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Presseinformation 285/2012 vom 12.10.2012 | zur Druckversion

Zu wenig Wohnraum für Kieler Studierende

Zum Studienstart haben viele noch keine Bleibe in der Stadt gefunden


Zum Start des Wintersemesters steigt die Zahl Studierenden an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) weiter an. Erstmals könnte 2012 die Marke von 25.000 Studierenden geknackt werden. In die Freude über den attraktiven Studienstandort Kiel mischt sich bei den Verantwortlichen von Studentenwerk Schleswig-Holstein, Allgemeinem Studierendenausschuss (AStA) und CAU zunehmend die Sorge, dass viele Neuankömmlinge zum offiziellen Semesterstart am kommenden Montag ohne ein Dach über dem Kopf dastehen könnten. Der Mangel an günstigem Wohnraum betrifft dabei insbesondere das Kieler Westufer.

„Mit schätzungsweise 5.000 neuen Studierenden im Wintersemester bleibt die CAU auf einem hohen Niveau. Dazu kommen die Studierenden der anderen Hochschulen in Kiel. Wir begrüßen daher, dass die Landeshauptstadt über Wohnangebote für Studierende nachdenkt. Ebenfalls positiv sehen wir die Bemühungen des Landes, das Studentenwerk beim Wohnheimbau stärker zu unterstützen. Selbst arbeiten wir ebenfalls an eigenen Campuslösungen. Dies alles braucht aber Zeit. Die Lage auf dem studentischen Wohnungsmarkt bleibt deshalb auf absehbare Zeit unbefriedigend“, sagte CAU-Vizepräsident Professor Frank Kempken am Donnerstag, 11. Oktober, in Kiel. Hochschule, AStA und Studentenwerk appellieren daher an Vermieterinnen und Vermieter, freien Wohnraum unbedingt zu melden.

Deutliches Zeichen für die Wohnungsknappheit ist die Länge der Warteliste auf einen Wohnheimsplatz des Studentenwerks. Von 2100 Antragstellenden konnten knapp 1000 noch nicht vermittelt werden. Wegen der konstant hohen Nachfrage hat das Studentenwerk das Projekt „Hand gegen Koje an Land“ ins Leben gerufen. „Leider ist die Resonanz auf dieses Angebot aus der Bevölkerung gering, so dass wir bislang gerade einmal eine Handvoll Wohnpartnerschaften vermitteln konnten“, bedauert Geschäftsführerin Susann Schrader. Das Studentenwerk ist dennoch optimistisch und hofft, dass Bürgerinnen und Bürger Wohnraum zur Verfügung stellen. Interessierte könnten sich jedoch jederzeit melden. Zu finden ist das Angebot des Studentenwerks im Internet unter www.uni-kiel.de/stwsh.

Vor dem Hintergrund der dauerhaft angespannten Lage auf dem studentischen Wohnungsmarkt erneuert der AStA der CAU seine Forderung, endlich in den Wohnheimbau zu investieren. AStA-Vorstand Yvonne Dabrowski: „Die Pläne für Wohnheimneubauten müssen endlich umgesetzt werden. Unsere Studierendenschaft hat einen Anspruch auf bezahlbaren Wohnraum in der Nähe der Universität.“ Seinen Beitrag leistet bis dahin der AStA mit dem Kleinanzeigenmarkt. Per Telefon unter der Nummer 0431/880-2647 und auf seiner Homepage www.asta.unikiel.de/service/kleinanzeigen können Studierende unkompliziert Wohnungsgesuche aufgeben und Angebote nutzen.

Die Aufgabe, internationale Gäste unterzubringen, stellt derzeit auch das International Center der CAU vor logistische Schwierigkeiten. Ein Tutor ist momentan täglich damit beschäftigt, ausländischen Studierenden Wohnraum zu vermitteln. „Wir sind aber zuversichtlich, zum Semesterstart allen unseren Gästen eine Unterkunft bieten zu können“, sagte Mitarbeiter Jan Bensien.

Auch das Amt für Wohnen und Grundsicherung der Landeshauptstadt Kiel bemüht sich, Studierenden ein Dach über dem Kopf zu vermitteln. Nach Aussage von Amtsleiter Manfred Wagner liegen seit Anfang August 104 Anträge auf einen Wohnberechtigungsschein (WBS) vor. Wegen der hohen Nachfrage nach Wohnraum, insbesondere auf dem Westufer, konnten aber auch durch die Stadt noch nicht alle Antragstellenden vermittelt werden. Informationen zum Wohnberechtigungsschein stellt das Amt für Wohnen und Grundsicherung im Internet unter www.kiel.de/rathaus/service zur Verfügung.


Hinweis für die Medien:

Medienvertreterinnen und Vertreter können sich vor Ort ein Bild über die aktuelle Lage machen. Dazu stehen Ihnen nachfolgende Gesprächspartnerinnen und -partner zur Verfügung:

1. Wohnheime und Projekt „Hand gegen Koje an Land:
Astrid Duerkoop, Studentenwerk S-H, Telefon 0431/8816-310

2. Internationale Studierende:
Andreas Ritter, International Center, Telefon 0431/880-1706

3. Beratungsangebote des AStA:
Diana Kaufmann, Sozialberaterin des AStA, Telefon 0431/880-2647

Ein Foto steht zum Download bereit:

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Bildunterschrift: Die Hochschulen füllen sich, während der Wohnungsmarkt leergefegt wird: Schätzungsweise 5000 neue Studierende erwartet die Kieler Universität im kommenden Wintersemester.
Copyright: CAU, Foto: Jürgen Haacks

Foto zum Herunterladen:
www.uni-kiel.de/download/pm/2012/2012-285-1.jpg

>Pressekontakt:



Niko Schirmer, Referat für Presse und Öffentlichkeitsarbeit Allgemeiner Studierendenausschuss der CAU zu Kiel
Telefon 0431/880-1720, E-Mail: presse@asta.uni-kiel.de

Astrid Duerkoop, Abteilungsleitung Wohnen/Betriebsdienste, Studentenwerk Schleswig-Holstein
Telefon: 0431/8816-310, E-Mail: astrid.duerkoop@studentenwerk-s-h.de

Dr. Boris Pawlowski, Pressesprecher, Stabsstelle Presse, Kommunikation und Marketing, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Telefon 0431/880-3004, E-Mail: presse@uv.uni-kiel.de



Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Presse, Kommunikation und Marketing, Dr. Boris Pawlowski
Postanschrift: D-24098 Kiel, Telefon: (0431) 880-2104, Telefax: (0431) 880-1355
e-mail: presse@uv.uni-kiel.de