Exzellenz­strategie

Die Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder wird ab 2019 als Exzellenzstrategie fortgeführt. Die CAU war mit zwei Vollanträgen erfolgreich:

  1. Nach zwei erfolgreichen Förderphasen wird der Exzellenzcluster „Inflammation at Interfaces“ als neuer Cluster  „Precision Medicine in Chronic Inflammation“ (PMI) fortgeführt. Mit dem neu bewilligten Exzellenzcluster werden die wissenschaftlichen Fortschritte für Patientinnen und Patienten mit chronisch entzündlichen Erkrankungen zur Anwendung gebracht, indem Diagnosen schneller gestellt und individuelle Therapien geplant werden.
     
  2. Ziel des beantragten Exzellenzclusters „ROOTS – Konnektivität von Gesellschaft, Umwelt und Kultur in vergangenen Welten“ ist, in einem konzeptionell breit interdisziplinär angelegten Rahmen die Wurzeln sozialer, umweltbedingter und kultureller Phänomene und Prozesse zu erforschen, die die menschliche Entwicklung nachhaltig prägen. Archäologische und historische 'Laboratorien' werden unter der Annahme untersucht, dass Prozesse vergangener Gesellschaften tiefgreifend durch sozial-umweltrelevante 'Konnektivitäten' geformt wurden und strukturell vergleichbar mit rezenten Entwicklungen sind. Ein besseres Verständnis der dynamischen Umwelt-Gesellschaft-Beziehungen vergangener Zeiten wird auch die "Wurzeln" gegenwärtiger Herausforderungen und Krisen unter verschiedenen ökonomischen, ökologischen und sozialen Bedingungen neu erschließen.

Damit hat die CAU die Voraussetzung erfüllt, sich für den Titel einer „Exzellenzuniversität“ zu bewerben. Im Dezember 2018 hat sie ihren Antrag mit dem Titel „Kiel University Interfaces“ eingereicht.

Neues aus der Forschung und den Forschungsschwerpunkten

Illustration

Rechnen mit Molekülen: Großer Schritt in Richtung einer neuen Computerarchitektur

Internationales Forschungsteam unter Kieler Leitung baut stabile schaltbare Moleküle für die Spintronik

 
Portrait

Überleben unter Druck: Wie sich Zellen mechanischem Stress anpassen

Volkswagenstiftung fördert internationales Forschungsprojekt an der Schnittstelle von Zellbiologie, Evolution und Materialwissenschaft mit 1,5…

 
Drei Menschen vor einem Gebäude

Was Zucker über den Ursprung des Lebens verraten

Forschungsteam aus der CAU-Mikrobiologie entdeckt bislang unbekannte Regulation des Zuckerabbaus bei Urbakterien

 
Entzündete Darmschleimhaut unter dem Mikroskop.

BMBF-Projekt: Wie der Tryptophan-Stoffwechsel chronische Darmentzündungen beeinflusst (PDF)

Konrad Aden aus dem Exzellenzcluster „Precision Medicine in Chronic Inflammation“ koordiniert BMBF-Juniorverbund in der Systemmedizin.

 

Über die Exzellenzstrategie

Mit der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder setzen die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Wissenschaftsrat die 2005 initiierte Exzellenzinitiative fort. Das grundlegende Ziel der Exzellenzstrategie ist die nachhaltige Stärkung des Wissen­schafts­standortes Deutschland und die Verbesserung seiner internationalen Wettbewerbsfähigkeit.

Förderlinien

Auf der Basis der von Bund und Ländern am 16. Juni 2016 getroffenen Verwaltungsvereinbarung führen die DFG und der Wissenschaftsrat das Programm Exzellenzstrategie gemeinsam in zwei Förderlinien durch:

  1. Exzellenzcluster zur projektförmigen Förderung international wettbewerbsfähiger Forschungsfelder in Universitäten beziehungsweise Universitätsverbünden. Diese Förderlinie wird von der DFG koordiniert.
  2. Exzellenzuniversitäten zur dauerhaften Stärkung der Universitäten und dem Ausbau ihrer internationalen Spitzenstellung in der Forschung auf Basis erfolgreicher Exzellenzcluster. Voraussetzung für die Bewerbung als Exzellenzuniversität ist die Bewilligung von mindestens zwei Exzellenzclustern. Die Entwicklung und Durchführung des Verfahrens in der Förderlinie Exzellenzuniversitäten hat der Wissenschaftsrat übernommen.