Minimale Resterkrankung (MRD)

 

Zu Beginn der Leukämie-Erkrankung wird ein genetischer Fingerabdruck der Leukämiezelle entwickelt. Im Verlauf der Therapie kann damit getestet werden, ob das Vorhandensein von Leukämiezellen im Patienten durch die Therapie quantitativ beeinflusst wird. Dieses "molekulare Mikroskop" kann eine Leukämiezelle unter 100.000 oder gar 1.000.000 normalen Zellen entdecken und ist damit um ein vielfaches sensibler als alle bisher gängigen Methoden.

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Genetische Variabilität und ihre Bedeutung in pädiatrischer akuter lymphoblastischer Leukämie

 

In diesem Projekt werden phänotypisch relevante genetische Polymorphismen in u.a. medikamentenmetabolisierenden Enzymen, DNA-Reparaturenzymen und Zytokinen und ihren Rezeptoren in Patientenkollektiven mit ALL untersucht, um ihre Bedeutung bezüglich z.B. Ätiologie, Therapieansprechen und -toxizität zu analysieren. Mehr Informationen finden sich unter dem nachgeordneten Abschnitt Pharmakogenetik.

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Prednison-Response

 

Der Prednison-Response in der initialen ALL-Therapie ist im ALL-BFM-Protokoll der derzeit wichtigste Marker für die Einteilung der Risikogruppen bei Kindern mit ALL. Die molekulare Grundlage des Prednison-Response ist bislang unbekannt. Wir denken, dass die Entschlüsselung dieses Mechanismus ein großer Schritt für die Therapie vieler Patienten auch außerhalb der Onkologie wäre.

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Das genetische Programm der Leukämiezelle

 

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt ist die "differentielle Genexpressionsanalyse". Damit wird untersucht, ob und in welchen Mengen die Gene als Informationsträger in den Leukämiezellen abgelesen, d.h. von der kodierenden DNA in die "Boten-RNA" (messenger RNA, mRNA) übersetzt (transkribiert) werden, bevor im Rahmen der Proteinbiosynthese die zugehörigen Eiweiße (Proteine) in entsprechenden Mengen gebildet werden. Die Proteine als Funktionsträger bestimmen letztlich das Erscheinungsbild und das Verhalten der Leukämie-zellen. Mit Hilfe der modernen Microarray-(Chip)-Technologie kann heutzutage die mRNA vieler tausend Gene in einem einzigen Experiment untersucht werden. Diese Untersuchungen anhand des genetischen Codes der Leukämiezellen könnten im Idealfall das individuelle Rückfallrisiko schon zum Zeitpunkt der Diagnose vorhersagen. Falls sich klären lässt, warum Leukämieerkrankungen z.B. teils sehr erfolgreich und teils sehr schwierig zu heilen sind, könnten neue und innovative Therapieansätze entwickelt werden.

[Supplementary data of publications]