5000 Studenten informierten sich auf der „contacts“ über Jobangebote von mehr als 50 Firmen
Kiel. Allan Eriksen sorgte fürs internationale Flair bei der elften Auflage der Firmenkontaktmesse „contacts“ gestern auf dem Kieler Uni-Campus. Der Gast aus Nordburg bei Sonderburg warb um junge akademische Mitarbeiter für die Firma Danfoss. Doch ging es dem Dänen nicht nur darum, auf freie Arbeitsund Praktikumsplätze hinzuweisen, sondern auch das Danfoss-Profil zu präsentieren – „damit Studenten nicht glauben, dass wir nur Thermostate bauen“.
So wie Eriksen waren Vertreter aus 52 weiteren Unternehmen ins Audimax der Uni gekommen; die meisten Firmen hatten die „contacts“ schon mehrfach besucht. Dazu zählten etwa die BDO Deutsche Warentreuhand, eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, die nach Angaben ihres Kieler Niederlassungsleiters Eckhard Heß schon „gute Erfahrungen“ an der Uni Kiel gemacht hat. Nach den bisherigen Kontaktmessen seien immer einige Bewerbungen eingegangen.
Zahlreiche Mitarbeiter hat das international tätige Altenholzer Glücksspielunternehmen JAXX in den vergangenen zehn Jahren durch die „contacts“ rekrutieren können, berichtete Personalmanagerin Christin Heinz. JAXX bietet den Angaben zufolge Festanstellungen ebenso wie Praktika, hat aber auch studentische Aushilfen auf der Wunschliste. Am Stand nebenan sucht funkwerk, das vor allem Betriebsmitteltechnik für schienengebundenen Verkehr produziert, unter anderem Programmierer und Entwicklungsingenieure, bietet aber auch Praktika an, wie Torsten Brodersen aus dem Bereich Personalwesen in Kiel betonte.Und Nicole Driemeier von der comdirect-Bank freute sich schon zur Mittagszeit, bereits „ganz tolle Gespräche“ mit Studenten geführt zu haben. Ihr Unternehmen sucht vor allem BWLer mit Bankerfahrung, aber auch Mathematiker und Informatiker.
Und wie bewerten die Studenten selbst das Angebot? Darius Möller (26) aus Hamburg bezeichnet sich selbst als Stammgast in Kiel; im Herbst kommt er seit 2007 regelmäßig zum Firmenkontakttag an der Fachhochschule und im Frühjahr zur „contacts“. „Das Gespräch ist halt viel persönlicher als der weitgehend anonyme Schriftwechsel.“ Ähnlich sieht es Birte Przybyl (21) aus Altenholz, die im vierten Semester Betriebswirtschaftslehre studiert. Auch wenn sie „nicht mit einer bestimmten Intention“ gekommen sei, fand sie das Angebot ebenso gut wie die Möglichkeit der direkten Kontaktaufnahme. „Nur informieren“ wollte sich auch Shayar Baswawi aus Syrien, der in Kiel Informatik im fünften Semester studiert, lobte aber auch die „gute Organisation“ der Messe – „ein großer Unterschied zu meinem Heimatland“.
Am Vormittag hatten sich Uni-Präsident Gerhard Fouquet und Birger Hendriks aus dem Wissenschaftsministerium während eines Rundgangs über das Angebot informiert. Hendriks lobte dabei „die große Resonanz trotz der Wirtschaftskrise“. Die „contacts“ sei ein wichtiger Kontaktpunkt zwischen Hochschule und Wirtschaft. Bis zum späten Nachmittag besuchten nach Angaben von Claudia Fink vom Career Center der Uni etwa 5000 Studenten die Messe. kön

Startseite | vorherige Seite | info 'at' contacts.uni-kiel.de
© 2010, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, www.contacts.uni-kiel.de