Zur Startseite

Filmproduktionen

Wer befreite Helgoland?

Bombenziel in Friedenszeiten





Die Nordseeinsel Helgoland wurde am 18. April 1945 vollständig zerstört. Die Inselbevölkerung überlebte in den langen, zahlreichen Bunker-Stollen, die in die Felseninsel gesprengt waren. Anfang Mai wurden die Bewohner innerhalb weniger Stunden auf das Festland evakuiert. Nach Kriegsende diente die Insel als ständiges Bombenziel der Royal Air Force.

Die Bevölkerung lebte in jener Zeit auf dem Festland in über 150 Ortschaften Norddeutschlands; alle Forderungen nach Rückkehr auf die Heimatinsel blieben ungehört.

Zwei junge Studenten aus Heidelberg, Georg v. Hatzfeld und René Leudesdorff, rückten im Dezember 1950 Helgoland schlagartig in den Blickpunkt der Weltöffentlichkeit. Aufgerüttelt von der Debatte um die Wiederbewaffnung wollten sie ein pazifistisches Zeichen gegen die Bombardierungen Helgolands setzen. Sie ließen sich am 20. Dezember auf der menschenleeren Insel absetzen und hißten auf dem Flakturm die Europafahne. Die gewaltfreie Besetzung Helgolands dauerte bis zum 3. Januar 1951. Immer mehr Menschen schlossen sich den Protesten an und zwangen die britische Regierung zum Einlenken. Am 1. März 1952 wurde Helgoland freigegeben, und der Neuaufbau konnte beginnen.

Kurt Denzer und Thorsten Schmidt lassen in ihrem Dokumentarfilm viele Zeitzeugen zu Wort kommen, die Helgolands Geschichte geprägt haben. Zusammen mit Wochenschau-Aufnahmen und seltenen Dokumenten der Zeit (aus privaten Fotoarchiven und dem Imperial War Museum) zeichnen sie ein lebendiges und bewegendes Bild der Nachkriegsjahre Helgolands.

Dieser Film
kann als DVD ( € 25 )
erworben werden bei:
CINARCHEA
Breiter Weg 10, 24105 Kiel
Tel +49 (431) 880-4941
Fax +49 (431) 880-4940
Ein Film von: Kurt Denzer und Thorsten Schmidt
Co-Produzent: Thorsten-Schmidt-Filmproduktion
Produktionsjahr: 1993
Länge: 90 Minuten (16mm, Farbe und s/w)
FBW-Prädikat: wertvoll
Gefördert: aus Mitteln der Kulturellen Filmförderung Schleswig-Holstein
und der Staatskanzlei des Landes Schleswig-Holstein
Förderverein Cinarchea e. V. •  Universität Kiel  •  Postfach 141  •  D-24118 Kiel
Tel +49 (0431) 880-4941  •  Fax +49 (0431) 880-4940  •  agfilm@email.uni-kiel.de