unizeit Schriftzug

Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

über drei Monate lang begleitet uns die Corona-Pandemie nun schon durch das Sommersemester 2020. Während die erste Welle in Deutschland trotz einiger regionaler Ausbrüche inzwischen einigermaßen beherrschbar erscheint, wütet das Virus weiter durch die Welt. Es wird uns also wohl noch länger begleiten. Grund genug, den Auswirkungen von SARS-CoV-2 oder Covid-19 einmal näher auf den Grund zu gehen. Im »Blickpunkt Corona« geht es in dieser Ausgabe dazu unter anderem um verwundbare Versorgungsketten in der Weltwirtschaft, Stresstests für das Gesundheitssystem, rechtliche Fragen, die durch die Pandemie aufgeworfen werden, oder die Macht der Zahlen, die in Corona-Zeiten eine kleine Renaissance erfährt.

Corona bietet bei aller Angst vor dem Unbekannten jedoch auch Chancen. Diese liegen insbesondere in der Digitalisierung von Geschäfts- und Bildungsprozessen. So hat die Pandemie einen enormen Digitalisierungsschub erzeugt. Ob und wie dabei zum Beispiel die Online-Lehre auch in Zukunft ein wichtiges Element universitärer Bildung sein kann, beleuchten wir im Interview mit dem Psychologen Dr. Thorsten Kolling. Viel ist gerade im Fluss: Vielleicht steht am Ende ja tatsächlich eine neue Lehr- und Lernkultur an der CAU mit einer idealen Verknüpfung von digitalen Formaten und ebenso unverzichtbarer Präsenzlehre. Die Zeichen dafür stehen gar nicht mal so schlecht. Viel Vergnügen wünscht Ihnen bei der Lektüre dieser unizeit Ihre

Prof. Dr. Dr. h.c. Ilka Parchmann
Vizepräsidentin

Viele Würfel mit Zahlen

Das Kreuz mit den Zahlen

Für viele Menschen klingen Mathematikaufgaben so: »Ein rotes Kamel steht bei Mondschein in der Wüste. Wie schwer ist die Forelle, wenn sie singt?« Was ihnen den Zugang zu Zahlen erleichtern kann, darüber hat die unizeit mit Statistikprofessor Sören Christensen gesprochen.
 
Person vor kleinem Bildschirm

Stresstest für das Gesundheitswesen

»Unser Gesundheitssystem hat in der Coronakrise trotz bestehender Defizite Anpassungsfähigkeit bewiesen«, meint der Kieler Innovationsforscher Professor Carsten Schultz. Und plötzlich ist auch Telemedizin möglich.

 

Philosophie des Richtigen

Was hat Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831) mit dem modernen Nachhaltigkeitsgedanken zu tun? Sehr viel, meint der Umweltethiker Professor Konrad Ott.

 
König Christian X. im Jahre 1920

100 Jahre deutsch-dänische Grenze

In diesen Tagen jährt sich die Grenzziehung zwischen Deutschland und Dänemark zum 100. Mal. Gefeiert wird das Ereignis auf beiden Seiten des zwischenzeitlich wieder geschlossenen Schlagbaums – in Dänemark jedoch deutlich größer als bei uns.

 
Megalithgrab in nebligem Wald

Shutdown in der Jungsteinzeit

Um 3.100 vor Christus wird Mitteleuropa von einer Krise erfasst, die zu einer umfassenden Änderung der Lebensverhältnisse führt. Danach ist nichts mehr wie zuvor.

 
Hafen mit Ätna im Hintergrund

Bewegte Erde im Mittelmeer

Sizilien liegt in einer geodynamisch sehr aktiven Region. Nicht nur der Vulkan Ätna kann ausbrechen, auch Erdbeben oder Tsunamis sind reale Risiken. Im interdisziplinären Verbund analysieren und bewerten Kieler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Gefahren.

 
Junge mit Cyberbrille

Pädagogisch sinnvolle Digitalisierung

Wird die Corona-Krise der Digitalisierung der Bildung zum Durchbruch verhelfen? Für Professorin Heidrun Allert wäre das zu kurz gegriffen. »Eine Ausnahmesituation kann nicht der Gradmesser dafür sein«, meint die Wissenschaftlerin, die in der Pädagogik ebenso zuhause ist wie in der Informatik.

 
Sandy Ohm

Traumjob: Rechtsmedizinerin!

Mit einem klaren Ziel vor Augen hat Sandy Ohm nach der Berufsausbildung das Abitur nachgeholt und ein Medizinstudium begonnen. Das Deutschlandstipendium verschafft ihr den Freiraum, sich voll aufs Studieren zu konzentrieren.

 
Steilküste

Küste unter Druck

Abbröckelnde Steilküsten, weggespülte Strände, überschwemmte Wiesen: Durch Klimawandel bedingte Wetterextreme belasten die Küsten im Norden. Das Projekt GoCoase untersucht nicht nur, welche umfangreichen Schutzmaßnahmen nötig sind, sondern holt dafür auch die betroffene Bevölkerung mit ins Boot.

 

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