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Personalmeldungen Januar 2021

1. Gedenken an verstorbene Mitglieder

Wir trauern um

Professor em. Dr. JOHANNES BRÖCKER, der im Alter von 70 Jahren verstarb. Von 2000 bis 2015 war er als Direktor des Instituts für Regionalforschung und von 2003 bis 2004 als Dekan der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät tätig. Sein Interesse galt der räumlichen Ökonomie, insbesondere Außenhandel und Regionalökonomik. Als pensionierter Professor war er im Exzellenzcluster ROOTS mit Fragen der Messung sozialer Ungleichheit in alten Gesellschaften befasst.

Professor Dr. WALTER L. ENGL, der im Alter von 94 Jahren verstarb. Der Professor der RWTH Aachen war einer der Gründungsväter der Technischen Fakultät (TF). Er wurde 1990 vom damaligen Staatssekretär Dr. Peter Kreyenberg zum Vorsitzenden des Gründungsausschusses der TF ernannt und hat in dieser Funktion die Struktur der jungen Fakultät maßgeblich geprägt. Mit seinen Kollegen des Gründungsausschusses hat er die ersten drei Berufungen von Professoren eingeleitet. ENGL war der erste Honorarprofessor der Technischen Fakultät.

apl. Professor Dr. HANS-GEORG HOPPE, der im Alter von 79 Jahren verstarb Der Mikrobiologe war mehr als 35 Jahre am Institut für Meereskunde und am IFM-GEOMAR, Vorläufereinrichtungen des heutigen GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel, tätig. Seine Forschungsaktivitäten befassten sich mit mikrobiellen Aktivitäten im offenen Ozean und in Küstengewässern wie Elbeästuar, Nord-Ostseekanal und Ostsee. Ein Highlight seiner Arbeiten waren Untersuchungen zum Einfluss klimatischer und ozeanographischer Parameter auf bakterielle Aktivitäten entlang der Klimazonen im Mittelatlantik. 

Professor Dr. Dr. h.c. ROLF KÖSTER, der im Alter von 91 Jahren verstarb. Er habilitierte sich 1961 in Kiel, wurde anschließend Hochschuldozent und außerordentlicher Professor, bevor er 1964 auf die Professur für Geologie am Institut für Geowissenschaften berufen wurde. Hier baute er die Arbeitsgruppe Küstengeologie auf und war Mitbegründer des Forschungs- und Technologiezentrum Westküste in Büsum, dem er bis zur Pensionierung 1994 als geschäftsführender Direktor vorstand.

apl. Professor Dr. UWE RAMMERT, der im Alter von 63 Jahren verstarb. Hauptamtlich war er am Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR) tätig. Darüber hinaus war er als sehr geschätzter Kollege am Geographischen Institut in die Lehre im Bereich Umweltplanung eingebunden. Für Masterstudierende bot er regelmäßig ein Modul zu Umweltgeographie und -management an, wo er seine Expertise aus der Praxis einbrachte. 

2. Berufungen/Ernennungen nach Kiel

Professorin Dr. UTA DICKHÖFER, Universität Hohenheim, hat den Ruf auf die W3-Professur für Tierernährung und Futtermittelkunde an die Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät angenommen. Dienstantritt ist voraussichtlich der 1. Juli.

Professor Dr. WOLFGANG VON GAHLEN-HOOPS, Hochschule Neubrandenburg, hat den Ruf auf die W2-Professur auf Zeit (5 Jahre) für Didaktik der Pflege und Gesundheitsberufe an die Medizinische Fakultät angenommen. Dienstantritt ist voraussichtlich der 1. März.

Professorin Dr. GYBURG UHLMANN, Freie Universität Berlin, hat den Ruf auf die W3-Professur für Klassische Philologie, insbesondere Gräzistik an die Philosophische Fakultät abgelehnt.

Privatdozent Dr. ANDREAS SCHWAB, Universität Bonn, hat einen Ruf auf die W3-Professur für Klassische Philologie, insbesondere Gräzistik an die Philosophische Fakultät erhalten.

3. Erhaltene, angenommene und abgelehnte Rufe an Kieler Wissenschaftler

Dr. med. ANN-KRISTIN HELMERS, Klinik für Neurochirurgie, hat den Ruf auf die W1-Professur für Neurochirurgie mit dem Schwerpunkt Funktionelle Stereotaktische Neurochirurgie an die Klinik für Neurochirurgie der Medizinischen Fakultät angenommen. Dienstantritt war der 15. Februar.

Professor Dr.-Ing. MARCO LISERRE, Institut für Elektrotechnik und Informationstechnik an der Technischen Fakultät, hat den Ruf auf die W3-Professur für Leistungselektronik und Steuerung in der Elektroenergietechnik an die Technische Universität Ilmenau abgelehnt.

Professorin Dr. rer. nat. NATASCHA OPPELT, Geographisches Institut, hat einen Ruf auf die W3-Professur für Fernerkundung und Geoinformatik an die Freie Universität Berlin erhalten.

Professor Dr. rer. nat. SEBASTIAN WOLF, Institut für Theoretische Physik und Astrophysik, hat einen Ruf auf die W3-Professur für Astrophysik an die Friedrich-Schiller-Universität Jena erhalten.

4. Preisgekrönte Studienleistungen und Promotionen

Der lebenswissenschaftliche Forschungsschwerpunkt Kiel Life Science (KLS) hat die „Kiel-Life-Science-Postdoc-Awards“ 2020 für herausragende Leistungen vergeben. Erstmals konnten vier statt wie bisher zwei Preisträgerinnen und Preisträger ausgezeichnet werden. Dr. ELISA ROSATI, Institut für Klinische Molekularbiologie (IKMB), und Dr. SASCHA RAHN, Biochemisches Institut, nahmen ihre Preise in der Kategorie medizinische Forschung entgegen. Dr. MALTE RÜHLEMANN, ebenfalls IKMB, und Dr. JOÃO BOTELHO, Zoologisches Institut, erhielten die Auszeichnung für ihre Arbeiten in der nicht-medizinischen Forschung. Der Preis ist mit je 6.000 Euro dotiert. Die Fördersumme wird in künftige Forschungsvorhaben investiert.

Herausragende Masterarbeiten werden jährlich durch die Philosophische Fakultät und das Collegium Philosophicum ausgezeichnet, der Preis ist mit jeweils 500 Euro dotiert. Im Rahmen der digitalen Verabschiedungen der Absolventinnen und Absolventen wurden vier Masterarbeiten aus dem Wintersemester 2020/201 besonders gewürdigt:
-    „Phonological similarity in Danish-Swedish cognate comprehension“ von ANNA HAGEL,
-    „Die Cicerolektüre im Lateinunterricht des 21. Jahrhunderts. Eine exemplarische Analyse von Textausgaben im Spiegel der Lehrpläne Deutschlands“ von JULIAN TEWS,
-    „Die Darstellung der Stadt Madrid in der spanischen Narrativik des 17. Jahrhunderts. Eine Studie am Beispiel von Luis Vélez de Guevaras El Diablo Cojuelo und Baltasar Graciáns El Criticón“ von FLORIAN WEBER sowie
-    „Verbale Aggression in den niederdeutschen Bauernkomödien des 17. Jahrhunderts“ von MARTIN WOLF

KLAUS BURFEIND von der Agrar- und Ernährungswissenschaftlichen Fakultät wurde von der H.W. Schaumann Stiftung für seine Masterarbeit: „Einfluss einer termischen Behandlung auf den nxp-Gehalt von Soja- und Rapsextraktionsschrot“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung ist mit 500 Euro dotiert.  
 

Pressekontakt:

Anna-Kristina Pries
Sachgebiet Presse, Digitale und Wissenschaftskommunikation