Sloganwettbewerb: Kurzdarstellung der Forschungsschwerpunkte
Diese Kurzdarstellung stammt aus dem Sommer 2009, also dem Zeitraum, an dem der Sloganwettbewerb stattfand.Exzellenzcluster »Ozean der Zukunft«
Ob Meereskunde, Geowissenschaften oder Klimaforschung: Der Exzellenzcluster "Ozean der Zukunft" führt weit über 100 Forscher ganz unterschiedlicher fachlicher Herkunft zusammen. Sie kommen vor allem aus der Universität und dem Leibniz-Institut für Meereswissenschaften, das Institut für Weltwirtschaft und die Muthesius-Kunsthochschule sind ebenfalls beteiligt. Nicht nur Geologen, Meterologen und Biologen beschäftigen sich mit dem Klimawandel und dem Leben im Meer. Die Chancen und Risiken, die die Ozeane bergen, geben auch ein Thema ab für Ökonomen, Juristen und Mediziner.
► Website des Exzellenzclusters »Ozean der Zukunft«Exzellenzcluster »Entzündung an Grenzflächen«
Ein zweiter überaus wichtiger Forschungsschwerpunkt wird im Wesentlichen von der Medizin und den Lebenswissenschaften getragen: Unter dem Titel "Entzündungen an Grenzflächen" widmet man sich der Haut und den Schleimhäuten des Menschen (beispielsweise in Darm oder Lunge). An diesem zweiten Exzellenzcluster sind die Universität zu Lübeck, das Forschungszentrum Borstel sowie das Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön beteiligt. Biologen, Mediziner sowie Agrar- und Ernährungswissenschaftler forschen zur Genstruktur von Mensch, Tier und Pflanze, zur Immunabwehr und Vorbeugung, zu Enzymreaktionen und zur Tumorentstehung. Als eine der gemeinsamen Arbeitsplattformen entsteht beispielsweise das Zentrum für Molekulare Biowissenschaften.
► Website des Exzellenzclusters »Entzündungen an Grenzflächen«Entwicklung menschlicher Gesellschaften
Der Schwerpunkt "Kulturelle Räume" erforscht de Verknüpfung historischer kultureller Entwicklungen sowie gegenwärtiger kulturelle Phänomene und Praktiken mit der räumlichen Organisation des menschlichen Lebens. Dabei wird die räumliche Bedingtheit sozialer und kultureller Wirklichkeit ebenso zum Thema wie – und dies ist sogar der wichtigere Aspekt – die soziale und kulturelle Bestimmtheit der uns umgebenden Räumlichkeit überhaupt.
Dieser Rückkopplungseffekt wird in verschiedenen Projekten in seinen unterschiedlichen Wirkungskomponenten teils systematisch, teils anhand ausgewählter Kulturräume untersucht: Die interdisziplinär behandelten Themen reichen von den Fragestellungen der Graduiertenschule ► »Human Development in Landscapes« über den Zusammenhang neolithischer Großbauten mit der Entstehung komplexer Gesellschaften, über Arealität und Sozialität in der Sprache allgemein, die religiöse und politische Signifikanz "Heiliger Orte" im Nahen Osten bis hin zum großen Komplex von Globalisierung und Gerechtigkeit.
Aber auch wissenssoziologische Aspekte bei der Diskursivierung von Wissen in der frühen Neuzeit (z. B. in der Entwicklung der Gottorfer Bibliothek) oder ästhetische Aspekte wie z.B. in Film und Musik als multimedialem Raum kommen als wichtige Faktoren des kulturellen Raums in den Blick. Als außeruniversitärer Partner wird das Zentrum für Baltische und Skandinavische Archäologie am Landesmuseum Schloß Gottorf die Aktivitäten des Schwerpunkts energisch unterstützen.
Oberflächenforschung und Nanolabor
Überaus zukunftsweisend arbeitet das Kieler Nanolabor und die Arbeitsgruppe zur Oberflächenforschung. Die Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen beschäftigen sich hier mit Einheiten, die kleiner sind, als Menschen denken können. Es geht um molekulare Maschinen, intelligente Oberflächen und Miniatur-Sensoren. Da hier direkter Praxisbezug nahe liegt, spielt der Schwerpunkt Nanowissenschaften und Oberflächenforschung auch für die Förderung des Wirtschaftsstandorts Schleswig-Holstein eine Rolle.
Zuständig für die Pflege dieser Seite:
Pressestelle der Universität,
presse@uv.uni-kiel.de