Editorial

Pflanzenforschung in Kiel stellt sich neu auf

Portrait
© Christian Urban, Uni Kiel

Das Kiel Plant Center (KPC), das Netzwerk der Pflanzenforschung an der CAU, ist auf dem besten Weg, eines der zentralen Themengebiete der Kieler Lebenswissenschaften zu werden: Unter der Leitung von Eva Stukenbrock, die jüngst feierlich in die französische Akademie der Wissenschaften aufgenommen wurde, arbeiten die Kolleginnen und Kollegen daran, die Erforschung des Einflusses des Global Change auf die Pflanzenwelt weiter voranzutreiben und sich zukünftigen Herausforderungen in der Landwirtschaft für eine sichere Nahrungsmittelproduktion zu stellen. An unserer Universität ist ein breites Feld erfolgreicher Kolleginnen und Kollegen vertreten: Sie betreiben beispielsweise von der Pflanzenphysiologie, Biotechnologie, Pflanzenproduktion und -schutz bis zur Suche nach medizinisch nutzbaren Inhaltsstoffen Forschung in einem sehr  umfangreichen, transdisziplinären Spektrum. Dabei kooperieren sie eng mit den wichtigen Partnerinstitutionen in der Region, zum Beispiel dem GEOMAR - Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung oder dem Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön. Ziel des KPC ist es, eine engagierte und integrierte Gemeinschaft von Pflanzenforschenden in und um Kiel aufzubauen, indem es eine Plattform für mehr interdisziplinären wissenschaftlichen Austausch und Zusammenarbeit bietet. Insbesondere strategische Neuberufungen tragen zu diesem Ziel bei, jüngstes Beispiel ist der Phytopathologe Remco Stam, der im Frühjahr von der TU München zu uns gestoßen ist und zum KPC Summer Event am 5. September beitragen wird.

Die Vorteile dieser verstärkten Interaktion im KPC beginnen sich bereits zu zeigen: Zeitgemäße Forschungsinitiativen, die Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftler und Gruppen aus dem gesamten KPC-Netzwerk und Forschende aus anderen Bundesländern zusammenbringen, nehmen weiter Gestalt an. Mehrere Tagungen wurden erfolgreich organisiert und waren gut besucht. Die erste KPC-Sommerschule mit Studierenden und Vortragenden aus ganz Kiel und dem Ostseeraum war ein Erfolg, 2023 wird es eine Neuauflage geben. Mini-Symposien mit Nachwuchsforschenden und externen Referentinnen und Referenten aus verschiedenen Bereichen der Pflanzenforschung sorgen zweimal im Semester für einen regelmäßigen Austausch im KPC.  Insgesamt bereiten sich die Pflanzenforschenden darauf vor, im Kiel Plant Center eine tragende Säule der Exzellenz in den Kieler Lebenswissenschaften zu werden.

Zusätzlich möchte ich die modernen, visuell ansprechenden neue KLS-Webseiten erwähnen, die sich nun in das aktuelle Design der CAU einfügen. Wie gewohnt bieten wir dort weiterhin ein möglichst breites Angebot an Neuigkeiten, Terminen und weiteren wichtigen Inhalten aus KLS an. Tipp: Auch dieser Newsletter ‚KLS connected‘ findet sich zum vollständigen Nachlesen innerhalb der neuen Seiten wieder: www.kls.uni-kiel.de. Zum Schluss meine Bitte: Damit wir künftig weiter regelmäßig Neues voneinander erfahren und das ganze Spektrum der Kieler Lebenswissenschaften abbilden können, sprechen Sie uns bitte mit ihren Ideen und Themenvorschlägen für die neue Webseite und natürlich diesen Newsletter an!

Ihr Thomas Bosch