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Filmproduktionen

Geophysiker auf den Spuren der Wikinger

Seismische Untersuchungen im Hafen von Haithabu







Als vorbereitende Maßnahme für die groß angelegte Grabungskampagne im Hafengebiet Haithabus bei Schleswig 1979 begann im Sommer 1978 ein Projekt des geophysikalischen Instituts der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, welches den küsten­nahen Bereich von Haithabu mit marinen miniseismischen Methoden untersuchen sollte.

Da das brackige Gewässer des Haddebyer Noors keine wissenschaftlichen Taucharbeiten zuließ, mußte eine Methode entwickelt werden, mit der sich kleinräumige Objekte im Seeboden, die mit den herkömmlichen Mitteln der Unterwasserarchäologie nicht zu orten waren, aufspüren ließen.

Bei ihren Messungen fanden die Geophysiker die älteste, vollständig erhaltene Bronzeglocke Nord­europas, Einbäume, Teile von Schwertern, zahlreiche Brückenanlagen, und sie legten die genaue Fund­stelle fest für die Bergung des Haithabu-Schiffes.

Der Film zeigt die Arbeit der Geophysiker im Haddebyer Noor und ihre besondere Methode der Flachseismik anhand von Tricksequenzen sowie die Auswertung ihrer Messungen, mit der eine Kartierung des ufernahen Bereichs vorgenommen werden konnte. Die Ergebnisse erlauben ein Bild einer frühmittelalterlichen Siedlung, deren Entwicklungs­stand weit höher war, als die bisherigen Forschungen wikingerzeitlichen Siedlungsplätzen zugebilligt haben.

Dieser Film kann mit der Haithabu-DVD-Edition erworben werden.

Buch und Regie Dr. Kurt Denzer
Wissenschaftliche Beratung Dipl.-Geophysiker H. Stümpel
Produktionsjahr 1980
Länge 17 Minuten (16mm, Farbe)
Auszeichnungen: * Preis für Didaktik bei der Rassegna Internazionale
di Cinematografia Archeologica
in Verona 1986
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