anklicken

Bildunterschrift: Wie können Algen zur alternativen Energienutzung beitragen? Im energie:labor gibt es Antwort.
Copyright: CAU, Foto: Claudia Eulitz

Foto zum Herunterladen:
www.uni-kiel.de/download/pm/2012/2012-281-3.jpg

Zum Vergrößern anklicken

Bildunterschrift: Viele Mitwirkende haben dazu beigetragen, dass die Kieler Forschungswerkstatt heute, 5. Oktober, ihre ersten Türen öffnet. Weitere Laborräume werden folgen.
Copyright: CAU, Foto: Claudia Eulitz

Foto zum Herunterladen:
www.uni-kiel.de/download/pm/2012/2012-281-4.jpg

Zum Vergrößern anklicken

Bildunterschrift: (von links): Mitorganisatorin Kartin Knickmeier, Ozean der Zukunft, Professor Frank Kempken, CAU, und Ministerpräsident Torsten Albig.
Copyright: Future Ocean, Foto: Anna Thielisch

Foto zum Herunterladen:
www.uni-kiel.de/download/pm/2012/2012-281-5.jpg

Zum Vergrößern anklicken

Bildunterschrift:Ziel der Kieler Forschungswerkstatt ist es, bestehende und neue Bildungsangebote zu vernetzen und an einem zentralen Ort mit Laboren und kreativen Lernorten zu bündeln. Die Angebote reichen schon jetzt von den Meereswissenschaften über die Chemie, Physik bis hin zu den Themen Energie und Botanik.
Copyright: Future Ocean, Foto: Anna Thielisch

Foto zum Herunterladen:
www.uni-kiel.de/download/pm/2012/2012-281-6.jpg

Kontakt
E-Mail: info@forschungs-werkstatt.de
Dr. Katrin Knickmeier, Exzellenzcluster „Ozean der Zukunft“, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Dr. Stefan Schwarzer, Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN)
Dr. Katrin Schöps, Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften und Mathematik (IPN)



Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski
Postanschrift: D-24098 Kiel, Telefon: (0431) 880-2104, Telefax: (0431) 880-1355
e-mail: presse@uv.uni-kiel.de