Die Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin stellt sich vor
 
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Die Vorgeschichte
    
So, wie an fast allen Medizinischen Fakultäten in Deutschland, wurde die Anästhesiologie auch in Kiel nur zögerlich in die eigenverantwortliche ärztliche und institutionelle Selbstständigkeit entlassen. Stets waren es zunächst jeweils einzelne Mitarbeiter der Chirurgischen Universitätsklinik, die sich mit der gelegentlichen Abordnung zur Durchführung von Narkosen im Rahmen einer chirurgischen Weiterbildung nicht zufrieden gaben und die anästhesiologische Tätigkeit zu ihrer Hauptaufgabe machten. In der Position von Oberärzten unterlagen sie in vieler Hinsicht den Weisungen des Direktors der Chirurgischen Kliniken, deren Aufgeschlossenheit gegenüber dem anästhesiologischen Bereich sich vielfach in engen Grenzen bewegte, zumindest, was die Abtretung von Ressourcen für Raum, Personal und apparative Ausstattung betraf. Auch gab es in Deutschland nach Kriegsende noch keine anästhesiologischen Weiterbildungsstätten im heutigen Sinne.
In Kiel kam hinzu, dass die Universitätskliniken bis zum Ende des 2. Weltkrieges große Zerstörungen erlitten hatten. Bis heute befindet sich der Kernbereich des Klinikums auf einem Gelände, dass 1876 für die Akademischen Heilanstalten erschlossen wurde. Hier entstanden seinerzeit alle Institute und Kliniken der Alten Universität, soweit sie mit der medizinischen Fakultät in Verbindung standen. Der größte Teil dieser Einrichtungen fiel einem Luftangriff am 26. Mai 1944 zum Opfer. Erhalten blieben die Chirurgische Klinik aus dem Jahre 1905 ( heute die Alte Chirurgie), die Frauenklinik aus dem Jahre 1890, die Augenklinik von 1888, das Pathologisch-Anatomische Institut von 1907 und die Medizinische Klinik in einem bis 1925 als Marinelazarett genutzten Altbau.
Unter diesen Voraussetzungen begann 1945 der Wiederaufbau. Man beschränkte sich dabei darauf, die beschädigten Klinikgebäude wieder funktionsfähig zu machen und im Übrigen nur die gröbsten Lücken durch einen Neubau der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenkrankheiten (1958) und der Orthopädischen Klinik (1962) zu schließen. Die Klinik für Zahn- Mund- und Kieferheilkunde und die Neurochirurgie hatte man im Stadtteil Kiel-Wik in einem ehemaligen Marine-Gebäude des Bundes untergebracht, das 3 km vom übrigen Klinikum entfernt lag.
Vor diesem Hintergrund war Johannes Eichler (1920-1998) der erste Repräsentant des anästhesiologischen Fachgebietes in Kiel. Er war nach einer chirurgischen Weiterbildung in Kiel und Bad Segeberg im Jahre 1955 erneut in die Chirurgische Universitätsklinik Kiel eingetreten, um hier in den Grenzen der damaligen Möglichkeiten eine anästhesiologische Weiterbildung zu beginnen. 1960 betraute ihn der damalige Klinikdirektor Robert Wanke (1896-1962) mit der ausschließlichen Wahrnehmung der Anästhesiologie an der Chirurgischen Universitätsklinik Kiel, bis er 1964 zum Leiter einer Zentralen Anästhesieabteilung an der soeben gegründeten Medizinischen Akademie Lübeck bestellt wurde.
Seine Aufgabe in Kiel übernahm 1964 Theodor Schmitz (1921-1970), jedoch abermals nicht in selbstständiger Position, sondern als Oberarzt der Anästhesie an der Chirurgischen Universitätsklinik. Er hatte seine Weiterbildung an der damaligen Anästhesieabteilung der Chirurgischen Klinik der Medizinischen Akademie in Düsseldorf erhalten. Diese Abteilung gehörte unter Martin Zindler zu den maßgeblichen Wegbereitern des anästhesiologischen Fachgebietes in Deutschland. Auf dem Gebiet der Anästhesie zu Operationen am offenen Herzen mit der Herz-Lungen-Maschine, bei der künstlichen Hypothermie und bei Narkosen für Säuglinge und Kleinkinder war dort Pionierarbeit geleistet worden. Entsprechend groß war der Fundus an klinischer Erfahrung, den Th. Schmitz mit nach Kiel brachte. Leider ereilte ihn wenige Jahre später eine tückische Krankheit, der er am 15. Mai 1970 erlag. So blieb ihm die Entwicklung der Anästhesiologie zu einer zentralen Einrichtung des Klinikums mit seiner Berufung auf einen anästhesiologischen Lehrstuhl in Kiel versagt. Das Berufungsverfahren für seine Nachfolge wurde von der Medizinischen Fakultät im Wintersemester 1970/71 eingeleitet. Am 1. August 1971 übernahm J. Wawersik den ersten Lehrstuhl für Anästhesiologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

 
1971 – 2000 Erstes Direktorat
   
Prof. Dr. med. Jürgen Wawersik , geb. 20.08.33 in Beuthen, 1958 Medizinisches Staatsexamen und 1959 Promotion an der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg. 1961 ärztliche Approbation nach Medizinalassistenz an der Rheinischen Landesfrauenklinik Wuppertal-Elberfeld (Direktor: Prof. Dr. Anselmino), an der Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universität Düsseldorf (Direktor: Prof. Dr. Oberdisse) und an der Chirurgischen Universitätsklinik Berlin-Westend (Direktor: Prof. Dr. F. Linder) der Freien Universität Berlin. Weiterbildung zum Facharzt für Anästhesie von 1961-1962 an der Abteilung für Anästhesiologie (Vorstand: Prof. Dr. O. H. Just) der Chirurgischen Universitätsklinik Berlin-Westend und ab 1. März 1962 an der Abteilung für Anästhesiologie (Vorstand: Prof. Dr. O. H. Just) der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg. 1966 venia legendi für das Fach Anästhesiologie der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg. 1971 Ernennung zum ordentlichen Professor für Anästhesiologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und Bestellung zum Direktor der Zentralen Abteilung für Anästhesiologie des Klinikums der Universität Kiel am 01. August 1971.
 
 






 

Die Anfänge
     
Das Klinikum der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) umfasste im Jahre 1971 insgesamt 1571 Betten, von denen 808 Betten auf die operativen Kliniken Chirurgie (220), Frauenklinik (193), Hals-Nasen-Ohrenklinik (82), Augenklinik (100), Neurochirurgie (74), Orthopädie (99) und Kieferchirurgie (40) entfielen. Anästhesiologisch planmäßig versorgt wurde bis dahin nur die Chirurgie. Die dort insgesamt vorhandenen 5 operativen Arbeitsplätze teilten sich die Chirurgen mit der Herzchirurgie, der Unfallchirurgie und der Urologie. Jedoch bestanden für diese Bereiche noch keine selbstständigen Abteilungen. In den übrigen operativen Fachgebieten des Klinikums waren bis dahin die Frauenklinik und die Hals-Nasen-Ohrenklinik von einer zentralen anästhesiologischen Versorgung generell ausgenommen. Lediglich in die Augenklinik, die Orthopädie, die Neurochirurgie und die Kieferchirurgie wurden im Rahmen der gegebenen personellen Möglichkeiten für jeweils einen operativen Arbeitsplatz anästhesiologische Mitarbeiter der Chirurgie abgeordnet.
Für diese Aufgaben standen am 1. August 1971 acht ärztliche Mitarbeiter zur Verfügung, die aber überwiegend erst am Anfang einer Fachweiterbildung standen. Fundierte klinische Erfahrung besaß nur Klaus Fischer. Ihm hatte man kommissarisch die fachliche und organisatorische Verantwortung für die Anästhesie übertragen. Noch heute gebührt ihm Anerkennung dafür, die Lücke, die durch den unerwarteten Tod von Theodor Schmitz entstanden war, mit großer fachlicher Kompetenz und persönlicher Souveränität überbrückt zu haben.
Dennoch waren Beschränkungen der Operationsfrequenz im Klinikum unvermeidlich. Von dem neuen Fachvertreter erwartete man naturgemäß alsbaldige Freizügigkeit der operativen Aktivitäten. Es kam hinzu, dass wenige Monate zuvor die Fachvertreter der Gynäkologie und Geburtshilfe sowie der Neurochirurgie neu berufen worden waren. Deren Erwartungen ließen sich naturgemäß kurzfristig nicht erfüllen, weil kaum Aussicht bestand, die personellen Lücken in der Anästhesiologie innerhalb weniger Monate zu schließen. Dies lag keineswegs an begrenzten Haushaltsmitteln. Die Berufungsverhandlungen stießen auf denkbar größtes Entgegenkommen. Vielmehr bereitete es Schwierigkeiten, für ein Kontingent von vorerst 20 zusätzlichen Arztstellen kurzfristig qualifizierte Bewerber zu finden. Die Bewerbungslage für das Fachgebiet war damals dürftig. Es herrschte allgemeiner Nachwuchsmangel, nicht zuletzt deshalb, weil die Anästhesiologie nicht das einzige Fachgebiet war, das sich stürmisch entwickelte. In vielen großen klinischen Fächern entstanden Spezialabteilungen, die gleichfalls erheblichen ärztlichen Personalbedarf hatten, mit dem die Zahl der Universitätsabsolventen zunächst nicht Schritt hielt. Erst zu Beginn der 80iger Jahre kehrte sich diese Sachlage in das Gegenteil um.
Eine Steigerung der Operationsfrequenz war deshalb nur in dem Maße möglich, wie sich die Personalsituation konsolidierte. Diesen Zwängen kam die Tatsache entgegen, dass der Fachvertreter der Hals-Nasen-Ohrenklinik Ablehnung bekundete, sich einem zentralen anästhesiologischen Dienst anzuschließen. Er beharrte auf der Alleinverantwortlichkeit in seinem Kompetenzbereich. Es erschien entbehrlich, darüber in Verhandlungen einzutreten, zumal Gewissheit darüber bestand, dass auch dieser Bereich der Anästhesie in Verbindung mit einer absehbaren Neuberufung in der Hals-Nasen-Ohrenklinik zwanglos zufallen würde. Vorerst entlastete dieser Umstand den Personalsektor, ebenso, wie die Vakanz des Lehrstuhls für Orthopädie bis Ende 1972. Das Ordinariat für Hals- Nasen- Ohrenheilkunde wurde dann 1976 neu besetzt.
Für die chirurgischen Fachgebiete Allgemeine Chirurgie und Thoraxchirurgie, Herz- u. Gefäßchirurgie, Unfallchirurgie und Urologie war bereits im Jahre 1971 die Planung eines Neubaus abgeschlossen. Seine Fertigstellung sollte sich freilich bis zum Jahre 1986 hinziehen. Bis dahin blieb es bei den beengten Verhältnissen im Altbau aus dem Jahre 1905. Gleichfalls in der Planung befand sich 1971 ein Neubau für die Fachgebiete der Zahn- Mund- und Kieferheilkunde, der jedoch erst im Jahre 1977 bezugsfertig wurde. Auch in der Augenklinik stand eine Erweiterung der Operationsabteilung erst noch bevor. So waren alle operativen Fachgebiete im Jahre 1971 in ihren operativen Möglichkeiten mehr oder weniger begrenzt. Diese Umstände erleichterten den kontinuierlichen Aufbau der Anästhesiologie in den ersten Jahren, ohne den operativen Fachgebieten besondere Einschränkungen zuzumuten.
 
 
Die Institutionelle Entwicklung
    
Mit der Berufung auf den Lehrstuhl für Anästhesiologie war 1971 die Bestellung des Fachvertreters zum Direktor der Zentralen Abteilung für Anästhesie des Klinikums verbunden. Im Rahmen einer Novellierung des Hochschulgesetzes 1973 wurden die bis dahin geltenden Bezeichnungen der Kliniken aufgehoben. Die medizinischen und klinisch-theoretischen Einrichtungen des Klinikums hatten sich von nun an in Zentren zu gliedern, die ihrerseits nur noch aus Abteilungen bestanden. Es gab also keine Klinik mehr für Chirurgie, Innere Medizin, Frauenheilkunde usw., sondern nur noch eine Abteilung für Chirurgie, Innere Medizin usw.. Verbunden damit war die Bestellung der vormaligen Klinikdirektoren zu Abteilungsleitern. Dem folgend erhielt die Anästhesiologie die Bezeichnung Abteilung Anästhesiologie im Zentrum für Interdisziplinäre Fächer des Klinikums.
Eine abermalige Novellierung des Hochschulgesetztes im Jahre 1990 machte diese Veränderung dann zum Teil wieder rückgängig. Unter Erhalt der Zentren sah das Gesetz nunmehr wieder eine Gliederung in Kliniken und Institute vor und die Abteilungsleiter wurden erneut zu Direktoren bestellt. In diesem Zusammenhang erfolgte die Umbenennung der Abteilung Anästhesiologie in die Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin im Zentrum für interdisziplinäre Fächer des Universitätsklinikums Kiel.
 
Im Folgenden sei die Entwicklung der anfänglichen Zentralen Abteilung für Anästhesie und späteren Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin des Universitätsklinikums Kiel im Hinblick auf die strukturellen Gegebenheiten, das medizinisch-klinische Tätigkeitsspektrum sowie die Aktivitäten in Forschung und Lehre aufgezeigt.
 
 
Die Entwicklung der Raumstruktur
   
Wie bereits dargelegt, waren die baulichen Voraussetzungen in nahezu allen Operationsabteilungen und speziell innerhalb der Chirurgischen Klinik, die für lange Jahre das Zentrum der klinischen Organisation und der Schwerpunkt der anästhesiologischen Tätigkeit sein sollte, denkbar mangelhaft. Gesonderter Raum für die neu gegründete anästhesiologische Abteilung stand überhaupt nicht zur Verfügung. Es gab nur zwei Räume von jeweils 12 m2 , in denen das medizinische Gerät aufgerüstet und gewartet werden musste, die aber zugleich auch für die Einleitung von Anästhesien genutzt wurden, soweit dies nicht im jeweiligen Operationssaal geschah.
Die Bedingungen in den meisten anderen Kliniken waren nicht viel besser. Am größten war das Defizit in der Neurochirurgie. Der einzige Operationssaal war nur durch eine normale Zimmertür vom öffentlichen Stationskorridor und dem Treppenhaus getrennt. Diese baulichen Unzulänglichkeiten noch im Jahre 1971 sind nur verständlich im Rückblick auf die großen Zerstörungen, die das Klinikum im zweiten Weltkrieg erlitten hatte.
Eine weitere anästhesiologische Intensivstation mit 6 Betten kam dann 1994 in einem neu errichteten Funktionsbau der Hals-Nasen-Ohrenklinik hinzu. Schließlich wurde 1997 in der Kinderklinik ein völlig neuer Operationssaal für Herzoperationen errichtet. Der Bedarf war unstrittig. Die Hals-Nasen-Ohrenheilkunde hatte sich in den zurückliegenden 25 Jahren von einem so genannten „kleinen Fach“ zu einem operativen Schwerpunkt entwickelt. Zahl, Größe und Dauer der Operationen, insbesondere in der Gesichts- und Halsregion sowie die Zusammensetzung des Krankengutes in Bezug auf Alter und sonstige Risikofaktoren hatten die Größenordnung der Allgemeinchirurgie zumindest erreicht, wenn nicht sogar übertroffen. Anlass für den Operationssaal in der Kinderklinik war die räumliche Trennung zwischen Kinderkardiologie und Herzchirurgie. Die Kinder mussten jeweils vor und nach den Operationen mit dem Krankenwagen von einer Klinik zur anderen transportiert werden. Dies war insbesondere bei Frühgeburten zum Beispiel mit einem Ductus Botalli oder mit anderen komplexeren Herzvitien nicht länger vertretbar.
 
Damit waren die letzten, größeren baulichen Veränderungen im Zeitraum zwischen 1971 und 2000 abgeschlossen. Sie hatten jedoch für den anästhesiologischen Bereich noch einmal besondere Bedeutung, weil sich damit die Zahl der Operativen Arbeitsplätze in der Hals-Nasen-Ohrenklinik von bislang drei auf nunmehr fünf Operationssäle und in der Herzchirurgie um einen weiteren und zugleich besonders anspruchsvollen Operationssaal vermehrte.
Unabhängig von der baulichen Entwicklung in den operativen Fachgebieten und den damit zusammenhängenden Funktionsbereichen hatte die damalige Zentrale Abteilung für Anästhesie natürlich Raumbedarf für die eigenen fachinternen Belange. Dafür gab es 1971 kurzfristig keine Lösung. Sie wurde für einen späteren Zeitpunkt in Aussicht gestellt. Diese Zusage erfüllte sich dann 1973, als die Radiologie einen Neubau beziehen konnte. Damit endeten die beengten Verhältnisse der Anfangszeit. Die bis dahin von der Radiologie genutzten Räume wurden der Anästhesie zugewiesen. Es handelte sich um einen zusammenhängenden nutzbaren Raum von rund 400 m2. Hinzu kamen 1986 nach Bezug des Neubaus Chirurgie noch einmal rund 60 m2. Dies war nicht zuletzt in Anbetracht der großen Raumenge, mit der sich manche der operativen Nachbardisziplinen weiterhin abfinden mussten, eine denkbar großzügige Ausstattung. Insbesondere war es möglich, nunmehr neben angemessenen Personalräumen einige klinische und experimentelle Laboratorien für die Forschung, sowie einen Seminarraum und eine eigene Bibliothek einzurichten. Leider mussten die Laboratorien später nach und nach geopfert werden, um Raum für die Schmerzambulanz zu schaffen, die 1985 eröffnet wurde und anderenorts nicht unterzubringen war.
 
 
Die Entwicklung der personellen Ausstattung
   
Wie bereits eingangs aufgezeigt, standen für den anästhesiologischen Dienst und die Betreuung der operativen Intensivstation anfänglich 8 Ärzte zur Verfügung. Hinzu kamen 6 Pflegekräfte. Zunächst konnten 6 Arztstellen neu besetzt werden und bis zum Sommer 1973 hatte sich deren Zahl schrittweise auf 22 ärztliche Mitarbeiter erhöht. Damit ließen sich die bis dahin bestehenden Anforderungen der operativen Fachgebiete annähernd abdecken, allerdings zunächst noch ohne Hals-Nasen-Ohrenklinik und mit Einschränkungen in der Frauenklinik. Die Zahl von 9.849 Anästhesien im Jahre 1972 hatte sich bis zum Jahr 1973 auf 13.466 Anästhesien erhöht. Im Zeitraum von 1973 bis 1979 konsolidierte sich der Personalsektor weiter. Inzwischen standen 31 ärztliche Mitarbeiter zur Verfügung. Mit Anstrengung ließ sich damit neben dem Operationsdienst die Intensivstation in der Chirurgie (12 Betten) versorgen. Auch war nach Neuberufung im Jahre 1976 die Hals-Nasen-Ohrenklinik in vollem Umfang in die zentrale anästhesiologische Versorgung eingeschlossen. Die Zahl von 15.440 Anästhesien im Jahre 1976 war endlich eine Größenordnung, die man von einem Universitätsklinikum erwarten musste, um den Mitarbeitern in der anästhesiologischen Weiterbildung einen soliden klinischen Erfahrungsfundus zu vermitteln. In der nachfolgenden Zeit stabilisierte sich diese Zahl dann auf etwa 19.500 Anästhesien pro Jahr. In den nachfolgenden Jahren zwangen dann neben einer weiteren Zunahme klinischer Aufgaben vermehrt auch äußere Umstände des Tarif- und Arbeitsrechtes, das ärztliche Personal zuletzt geradezu sprunghaft zu vermehren, unter anderem infolge der mehrfachen Verkürzung der tariflichen Arbeitszeit auf zuletzt 38,5 Wochenstunden und wegen des Gesetzes zur Vereinheitlichung und Flexibilisierung des Arbeitszeitrechts (ArbZRG) von 1996. Auf den Intensivstationen erhöhte die Umstellung der ärztlichen Versorgung auf einen Schichtdienst im Jahre 1993 den Personalbedarf.
Parallel dazu hatte die Inanspruchnahme der Schmerztherapie seit 1985 in einem unerwarteten Maße zugenommen. Diese Umstände und die unverändert bestehende außergewöhnlich große Dezentralisation des operativen Geschehens im Klinikum erzwangen eine abermalige Vermehrung des ärztlichen Personals. Im Zeitraum von 1985 bis 1994 kamen weitere 30 Arztstellen und im Zeitraum von 1995 bis 1998 noch einmal 15 Arztstellen hinzu. So konnte der Nachfolger am 1. August 2000 auf einem Fundus von 80 ärztlichen Mitarbeitern aufbauen.
Natürlich vollzog sich flankierend dazu im Verlauf von 29 Jahren seit Institutionalisierung der Anästhesiologie am Universitätsklinikum Kiel auch ein entsprechender Ausbau des nicht ärztlichen Personals. Ohne die diesbezügliche Entwicklung, die im Jahre 1971 mit 6 Stellen im anästhesiologischen Funktionsdienst begann, im Einzelnen aufzuzählen, umfasste das Personalbudget der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin am 31. Juli 2000 insgesamt 82 Stellen für Krankenpflegekräfte in der Anästhesie sowie der Intensiv- und Schmerztherapie, 1 Medizintechniker für Wartung und Reparatur des Medizinischen Gerätes und eine Medizinisch-Technische Assistentin für den wissenschaftlichen Labordienst. Hinzu kamen eine angemessene Ausstattung der Sekretariatsdienste und des Hauspersonals im Einsatz für die Abrüstung, Reinigung und Desinfektion sowie die Aufrüstung des apparativ-technischen Instrumentariums.
Eine solche Aufzählung mag aus heutiger Sicht trivial erscheinen. Im Rückblick auf die Anfänge zeigt sich daran aber am ehesten, welcher Wandel sich in den letzten 30 Jahren bei Akzeptanz und Ansehen des Fachgebietes im Kanon der klinischen Fachgebiete vollzogen hat.
 
 
Die medizinische Entwicklung
    
Im Vergleich zum heutigen Standard war das apparativ-technische und medikamentöse Instrumentarium des Fachgebietes 1971 noch relativ schmal. Bis Ende der 50er Jahre dominierten die Äthernarkose sowie die Barbiturate Thiopental und Methohexital. Das änderte sich erst, als zwischen 1958 und 1960 Halothan in die Klinik eingeführt wurde. Etwa zur gleichen Zeit kam es zu einer fundamentalen Veränderung der intravenösen Anästhesie durch die Einführung von Fentanyl und Dehydrobenzperidol (Droperidol). Eigene Erfahrungen mit diesen Substanzen begannen 1960. Jedoch konnte man sich im damaligen Tätigkeitsbereich nicht von den Vorteilen einer Monoanästhesie in Form der so genannten Neuroleptanalgesie überzeugen, wie sie namhafte Fachvertreter alsbald propagierten. Vielmehr wurden die neuen Substanzen in weitaus geringerer Dosierung, als dies zur Neurolaptanalgesie notwendig war, zusammen mit Stickoxydul sowie Halothan, dieses gleichfalls in niedriger Dosierung, kombiniert. Mit einer flankierenden Muskelrelaxation war diese Form der Kombinationsnarkose dann ab 1971 zunächst auch in Kiel die bevorzugte Technik. In den näheren und ferneren Nachbarkliniken diskreditierte man das Verfahren damals als „Kieler Haloleptanalgesie“. Die Rehabilitation folgte einige Jahre später. Als immer häufiger schwere und zuweilen deletäre Nebenwirkungen des hochdosierten Fentanyls bekannt wurden, fand die beschriebene Form der Kombinationsnarkose im Fachgebiet allmählich wieder Anerkennung und erhielt schließlich das Attribut der „balanced anaesthesia“ .
Selbstverständlich wurden die vielfachen Innovationen der nachfolgenden Jahrzehnte auf dem medikamentösen und dem apparativ-technischen Sektor der Anästhesiologie, der operativen Intensivtherapie und der Notfalltherapie jeweils unverzüglich validiert. Apparativ stand der Wandel von rein mechanisch gesteuerten Narkose- und Beatmungsgeräten zu Geräten mit Steuerungen durch Mikroprozessoren im Vordergrund. Hinzu kamen neue Sensoren und die Vervollkommnung bereits vorhandener Messverfahren, beginnend bei der automatischen, nicht invasiven Blutdruckmessung bis zur kontinuierlichen Überwachung komplexer hämodynamischer Größen mittels Swan-Ganz-Katheter und ab 1995 mit der transoesophagealen Echokardiographie (TEE). Wegen ihrer besonderen Bedeutung für die heutigen Erfolge der Intensivtherapie sei auch die kontinuierliche Hämofiltration genannt, die in Kiel alsbald nach der Publikation von Kramer mit großen technischen Schwierigkeiten zunächst im arterio-venösen System eingesetzt wurde, bis sie die heutige Vervollkommnung zur kontinuierlichen veno-venösen Hämofiltration (CVVH) erlangte.
In gleicher Weise wurden die vielfachen medikamentösen Neuerungen für die Allgemein- und Regionalanästhesie jeweils unverzüglich aufgegriffen. Mindestens ebenso wichtig waren neue Medikamente auf anderem Gebiet. Als 1972 Dopamin und wenig später Nitroglycerin zur intravenösen Applikation zur Verfügung standen, begann fast ein neues Zeitalter in der Behandlung des kardiogenen und des septischen Schocks und in der Einschätzung des Narkoserisikos bei koronarer Herzkrankheit.
Es fehlt an dieser Stelle der Raum, um weitere Einzelheiten zu erörtern. Unumgänglich ist allerdings ein Rückblick auf die Regionalanästhesie. Dieser Bereich hatte in den meisten Anästhesieabteilungen, soweit sie in dem Jahrzehnt nach Anerkennung der Anästhesiologie als Fachgebiet im Jahre 1953 entstanden waren, keinen Stellenwert. Es gab nur wenige Institutionen, an denen die Regionalanästhesie überhaupt und insbesondere die rückmarknahen Verfahren geübt wurden. Dies waren die Anästhesieabteilungen in Düsseldorf (Martin Zindler), Linz (Hans Bergmann) und Minden (Hans Nolte). Bis 1978 gab es nicht einmal ein Publikationsorgan für die Regionalanästhesie in Deutscher Sprache. Diesem Umstand war es zuzuschreiben, dass der neu berufene Fachvertreter für die Anästhesiologie in Kiel im Jahre 1971 keine qualifizierte Erfahrung auf dem Sektor der Regionalanästhesie besaß. Deshalb gehörte es zu den ersten Bestrebungen, diese Lücke zu schließen und so wurde die Spinalanästhesie, die ja am 16. August 1898 mit August Bier in Kiel ihre Geburtsstunde hatte, am 02. Juli 1973 erneut eingeführt.
Dies war zugleich auch der Beginn eines neuen Arbeitsbereiches und eines fruchtbaren klinischen Forschungsgebietes, die sich im Verlauf des folgenden Jahrzehntes über den eigentlichen anästhesiologischen Bereich ausdehnen sollten. Bei der Weiterentwicklung der Regionalanästhesie hat sich H. Wulf große Verdienste erworben und die Entwicklung der Schmerztherapie in Kiel ist in besonderer Weise mit dem Namen von Ch. Maier verbunden. Er leistete zusammen mit wenigen engagierten Mitarbeitern der Klinik die Vorarbeit, die 1985 zur Institutionalisierung einer anästhesiologischen Schmerzambulanz führte. Dem folgte am 31. Januar 1990 die Einrichtung einer anästhesiologischen Schmerzstation, die, soweit ersichtlich, die erste an einer deutschen Universität war, wenn man von dem bereits seit langem bestehenden Schmerzzentrum in Mainz absieht.
 
  
Forschung
    
Die Anästhesiologie verfügte anfänglich über keinen Funktionsraum für experimentelle Arbeiten. Es war ein besonderes Entgegenkommen des Direktors des Pharmakologischen Institutes, Prof. Dr. H. Lüllmann, der den Mitarbeitern der Abteilung für Anästhesiologie ab 1972 ein experimentelles Laboratorium zusammen mit einer anspruchsvollen apparativ-technischen Ausstattung zur Verfügung stellte. Erste systematische experimentelle Untersuchungen durch K. Fischer und in der nachfolgenden Zeit durch H.W. Marquort waren hämodynamischen Fragestellungen im Zusammenhang mit volatilen oder intervenösen Narkotika und ihren Wechselwirkungen mit Beta-Blockern gewidmet. Aus späterer Zeit seien weitere ausgewählte, zum Teil auch durch Drittmittel geförderte Forschungsprojekte genannt:
Prophylaxe und Therapie der Schock- und Transfusionslunge (H. Harke), klinische Pharmakologie der Muskelrelaxantien (F. T. Schuh), Untersuchungen zur Kinetik von Digitoxin bei Intensivpatienten (C. Maier), Toleranzentwicklung gegen Opiate bei Tumorschmerzen sowie Prophylaxe und Behandlung von Phantomschmerzen ( C. Maier u.a.), Kinetik der Zytokine im Verlauf des Sepsis-Syndroms (F. Stüber), immunologische Effekte von Morphin (C. Maier und F. Stüber), Hämodynamik und Nierenfunktion während kardiochirurgischer Operationen unter dem Einfluss von Nifedipin, Urapidil, Ketanserin oder Phosphodiesterasehemmern (A. Petry), transmembranöse Ionenströme des Myokards unter dem Einfluss von Lokalanästhetika sowie Pharmakokinetik und Pharmakodynamik neuerer Lokalanästhetika (H. Wulf), Pathomechanismus sympathisch unterhaltener Schmerzen (C. Maier), Entwicklung eines Schmerzklassifikationssystems und eines Qualitätssicherungsprogramms der Schmerztherapie (C. Maier u.a.), zerebraler Metabolismus und zerebrale Durchblutung bei Narkosen im vorgerückten Lebensalter (U. Linstedt).
 
 
Studentische Lehre
     
Neben zahlreichen Lehrveranstaltungen und Praktika der habilitierten Mitarbeiter zur Anästhesiologie, Intensivtherapie, Schmerztherapie und Notfallmedizin ist die Klinik in der studentischen Lehre zu folgenden Lehrveranstaltungen innerhalb der Approbationsordnung verpflichtet:
- Praktische Übungen für akute Notfälle und erste ärztliche Hilfe (4 std.)
- Praktikum der Notfallmedizin (4 std.)
 
 
Weiterbildung
    
Seit 1974 wird eine jeweils 2-jährige Krankenpflege-Fachweiterbildung für Anästhesie und Intensivpflege, nach den Richtlinien der DGAI durchgeführt. Seit 1977 ist die Klinik dafür anerkannte Weiterbildungsstätte der DKG. Im Jahre 2000 folgte die staatliche Anerkennung gemäß Gesetz über die Weiterbildung in Gesundheitsberufen.
Seit 1997 wird jährlich ein Kurs zum Erwerb der Zusatzbezeichnung Spezielle Schmerztherapie
(80 std.) veranstaltet.
Seit 1999 ist die Klinik ein anerkanntes Ausbildungszentrum zum Erwerb der Zusatzqualifikation Transoesophageale Echokardiographie (TEE) für Anästhesiologie.
 
 
Seit August 2000 Zweites Direktorat
   
Prof. Dr. med. Jens Scholz , geboren 7.9.1959 in Osnabrück, 1985 Medizinisches Staatsexamen und Promotion an der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg. 1985-1986 Facharztweiterbildung an der Klinik für Anästhesiologie der Universität Hamburg. 1986-1988 Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft am Pharmakologischen Institut. 1988-1992 Fortsetzung der Facharztweiterbildung, 1992 Anerkennung als Arzt für Anästhesiologie und Ernennung zum Oberarzt an der Klinik für Anästhesiologie der Universität Hamburg. 1992 Habilitation und venia legendi für Anästhesiologie. 1996 Ernennung zum C3-Professor für Anästhesiologie an der Universität Hamburg. 1997-2000 Leitender Notarzt der Freien und Hansestadt Hamburg. Diverse Preisverleihungen, u.a. 1988 Dr. Martini-Preis, 1992 Fresenius-Preis der DGAI, 1997 Video Award der DIVI, 1997 Joris de Castro Memorial Lecture der Belgian Society of Anesthesia and Reanimation, 2000 Rudolf-Frey-Preis. Seit dem 1. August 2000 Direktor und Professor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
 
 


 
 
 
 
 

Erste Tätigkeiten
 
Die Fakultät erwartete von dem neu Berufenen insbesondere Aktivitäten hinsichtlich apparativer Ausstattung, klinischer Versorgung sowie dem Aufbau der Forschung. So waren bei der Amtsübergabe die in der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin benutzten Anästhesie- und Beatmungsgeräte sowie Monitore und Pumpen in der Regel veraltet (über 75 % älter als 15 Jahre) und zum größten Teil außerhalb der Ersatzteilbeschaffung. Es wurde konzediert, dass die räumliche und personelle Ausstattung für Forschung und Lehre absolut unzureichend ist, so dass auch hier ein hoher Investitionsbedarf vorlag. Um den Anforderungen in Krankenversorgung, Forschung und Lehre gerecht zu werden, wurde die Personalstruktur der Klinik dahingehend geändert, dass neben der C4-Professur 3 weitere C3-Professuren (1.9.2002 Anästhesiologie: Prof. Dr. Peter H. Tonner, 1.10.2002 Intensivmedizin: Prof. Dr. Norbert Weiler, Schmerztherapie: im Besetzungsverfahren) eingerichtet wurden. Um eine kontinuierliche Nachwuchsförderung klinisch wie wissenschaftlich auf universitärem Niveau zu etablieren, wurden im Dezember 2000 Ärzte/innen im Praktikum (AiP) eingestellt. Des weiteren wurde nach nur einem Monat das Arbeitszeitgesetz (ArbzG) mit einer neuen Dienstzeitenstruktur gemäß den gesetzlichen Vorgaben umgesetzt. Durch diese Maßnahmen ist es gelungen, die seit mehreren Jahren konstante Anzahl an Narkosen im Jahre 2001 auf fast 22.000 Narkosen und damit um über 10% zu steigern. Die apparative Narkoseausstattung wurde in der Hals-Nasen-Ohrenklinik, der Gynäkologie, in der Kinderherzchirurgie kurzfristig verbessert und HBFG-Anträge wurden für die Bereiche der Chirurgie (Allgemein Chirurgie, Thoraxchirurgie, Herzchirurgie, Kinderchirurgie, Urologie, Traumatologie) sowie der Neurochirurgie und Neuroradiologie gestellt. Auf den drei anästhesiologisch betreuten operativen Intensivstationen wurde ein neues vernetztes Monitoring installiert und wegen einer über 90%-igen Belegung wird die 6-Betten-Intensivstation um 4 weitere Betten bis Ende 2002 erweitert. Um die Patientensicherheit weiter zu optimieren sowie den zunehmenden Patientenzahlen von nicht intensivpflichtigen Risikopatienten gerecht zu werden, wurden neue Aufwachraumkapazitäten in der HNO-Klinik geschaffen und für den Zentral-OP eine Überplanung eingeleitet.
 
Darüber hinaus wurde erheblich in ein klinikinternes Intranet investiert, um auch moderne EDV-Anforderungen erfüllen zu können. Ein elektronisches Erfassungssystem aller Narkosedaten mit Plausibilitätskontrollen an 10 Arbeitsplätzen wurden installiert, um der dezentralen Struktur des Universitätsklinikums gerecht werden zu können. Sämtliche Narkoseprotokolle können auf allen vorhandenen PC-Arbeitsplätzen korrigiert werden. Für den Betrieb und die Wartung der EDV wurde ein Informatiker eingestellt, da ansonsten eine fachgerechte Betreuung der Dokumentationssysteme nicht mehr gewährleistet gewesen wäre. Des weiteren wurde neben der Archivierung der Narkoseprotokolle räumlich auch in ein moderneres Archivierungskonzept für die Intensiv- und Schmerzakten investiert.
 
Im Jahre 2001 wurden etwa 22.000 Anästhesien am Universitätsklinikum durchgeführt. Die klinische Anästhesie wurde in zahlreichen Punkten modifiziert. So findet mittlerweile bei allen Risikopatienten eine perioperative Stressprophylaxe statt. Alle operativen Risikopatienten werden mit einem Betablocker und alle kardiochirurgischen Patienten mit dem Alpha2-Adrenozeptor-agonisten Clonidin perioperativ behandelt. Angesichts der knappen Aufwachraumressourcen im Universitätsklinikum Kiel wurden insbesondere neue kurzwirksame Anästhestika vermehrt in die klinische Praxis eingeführt. Wesentliche Neuerungen sind die Inhalationsanästhestika Sevofluran und Desfluran, das Opioid Remifentanil und die Muskelrelaxantien Mivacurium und Rocuronium. Die Narkoseformen beinhalten mittlerweile auch einen höheren Anteil an totalen intravenösen Narkosen, die mit modernen Pumpen, den so genannten TCI-Pumpen (Target controlled infusion) durchgeführt werden. Darüber hinaus wurden zwei Narkosegeräte Physioflex beschafft, um Xenon-Narkosen durchführen zu können. Neben der Modifikation der klinischen Anästhesie haben auch erhebliche Investitionen in das zusätzliche Monitoring stattgefunden. So wurden zwei Geräte der neuesten Generation von Philipps (SONOS 5500) für die transösophageale Echokardiographie beschafft incl. multiplaner pädiatrischer Sonden und neuerer Messverfahren wie der 3D-Echokardiographie. Es wurden semi-invasive Verfahren wie PiCCO (Pulse contour cardiac output) und nicht-invasive Verfahren wie NiCO (Non invasive cardiac output) und Impedanzmessung eingeführt. Auch die Heart rate variability (HRV) Diagnostik zur Detektion von Ischämien bzw. zur Bestimmung von Narkosetiefe und als Outcome-Prädiktor haben eine breite Anwendung gefunden. Im Rahmen des Neuromonitorings wurden zusätzliche Geräte für die transkranielle Dopplersonographie (TCD), NIRS (Near infrared spectroscopy), BIS (Bispectral index) und zur Bestimmung der regionalen Perfusion mittels Indocyaningrün (ICG) beschafft. Diese zusätzlichen Monitoringverfahren werden in zahlreichen klinischen Studien zusammen mit den operativen Kolleginnen und Kollegen des Universitätsklinikums Kiel evaluiert und validiert. Die Klinik ist Mitglied in der Arbeitsgruppe der European Academy of Anaesthesiology zum Stellenwert von Lachgas in Europa.
 
 
Forschung
    
Um im Rahmen der Forschung die interne und externe Wettbewerbsfähigkeit der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin herzustellen, werden bis Dezember 2002 neben der Besetzung der oben genannten drei C3-Professuren vier Laborräume mit über 120 qm eingerichtet. Dies beinhaltet ein S1-Labor, ein zellbiologisches Labor, ein biochemisches Labor sowie ein Radioaktivlabor. Auch personell wurde das Labor adäquat ausgestattet. So wurde ein Naturwissenschaftler (Biologe ganztags) eingestellt und die MTA-Kapazität erweitert. Klinische und experimentelle Schwerpunkte werden bearbeitet, u.a. für Alpha2-Adrenozeptoragonisten sowie molekulare Wirkmechanismen. Hierzu stehen diverse Methoden zur Verfügung, wie zum Beispiel die Elektrophysiologie, Knockout-Mäuse, Rezeptorklonierung und Autoradiographie. Im Rahmen eines Schweinemodells wird darüber hinaus moderne Reanimationsforschung durchgeführt und in der klinischen Forschung werden neben den Monitoringverfahren Untersuchungen im Rahmen von Fragestellungen zu Xenon, PONV, COX 2-Inhibitoren, ARDS und Sepsis vorgenommen. Zu den Forschungsgruppen gehören zur Zeit: Prof. Dr. Tonner, Prof. Dr. Weiler, PD Dr. Steinfath, PD Dr. Dörges, Dr. Bauer, Dr. Bein, Dr. Böllert, Dr. Buttgereit, Dr. Caliebe, Dr. Cavus, Dr. Fudickar, Dr. Hanne, Dr. Hanß, Dr. Höcker, Dr. Kampen, Dr. Ledowski, Dr. Meyer-Jark, Dr. Ohlendorf, Dr. Ohnesorge und Dr. Paris. Mit Dr. Rüsch (Harvard, Boston) und Dr. Stapelfedt (UCSF, San Fransisco) wurden erstmals Mitarbeiter für einen akademischen Auslandsaufenthalt freigestellt und drittmittelgefördert.
 
 
Raumstruktur
    
Die Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin bedarf dringlich einer räumlichen Neustrukturierung. Im Zuge eines Rahmenplanes ist daher eine umfangreiche Sanierung der Bausubstanz der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin vorgesehen. In naher Zukunft soll auch die noch in der Gynäkologie in einigen Zimmern untergebrachte Schmerzklinik in das Gesamtgebäude integriert werden und hier eine Schmerz- und Palliativstation gemeinsam mit der Klinik für Strahlentherapie am Universitätsklinikum Kiel etabliert werden. Die Ermächtigung für die ambulante Schmerztherapie innerhalb der Schmerzambulanz, in der etwa 4.000 Patienten pro Jahr behandelt werden, wurde von einer Institutsermächtigung in eine persönliche Ermächtigung umgewandelt. Ein modernes Dokumentations- und Abrechnungssystem erlaubt jetzt eine genaue zeitnahe Dokumentation aller erbrachten Leistungen. Im Zuge der Verhandlungen mit der Stadt Kiel und der Feuerwehr wurde eine Vereinbarung gefunden, die Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin in das Notarztwagensystem der Stadt Kiel einzubinden, so dass jetzt alle 4 Säulen des Fachgebietes, nämlich Anästhesie, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie in Klinik und Forschung auf hohem Niveau etabliert sind.
 
 
Fortbildung
   
Die Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin hat ihre Fortbildungsaktivitäten erheblich ausgeweitet. So finden regelmäßig während des Semesters überregionale Fortbildungsveranstaltungen, zertifiziert durch die Ärztekammer des Landes Schleswig-Holstein statt. Einmal jährlich wird anlässlich der Kieler Woche ein so genanntes AINS-Symposium über 2 Tage veranstaltet. Im Jahre 2001 (Thema: „Zu neuen Ufern!“) als auch 2002 (Thema: „Volle Kraft voraus!“) waren etwa 300 Teilnehmer anwesend. Etabliert wurde mittlerweile auch 2 mal jährlich der TEE-Kurs sowie der vom Interdisziplinären Schmerzzentrum durchgeführte Schmerzkurs.
 
   
Aussicht
   
Das Universitätsklinikum Kiel steht in vielerlei Hinsicht vor grundlegenden Veränderungen. So ist von der Landesregierung Schleswig-Holstein die Zusammenlegung der Universitätsklinika Kiel und Lübeck ab 2003 vorgesehen, allerdings gibt es hierzu noch keine endgültigen Strukturvorstellungen. Die gleichzeitig beabsichtigte Einführung der DRG’s wird zu weiteren bisher nicht abschätzbaren Veränderungen in der täglichen klinischen Praxis führen. Vor diesem Hintergrund stellen auch der sich andeutende Ärztemangel und die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes zum Arbeitszeitgesetz neue Herausforderungen für die Zukunft dar.
 
 
Habilitationen
   
Fischer, Klaus Jürgen (1978) Tierexperimentell Untersuchungen zum Einfluss verschiedener Anästhetika auf die Kontraktionsdynamik des Herzens.
  
Schuh, Friedrich Theodor (1979) Zur Wirkung von Muskelrelaxantien unter Narkosebedingungen.
   
Harke, Henning (1982) Der Einfluss von Massivtransfusion auf Hämostase und pulmonale
Mikrozirkulation. Experimentelle und klinische Untersuchungen.
 
Marquort, Hermann Walter (1982) Der Einfluss von Narkotika auf die Kontraktionsdynamik des unter α-Rezeptorenblocker-Wirkung stehenden Herzens. Tierexperimentelle Untersuchungen am Herz-Lungen-Präparat der Katze.
 
Wulf, Hinnerk (1994) Die kardiodepressive Wirkung der Lokalanästhetika - Untersuchungen zum Wirkmechanismus und zur Interaktion mit anderen Pharmaka.
 
Maier, Christoph (1995) Untersuchung zur Wirksamkeit der ganglionären lokalen Opioidanalgesie (GLOA) bei Patienten mit persistierenden neuropathischen Schmerzen.
 
Petry, Andreas (1998) Computer unterstützte Erfassung und Auswertung von Monitordaten zum Narkoseverlauf - Feinanalyse der hämodynamischen Effekte von zwei Vasodilatatoren bei aorte-koronaren Bypassoperationen.
 
Bauer, Martin (2004) Versorgungsforschung in der Anästhesiologie: Studien zum perioperativen Kosten- und Qualitätsmanagement.
 
Bein, Berthold (2006) Anästhesiologische Versorgung kardiovasculärer Risikopatienten: Neue Aspekte zu Monitoring und Management.
  
Hanß, Robert
(2006) Die perioperative Analyse der Herzfrequenzvariabilität zur Bestimmung der autonomen Regulation als diagnostischer und prognostischer Parameter.
 
Ledowski, Thomas (2008) Monitoring des Sympathikotonus: Untersuchung verschiedener Methoden auf ihre Eignung zur perioperativen Quantifizierung von Angst und Stress.
 
Paris, Andrea (2009) Tierexperimentelle Untersuchungen zur Stimulation von alpha2-adrenergen Rezeptoren durch Anästhetika.
 
Renner, Jochen (2009) Dynamische und volumetrische Variablen zum optimierten Volumenmanagement: Tierexperimentelle Untersuchungen zu Indikationen und Limitationen.
 
Meybohm, Patrick (2010) Tierexperimentelle Untersuchungen zum Einfluss verschiedener Therapieansätze auf die zerebrale Oxygenierung, den Blutfluss und den Stoffwechsel am Modell des hämorrhagischen Schocks und des Herz-Kreislaufstillstands.
   
Höcker, Jan (2011) Untersuchungen zur Modulation der thermoregulatorischen Antwort durch a2-Adrenozeptoren.
   
Cavus, Erol (2012) Optimierung von zerebraler Oxygenierung und zerebralem Metabolismus bei hochgradigen Veränderungen der Hirnperfusion: Untersuchungen während Spontankreislauf, kardiopulmonaler Reanimation, hämorrhagischem Schock und selektiver Hirnperfusion am Großtiermodell.
   
Gräsner, Jan-Thorsten (2012) Aufbau und Analyse eines Reanimationsregisters als Instrument zur Optimierung präklinischer Reanimationsmaßnahmen.
  
Grünewald, Matthias (2012) Neue, wenig invasive Verfahren zur Überwachung der Hämodynamik: klinische und experimentelle Validierung.
   
Broch, Ole (2013) Minimal-invasives und nicht-invasives Monitoring: Aktuelle Entwicklungen.
 
Elke, Gunnar (2015) Einfluss der Ernährungstherapie auf die Sterblichkeit kritisch kranker Patienten.
 
Fudickar, Axel (2015) Elektrophysiologisches Neuromonitoring in Anästhesiologie und Intensivmedizin.
  
 
Wissenschaftliche Preise seit 2000
   
Prof. Dr. Jens Scholz
Rudolf-Frey-Preis für ausgezeichnete Leistungen auf dem Gebiet der Schmerztherapie 2000.
  
Dr. D. Siebrecht, Dr. J. Schattschneider, Dr. G. Wasner, Dr. A. Binder, Prof. Dr. R. Baron
Sertürner Preis 2002 der Sertürner Gesellschaft e.V., Einbeck.
 
Prof. Dr. P.H. Tonner
Teaching Recognition Award 2002 der European Academy of Anaesthesiology.
   
Prof. Dr. P.H. Tonner
Lehrpreis der Medizinischen Fakultät 2004 der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
 
Dr. E. Cavus
SNACC-Award 2005 der Society of Neurosurgical Anesthesia and Critical Care (USA).
 
Dr. R. Hanß
SOAP Journal Award 2005 der Society For Obstetric Anesthesia And Perinatology (USA).
 
Dr. P. Meybohm
SNACC-Award 2005 der Society of Neurosurgical Anesthesia and Critical Care (USA).
  
Priv.-Doz. Dr. B. Bein
Rudolf-Frey-Preis für Notfallmedizin 2006 der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin.
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Dr. R. Hanß
August-Bier-Preis 2006 der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin.
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Prof. Dr. I. Frerichs
Hansepreis für Intensivmedizin 2007 der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin.
[...mehr]
 
Dr. P. Meybohm
Rudolf-Frey-Preis für Notfallmedizin 2007 der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin.
[...mehr]
 
Prof. Dr. I. Frerichs
Wissenschaftspreis 2007 der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin.
[...mehr]
    
Dr. G. Elke
Young Investigator Award 2007 der International Society for Electrical Bioimpedance.
 
I. Welk
Pflegeförderpreis 2007 der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin.
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Dr. P. Meybohm
SNACC-Award 2007 der Society of Neurosurgical Anesthesia and Critical Care (USA).
 
Dr. E. Cavus
Martin-Kirschner-Preis für Notfallmedizin 2008 der Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutscher Notärzte e.V. (AGSWN).
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Dr. C. Stapelfeldt
SNACC-Award 2008 der Society of Neurosurgical Anesthesia and Critical Care (USA).
 
Dr. P. Meybohm
DIVI-Förderpreis 2008 der DIVI-Stiftung der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin.
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Dr. D. Schädler
Investigator Award 2009 der American Thoracic Society (USA).
 
Dr. P. Meybohm
Klinisch-wissenschaftlicher Forschungspreis 2009 der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin.
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Dr. P. Meybohm
Wissenschaftlicher Vortragswettbewerb 2009 der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin, 2. Platz.
 
Dr. P. Meybohm
Clinical Scholar Research Award 2010 der International Anesthesia Research Society (IARS).
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Dr. P. Meybohm
1. Posterpreis 2010 des Wissenschaftlichen Arbeitskreises Kardioanästhesie der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI).
 
Prof. Dr. I. Frerichs und Prof. Dr. N. Weiler
Martin Black Prize 2010 des Institute of Physics and Engineering in Medicine (UK).
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Dr. I. Lautenschläger
Hansepreis für Intensivmedizin 2011 der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin.
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Dr. M. Grünewald
Wissenschaftlicher Vortragswettbewerb 2011 auf dem Haupstadtkongress der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin, 3. Preis.
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Dr. I. Lautenschläger
Posterpreis 2011 auf dem Gebiet der Sepsisforschung von der Deutschen Sepsis-Gesellschaft e.V.

T. Neumann

Young Investigator Award im Rahmen des Resuscitation Science Symposium 2011 der American Heart Association (AHA) in Orlando.
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Prof. Dr. M. Steinfath

Lehrpreis (2011) der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
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PD Dr. E. Cavus
Forschungspreis (2012) der DRF Luftrettung.
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Dr. J.-T. Gräsner
Deutscher PHTLS Forschungspreis 2012 anlässlich des 3. Interdisziplinären Notfallmedizin Kongresses (DINK) vom Deutschen Berufsverband Rettungsdienst e.V. (DBRD) und der DBRD Akademie.
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Dr. D. Schädler
Else Kröner Memorial Award 2012 der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI).
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Priv.-Doz. Dr. M. Albrecht
Karl-Thomas-Preis 2013 der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI).
[...mehr]
  
Priv.-Doz. Dr. J. T. Gräsner
Rudolf-Frey-Preis für Notfallmedizin 2013 der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI).
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Prof. Dr. T. Ledowski
Carl-Ludwig-Schleich Preis 2013 der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI).
  
Dr. G. Elke
Nestlé Award for Practice Improvement in ICU Nutrition 2014 der Europäischen Gesellschaft für Intensivmedizin (ESICM) .
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PD Dr. J. Renner
Lehrpreis der Medizinischen Fakultät 2014 der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.
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Dr. S. Seewald
Wissenschaftlicher Vortragswettbewerb 2015 der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin, 2. Platz.
 
Prof. Dr. M. Albrecht
Franz J. Köhler-Preis 2016 der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie (DGTHG).
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Priv.-Doz. Dr. M. Grünewald, Priv.-Doz. Dr. J. Renner
Deutscher Preis für Patientensicherheit 2016. 1. Platz für das Projekt 'Patient Blood Management'.
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Priv.-Doz. Dr. Jan-Thorsten Gräsner
Martin-Kirschner-Preis für Notfallmedizin 2017 der Arbeitsgemeinschaft Südwestdeutscher Notärzte e.V.
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Priv.-Doz. Dr. Jan-Thorsten Gräsner
Ian G. Jacobs Award for International Group Collaboration to Advance Resuscitation Science 2017 der American Heart Association
   
Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin
Lehrpreis der Medizinischen Fakultät 2017 der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel für herausragenden Unterricht.
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Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin
Lehrpreis der Medizinischen Fakultät 2018 der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel für herausragenden Unterricht.
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Wenn Sie sich für die Entwicklung und die Geschichte der Anästhesie interessieren, finden Sie hier weitere Links zu dem Thema.
   

 
 
Anästhesie Online-Museum der Universitätsklinik Bochum
   
 
Horst-Stoeckel-Museum für die Geschichte der Anästhesiologie
 

   

    
 
 
 

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Letztes Update: 20.07.2018