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CINARCHEA 2000
4. Internationales Archäologie-Film-Festival Kiel
26.-29. April 2000

B E R I C H T

CINARCHEA 2000, das 4. Internationale Archäologie-Film-Kunst-Festival Kiel fand statt vom 26.-29. April 2000. Veranstalter waren die Arbeitsgruppe Film der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, das Institut für Ur- und Frühgeschichte der CAU, der Film Club Kiel e.V., das Kulturamt der Landeshauptstadt Kiel sowie der Förderverein des Instituts für Ur-und Frühgeschichte der CAU Kiel (FUFG), in den im Februar 1999 die Arbeitsgruppe für maritime und limnische Archäologie der CAU Kiel (AMLA) eingegliedert wurde.

Gefördert und unterstützt wurde das Projekt von der LEG Schleswig-Holstein, der Unabhängigen Landesanstalt für das Rundfunkwesen (ULR), der Ministerpräsidentin des Landes S.-H., der Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes S.-H. und dem Auswärtigen Amt der BRD sowie privaten Spendern und Inserenten.

Nach drei erfolgreichen Veranstaltungen in den Jahren 1994, 1996 und 1998, in denen sich CINARCHEA als einziges Fachfestival in Deutschland unter den Experten wie auch interessierten Laien fest etablieren konnte, hat KIEL nun neben den anderen europäischen Archäologie-Festivals in Amiens, Athen, Bordeaux, Brüssel und Rovereto seinen festen Platz auf der Europa-Karte.

CINARCHEA wurde zum festen Diskussions- und Informationsforum für Fachwissenschaftler, Fachjournalisten, Mitgliedern von Museen und Denkmalschutzbehörden, Filmemachern, privaten und öffentlich-rechtlichen Filmproduktionsstätten und Filmhochschulen.

Es wurden 42 Filme aus 12 Ländern für das Programm ausgewählt. Mehr als 950 Personen besuchten die Filmvorführungen.

Das Programm des Festivals enthielt drei Strukturelemente: eine Retrospektive mit früheren Preisträgern, eine mit älteren Filmen zur Archäologie und Beiträge aus den letzten vier Jahren zum Wettbewerb. Über die Vergabe der 6 Wettbewerbspreise, die von dem Kieler Künstler Uve Rys gestaltet wurden, entschied eine internationale Jury unter dem Vorsitz des Leiters der Archäologischen Abteilung des Württembergischen Landesmuseum Stuttgart, Dr. Erwin Keefer. Die weiteren Jurymitglieder waren: Susanne Alck, WDR-Hörfunk, Köln; Bettina Arnold, Ph.D., Ass. Professor, University of Wisconsin, Milwaukee; Prof. Dr. Umberto Pappalardo, Universität Neapel; Jochen Brandt MA, CAU Kiel; Delia Castineira, Filmemacherin, Kiel; Bernd-Günther Nahm, Leiter der Filmwerkstatt der Kulturellen Filmförderung S.-H.

Die Jury verlieh zum ersten Mal einen dotierten Wanderpreis für den besten Film in der Kategorie "Unterwasserarchäologie". Die Festivalbesucher konnten per Stimmzettel den Publikumspreis ermitteln.

In der Reihe ehemaliger Preisträger wurden zwei Filme präsentiert, in der Kategorie der "älteren Filme zur Archäologie" Filmmaterial von Agatha Christie über Ausgrabungen in Syrien aus dem Jahr 1937 und 1952.

Die Begleitausstellung "Die Ostsee - unser kulturelles Erbe unter Wasser" vom Archäologischen Landesmuseum und Landesamt für Bodendenkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern gab eine Einführung in die Unterwasserarchäologie und speziell in die Schiffsarchäologie: ihre Pioniere, Objekte und Methoden.

Zum Festival erschien ein zweisprachiger Katalog (deutsch/englisch), der durch Kurzdarstellungen der einzelnen Filme und mit Beiträgen verschiedener Autoren Festivalprogramm und Symposium erläuterte. Ein Symposiumsbericht mit den Referaten und den ausführlichen Diskussionsbeiträgen ist in Vorbereitung und kann dann bei uns angefordert werden.

Der CINARCHEA-Spot eröffnete das Festival und jeweils die Programmblöcke mit einer neuen Sequenz des "neolithischen Kameramanns", einem einminütigen Zeichentrickfilm von Michael Zamjatnins und der Musik von Thilo von Westernhagen.

In den einschlägigen Fachzeitschriften und Katalogen machten Veranstaltungshinweise auf CINARCHEA 2000 aufmerksam, die ansässige Presse berichtete jeden Tag über das laufende Programm, der NDR-Hörfunk und das NDR-Fernsehen verfasste kurze Berichte. Unsere Website informierte über Termine und Ergebnisse.

Hervorzuheben ist die grosse Beteiligung von Autoren und Produzenten aus dem In- und Ausland an diesem Festival in KIEL und die positive Resonanz der Teilnehmer. Mit den Worten der Ministerpräsidentin des Landes S.-H., Heide Simonis: "Ich hoffe sehr, dass dem Festival die bisherigen Förderer erhalten bleiben und dass neue Förderer hinzukommen!" wird das 5. Archäologie-Film-Kunst-Festival CINARCHEA der CAU vom 24. - 27. April 2002 ausgerichtet.

CINARCHEA  •  Breiter Weg 10  •  D-24105 Kiel
Tel +49 (0431) 880-4941  •  Fax +49 (0431) 880-4940  •  agfilm@email.uni-kiel.de