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CINARCHEA 1996
2. Internationales Archäologie-Film-Festival Kiel
24.-28. April 1996

R Ü C K B L I C K

In der Kunsthalle zu Kiel fand das 2. Internationale Archäologie-Film-Festival, CINARCHEA '96, vom 24.-28. April 1996 statt. Veranstalter waren die Arbeitsgruppe Film der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel und der Verein Freunde der Antike e.V. Das Projekt wurde unterstützt von privaten Spendern sowie durch die Sparkassen-Finanzgruppe, die Kulturelle Filmförderung Schleswig-Holstein, RTL Nordlive, Nordwest-Lotto und den Film Club Kiel e.V.

Dem Festival voraus ging das Internationale Symposium "Archäologie und Film" im Archäologischen Landesmuseum auf Schloß Gottorf in Schleswig, das von der Gesellschaft zur Förderung audiovisueller Werke in Schleswig-Holstein mbH (MSH) sowie dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland unterstützt wurde.

Ziel war es, die Veranstaltung nach dem Anfangserfolg von 1994 als ein Fachfestival, das Experten wie interessierten Laien offensteht, zu etablieren. Dazu gehörte, weitere nationale wie internationale Teilnehmerkreise zu erschließen, um möglichst alle Bereiche, die im weitesten Sinne mit Archäologie und Film befaßt sind, auf ein Forum zu bekommen. Das gelang, indem Fachwissenschaften wie Archäologie mit Ur- und Frühgeschichte auf der einen Seite, Filmhochschulen, Filmemacher, Filmproduktionsstätten sowie öffentliche Sender und private Produktionsfirmen auf der anderen Seite, aber auch Museen, Denkmalschutzbehörden, Fachjournalisten und die Öffentlichkeit vertreten waren. 135 Filme wurden zum Festival angemeldet, von denen 58 aus 16 Ländern für das Programm ausgewählt wurden. Zum Symposium kamen 35 Teilnehmer aus 6 Nationen.

Im Zentrum des Festivals stand wieder ein Wettbewerb, bei dem Filme ab dem Produktionsjahr 1992 teilnehmen konnten. Über die Vergabe der fünf Wettbewerbspreise entschied eine international besetzte Jury unter dem Vorsitz des Archäologen Dr. Erwin Keefer vom Württembergischen Landesmuseum in Stuttgart. Zusätzlich zu den von der Jury verliehenen Preisen konnten die Festivalbesucher einen Publikumspreis vergeben. Neben den Wettbewerbsfilmen wurde in den insgesamt 13 Programmblöcken auch eine Retrospektive von Archäologie-Filmen mit Preisträgern anderer internationaler Festivals gezeigt. Die Vormittagsveranstaltungen waren als ein Angebot für Schulklassen konzipiert. Das Programm wurde an zwei Tagen mit einer "Laterna-Magica-Vorführung" abgerundet.

Neben Festival und Symposium war die Ausstellung "Camera obscura - Laterna magica - Kino" die dritte Säule von CINARCHEA `96, die im Kieler Stadtmuseum "Warleberger Hof" die Vorgeschichte der Kinematographie begreifen ließ. Die Ausstellung wurde finanziell gefördert durch die Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein und das Kultusministerium und war zugleich die einzige größere, umfassende Ausstellung in dieser Region zum hundertjährigen Geburtstag des Kinos, der im Dezember 1995 gefeiert wurde.

Zum Festival erschien ein zweisprachiger Katalog, der neben der ausführlichen Darstellung des Filmprogramms Aufsätze zu dem Thema "Archäologie und Film" aus filmischer wie fachwissenschaftlicher Perspektive enthält sowie zu speziellen archäologischen Bereichen, wie zum Beispiel der experimentellen Archäologie.

Ein 35 Sekunden langer Trickfilm eröffnete die einzelnen Filmvorführungen und wurde in der Vorbereitungszeit zu Werbezwecken in Kinos eingesetzt.

Mehr als 20 Berichte in überregionalen und internationalen Publikationsorganen von Estland bis in die USA berichteten über CINARCHEA, 13 Veranstaltungshinweise machten auf CINARCHEA aufmerksam. Vertreter von CINARCHEA wurden zu den entsprechenden Festivals nach Athen, Bordeaux, Brüssel, Forli und Rovereto eingeladen.

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