SuchenSitemapKontaktImpressum
de | en | ru | Rechtswissenschaftliche Fakultät | Datenbank Leobalt
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Institut für Osteuropäisches Recht - Prof. Dr. Alexander Trunk
Siegel der Fakultät
Das Institut für Osteuropäisches Recht

Geschichte und Perspektiven des Instituts

Das Institut für Osteuropäisches Recht wurde im Jahr 1959 (unter der Bezeichnung "Institut für Recht, Politik und Gesellschaft der sozialistischen Staaten") von Professor Dr. Boris Meissner (gest. 2003) gegründet. Nach der Berufung Professor Meissners nach Köln übernahm im Jahre 1965 Professor Dr. Dietrich A. Loeber die Leitung des Instituts. Nach seiner Emeritierung im Jahre 1989 wurde die Leitung Professor Dr. Wolfgang Seiffert übertragen. Nach der Pensionierung von Professor Seiffert übernahm Professor Dr. Mark M. Boguslawskij (Moskau) kommissarisch die Leitung des Instituts. Seit Beginn des Sommersemesters 1997 liegt die Leitung des Instituts in den Händen von Professor Dr. Alexander Trunk. Im Juli 2010 wurde Prof. Trunk für eine Amtszeit von zwei Jahren zum Dekan der Rechtswissenschaftlichen Fakultät gewählt, im Juli 2012 zum Ersten Prodeken der Fakultät. Seit dem Sommersemester 2011 ist als DAAD-Gastdozent Prof. Dr. Lado Chanturia (Universität Tiflis/Georgien) am Institut tätig. Die Zusammenarbeit mit Staaten der Region des südlichen Kaukasus und Zentralasiens hat sich dadurch wesentlich verstärkt.

Seit der Gründung des Instituts haben die Mitarbeiter über 60 Monographien und zahlreiche Beiträge zu Zeitschriften und Sammelwerken veröffentlicht (jüngst: 50 Jahre Institut für Osteuropäisches Recht der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, 2011). Regelmäßig sind Wissenschaftler aus osteuropäischen Staaten am Institut tätig. Das Institut veranstaltet in unregelmäßiger Reihenfolge Symposien und Konferenzen, so z.B.

1984  Konferenz über die Rechtsstellung regierender kommunistischer Parteien
1987  Konferenz "On Regional Identity Under Soviet Rule"
1991  Tagung über Wirtschaftsrecht und Gesellschaftsrecht im Zeichen des Übergangs zur Marktwirtschaft
1993  Symposium zu Fragen des einstweiligen Rechtsschutzes sowie der Anerkennung und Vollstreckung ausländischer Entscheidungen und Schiedssprüche in Osteuropa
1996  Symposium über die Neufassung des Eigentumrechtes an Grund und Boden und die Regelung der Immobiliarsicherheiten in Rußland und Weißrußland
1998 Kongreß über dingliche Mobiliarsicherheiten in Osteuropa
1999 Tagung über Bauvertragsrecht in Osteuropa  (Veranstaltung anläßlich des 40-jährigen Bestehens des Instituts)
2000 Konferenz über "Reform des Zivil- und Wirtschaftsprozessrechts in den Staaten der GUS" 2001 Round Table-Diskussionsveranstaltung)  zum deutschen und russischen Insolvenzrecht
2002 Kompaktkurs "Recht im Ostseeraum" in Form einer Tagung: "Rechts- und Amtshilfe in den Staaten des Ostseeraums"
2003 Kompaktkurs "Recht im Ostseeraum" in Form eines Einführungskurses und einer anschliessenden Tagung "Schiedsgerichtsbarkeit und andere Formen alternativer Streitbeilegung im Ostseeraum"
2003 Kolloquium zum deutschen und chinesischen Wirtschaftsrecht
2004 Kolloquium "Russisches Internationales Privatrecht im europäischen Kontext"
2005 Kompaktkurs "Einführung in das deutsche Recht" (in russ. Sprache, Ekaterinburg)
2006 Kompaktkurs "Deutsches und russisches Kapitalgesellschaftsrecht im Vergleich" (in Eckernförde)
2008 - 2010 vier Konferenzen zu verschiedenen Aspekten des Auslandsinvestitionsrechts in Baku, Almaty, Moskau und Kiel (VW-Projekt)
2011 Tagung zum Erbrecht in Russland und Deutschland, in Lübeck (gemeinsam mit der Russischen Föderalen Notarkammer)
2011 Konferenz und Workshop zum Recht der Auslandsinvestitionen in Transformationsstaaten, in Zagreb (gemeinsam mit dem Sekretariat von UNCTAD)er)
2012 Tagung über rechtliche Aspekte der Beziehungen zwischen der EU und den Staaten des südlichen Kaukasus
2012 Tagung zum Sportrecht im östlichen Europa (gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde).

Der Tätigkeitsschwerpunkt des Instituts liegt traditionell im Bereich des Zivil- und Wirtschaftsrechts. Dies unterscheidet das Institut von anderen Zentren der Ostrechtsforschung in Deutschland, die sich entweder mit osteuropäischem Recht in seiner ganzen Breite befassen oder einen besonderen Akzent auf das öffentliche Recht oder das Strafrecht legen.
In jüngerer Zeit wurde die zivil- und wirtschaftsrechtliche Ausrichtung des Instituts um eine verfahrensrechtliche Komponente erweitert (Justizreformen in Osteuropa u.ä.). Da der mit dem Institut verbundene Lehrstuhl auch Forschung und Lehre im Bereich des deutschen Zivilrechts einschließt, befaßt sich ein wesentlicher Teil der im Rahmen des Instituts angebotenen Lehrveranstaltungen auch mit deutschem Recht (Bürgerliches Recht, Insolvenzrecht, Internationales Privatrecht, Recht des Internet u.a.).

Das Institut legt großen Wert auf unmittelbare Kontakte sowohl zu osteuropäischen Staaten als auch zu interessierten Stellen in Deutschland und im westlichen Ausland. Auf der Grundlage langjähriger Kontakte zum Institut für Staat und Recht der Russischen Akademie der Wissenschaften (u.a. über das dort eingerichtete Zentrum für deutsches Recht, das vom früheren Direktor des Instituts für Osteuropäisches Recht, Prof. Dr. Wolfgang Seiffert geleitet wurde) schloss das Institut für Osteuropäisches Recht im Mai 1999 mit der Akademischen Juristischen Universität (Moskau) sowie mit dem Institut für Staat und Recht ein Partnerschaftsabkommen. Professor Dr. Mark Boguslawskij (Institut für Staat und Recht, Moskau) hält sich weiterhin zu wissenschaftlicher Arbeit in Kiel auf.

Ständige Kontakte bestehen auch zu mehreren anderen osteuropäischen Hochschulen. Ein Beispiel sind die Austauschbeziehungen zur Staatlichen Universität St. Petersburg. Bereits viermal fanden gemeinsame Blockseminare mit Studenten der Universität St. Petersburg statt. Auf der Grundlage dieser Kontakte schlossen die Rechtswissenschaftliche Fakultät der CAU und die Juristische Fakultät der Staatl. Universität St. Petersburg im Jahr 2002 ein Partnerschaftsabkommen, im Jahr 2003 folgte der Abschluss eines Hochschulpartnerschaftsvertrags zwischen den Universitäten Kiel und St. Petersburg. Auch  die Kontakte mit anderen osteuropäischen Universitäten entwickeln sich dynamisch, teils auf der Grundlage von Universitäts- und Sokrates-Partnerschaften der CAU  (Rechtsuniversität Vilnius, Universität Lettlands, Universität Poznan, Universität Irkutsk, Universität Kaliningrad), teils durch unmittelbare Initiativen des Instituts (Universität Vilnius, Staatl. Rechtsakademie des Ural Ekaterinburg, Moskauer Akademie für Recht und Wirtschaft, Kiewer Mohyla-Akademie, Institut für Gesetzgebung Kiew u.a.).  Im Sommersemester 2001 konnte der damals Stellvertretende Dekan (heute: Dekan) der Juristischen Fakultät der Universität Vilnius, Doz. Dr. Vytautas Nekrosius, für eine DAAD-Gastdozentur in Kiel gewonnen werden. Im Wintersemester 2004/2005 lehrte Doz. Dr. Fryderyk Zoll, Jagiellonen-Universität Krakau, als DAAD-Dozent in Kiel. Seit dem Sommersemester 2011 wirkt Prof. Dr. Lado Chanturia, Universität Tiflis, als DAAD-Gastdozent an unserem Institut. Das Institut betreut regelmäßig Promotionsstipendiaten und LLM-Teilnehmer aus anderen osteuropäischen Staaten.

Das Institut befasst sich, in Anknüpfung an seine fachliche Ausrichtung vor 1989/1990 auch mit Rechtsentwicklungen in anderen Transformationsstaaten. Besondere Bedeutung hat in diesem Zusammenhang die Entwicklung der Kontakte zur Juristischen Fakultät der Zhejiang Universität in Hangzhou, China, mit der die CAU durch ein Partnerschaftabkommen verbunden ist. Als Fakultätsbeauftragter für die Beziehungen der Rechtswissenschaftlichen Fakultät zur Zhejiang Universität (Partnerschaftsabkommen der Fakultäten von 2003) und als Mitglied des des deutsch-chinesischen Rechtsstaatsdialogs (organisiert durch das Bundesministerium der Justiz) setzt sich Prof. Trunk insbesondere für  wissenschaftliche Kooperationen mit China ein. Um dem gedanklichen Austausch mit den Staaten Asiens einen konstanten Rahmen zu geben, wurde am Institut für Osteuropäisches Recht ein Arbeitskreis "Recht des asiatischen Raums" gegründet.

Aktiv entwickelt haben sich in letzter Zeit insbesondere Kontakte mit Kasachstan und der Ukraine. Mit der Staatlichen Universität Al-Farabi in Almaty wurde im Jahr 2004 eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, auf deren Grundlage u.a. zwei rechtsvergleichende Disserationen bilateral betreut werden und verschiedene Austauschmaßnahmen stattfinden. Mit Unterstützung des DAAD wurden ferner seit 2005 Kontakte zu mehreren ukrainischen Hochschulen aufgenommen. Das Institut betreut regelmäßig ukrainische Gastwissenschaftler und steht auf andere Weise in wissenschaftlichem Austausch mit den ukrainischen Partnern.

Auf Initiative des Instituts für Osteuropäisches Recht erhielt die Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Kiel im Jahr 2002 vom Deutschen Akademischen Austauschdienst und der ZEIT-Stiftung eine umfangreiche Zuwendung aus dem Programm Internationale Qualitätsnetze (IQN) zur Einrichtung eines Kooperationsprogramms "Recht im Ostseeraum - Law in the Baltic Sea Area". An dem Programm sind Partnerhochschulen in Dänemark, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen, Russland und Schweden beteiligt. Durch die Zuwendung konnten für einen Zeitraum von 2 Jahren Gastdozenten aus mehreren Staaten des Ostseeraums (Litauen, Russland, Dänemark) nach Kiel eingeladen und zahlreiche Kurz- und Langzeitstipendien (für ausländische Studierende, LLM-Teilnehmer und Doktoranden) vergeben werden. Zudem konnten zweimal, in 2002 und 2003, Kompaktkurse "Recht im Ostseeraum" mit Beteiligung sowohl von Dozenten als auch Praktikern aus Staaten des Ostseeraums durchgeführt werden. Die Kooperation im Rahmen dieses Netzwerks wird auch nach Auslaufen der DAAD-Finanzierung fortgesetzt, z.B. durch Gemeinschaftsseminare und bilateral betreute Magisterarbeiten und Dissertationen. Im Oktober 2006 gewährte das Land Schleswig-Holstein dem Institut für Osteuropäisches Recht (im Rahmen eines Gemeinschaftsantrags mit dem Institut für Slavistik und der Universitätsbibliothek der CAU) aus Mitteln des sog. Innovationsfonds eine umfangreiche Zuwendung für den Aufbau einer internetgestützten Informationsplattform "Recht im Ostseeraum und Osteuropa", in der u.a. Gesetze und Rechtsprechung zum internationalen Privat- und Wirtschaftsrecht der Staaten des Ostseeraums und Osteuropas mit deutschsprachiger Erschließung der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden sollen. In den Jahren 2008 - 2011 führte das Institut ein umfangreiches, durch die VolkswagenStiftung gefördertes Forschungsprojekt zum Recht der Auslandsinvestitionen in Russland, Aserbaidschan und Kasachstan durch. Im Jahr 2011 bewilligte die VolkswagenStiftung dem Institut ein weiteres Forschungsprojekt, das diesmal dem Recht des internationalen Handels in der Region Kaukasus/Zentralasien gewidmet und auf drei Jahre angelegt ist. Die Projektarbeit wurde im Juli 2012 aufgenommen.

In Ergänzung des Programms "Recht im Ostseeraum", das lediglich eine Förderung ausländischer Teilnehmer ("ingoing") ermöglichte, erhielt das Institut in den Jahren 2002 - 2004 aus dem "Go East-Programm" des DAAD eine Förderung, die uns die Entsendung inländischer Stipendiaten (Studierende, LLM-Teilnehmer und Doktoranden) nach Russland ermöglichte.

Im Rahmen der Vorlesungen von Prof. Dr. Trunk oder in Sonderveranstaltungen referieren regelmässig auch externe Gäste aus Wissenschaft und Praxis,
- im Jahr 1997 z.B. Dr. Stefanie Solotych, Institut für Ostrecht München, über Vertragsgestaltung im deutsch-ukrainischen Rechtsverkehr, Prof. Dr. Banaszak, Univ. Breslau, über die Neue Polnische Verfassung;
- im Jahr 1998 z.B. die Vizepräsidentin des Schleswig-Holsteinischen Landtages Dr. Gabriele Kötschau über Jüngste rechtliche und politische Entwicklungen in Belarus,
- im Jahr 1999 Prof. Dr. Lajos Vekas, Univ. Budapest über das Projekt eines neuen ungarischen Zivilgesetzbuchs,
- im Jahr 2000 der Direktor des Instituts für Staat und Recht der Russischen Akademie der Wissenschaften, Akad-Mitgl. Prof. Dr. Boris Topornin über Herausforderungen an das russische Recht zu Beginn des neuen Jahrtausends,
- im Jahr 2002 z.B. die Richterin am Verfassungsgericht von St. Petersburg, Frau Prof. Dr. Liudmila Eskina, und der ehemalige Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Russland, Dr. Ernst-Jörg von Studnitz,
- im Jahr 2003 z.B. der Dekan der Juristischen Fakultät der Univ. St. Petersburg Prof. Dr. Nikolaj Kropachev über die rechtliche Stellung von St. Petersburg als Subjekt der Russischen Föderation, sowie der Leiter des Lehrstuhls für Zivilrecht der Staatl. Universität Irkutsk, Prof. Dr. Valerij Rovnyj, über russisches Kaufvertragsrecht,
- im gleichen Jahr (2003) der Prorektor der Universität Zhejiang, Prof. Hu Jianmiao, der Prodekan der Juristischen Fakultät der Univ. Zhejiang, Prof. Wu Yongmin, sowie Prof. Fan Jianhong, Univ. Macao über chinesisches Wirtschaftsrecht
- in den Jahren 2004 und 2005 u.a. der Leiter des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht der Universität Irkutsk, Prof. Valerij Rovnyj, zum russischen Deliktsrecht und Gesellschaftsrecht,
- in den Jahren 2005 und 2006 u.a. mehrere Dozenten der Mykolas Romeris-Universität Vilnius (Dr. Mesonis, Dr. Vainiute, Dr. Ravlusevicius u.a.) zum litauischen öffentlichen Recht und internationalen Privatrecht
- im Jahr 2011 beispielsweise der Leiter des Lehrstuhls für Bürgerliches Recht der Universität Tartu, Prof. Paul Varul, und der Dekan der Juristischen Fakultät der Universität Tiflis, Prof. Burduli.

Die Bibliothek ist eine der führenden deutschen Fachbibliotheken für den Bereich des Ostrechts. Neben umfangreichen, heute historischen Beständen zum Recht de sog. sozialistischen Staaten (und teilweise zum Recht vor der sozialistischen Epoche) verfügt die Bibliothek heute über umfangreiche Bestände zum modernen Recht vieler Staaten Osteuropas einschließlich Kaukasusregion und Zentralasien. Dank kostensparenden Direkteinkaufs durch Institutsmitarbeiter bei Aufenthalten in Osteuropa, ist es in den letzten Jahren gelungen, den Literaturbestand wesentlich zu erweitern. Insbesondere der Buchbestand des Instituts zum russischen Recht ist heute ausgezeichnet und wird laufend weiter aktualisiert. Sukzessisch bauen wir auch die Bestände zum Recht anderer osteuropäischer Staaten (wieder) auf. Der geografischen Lage von Kiel entsprechend richtet sich die Tätigkeit des Instituts primär auf nordosteuropäische Staaten (Rußland, baltische Staaten, Belarus, Polen). In zweiter Linie sammeln wir Literatur von GUS-Staaten, wobei wir in letzter Zeit gute Bestände namentlich zum Recht Kasachstans und der Ukraine aufbauen konnten. Im Jahr 2006 kamen wesentliche Ankäufe zum Recht Aserbaidschans, Bulgariens und Kroatiens hinzu. Die Bemühungen um den Ausbau der Bibliothek werden fortgesetzt.

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Osteuropakunde e.V. (DGO), deren Kieler Zweigstelle von Prof. Trunk geleitet wird, haben wir im Januar 2000 eine Vortragsreihe Osteuropa aktuell gegründet, die einem breiteren Publikum Gelegenheit zur Information und zum Meinungsaustausch über aktuelle Entwicklungen in der Region Osteuropa gibt. Im Jahr 2003 wurde Prof. Trunk zum Mitglied des Vorstandes der DGO gewählt. Das Institut ist ferner Mitglied im Zentrum für Osteuropa-Studien (ZOS) (weitere Adresse hier), einer fakultätsübergreifenden Kooperationseinrichtung der Universität Kiel, die u.a. Ringvorlesungen und Gastvorträge veranstaltet und seit dem Jahr 2000 ein Zertifikatsprogramm "Osteuropa-Studien" anbietet. In Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen der Ostrechtsforschung bietet das Institut ab dem Wintersemester 2001 ein universitätsübergreifendes Zertifikatsprogramm "Osteuropäisches Recht" an. Neben der Universität Kiel sind an dem Programm die Universitäten Berlin (HU), Hamburg, Köln, Passau und Salzburg beteiligt.

Der organisatorisch anspruchsvollste derzeitige Arbeitsbereich des Instituts ist das Deutsch-Russische Juristische Institut (DRJI), eine auf Initiative des Instituts gegründete Kooperationseinrichtung mehrerer deutschsprachiger und russischer Hochschulen und Berufsverbände. Das DRJI hat seit seiner formellen Gründung im Jahr 2007 eine umfangreiche Projekttätigkeit entwickelt (u.a. mehrere Publikationen, Veranstaltungen mit einem Dialog von Wissenschaft und Praxis, Einrichtung eines Deutsch-Russischen Juristenpreises u.a.).

Das Recht der osteuropäischen Länder ist - auch nach zwei Jahrzehnten der Transformation und dem EU-Beitritt vieler mittel- und osteuropäischer Staaten - immer noch im Aufbau, täglich werden neue Rechtsnormen verabschiedet und das Augenmerk richtet sich zunehmend auf die Rechtsanwendung. Es ist daher selbstverständlich, daß das Institut die Möglichkeiten der neuen Informations- und Kommunikationsmedien intensiv nutzt: Aus diesem Interesse heraus beschäftigt sich Prof. Trunk auch mit den rechtlichen Fragen des Internet. Verknüpfungen mit osteuropäischem  Recht bzw. Kooperationen mit osteuropäischen Partnern ergeben sich auch im Rahmen der sonstigen Forschungsschwerpunkte von Prof. Trunk, z.B. im Insolvenzrecht, im Zivilprozessrecht, Informatikrecht oder im Internationalen Privat- und Verfahrensrecht (u.a. mehrjährige Betreuung des Kieler Universitätsteams am Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot).

Als neues Publikationsforum zum osteuropäischen Recht (und anderen Arbeitsbereichen des Instituts) geben die Mitarbeiter des Instituts für Osteuropäisches Recht seit 1998 die Institutszeitschrift "KONtakt - Kiel Journal of East European Law" heraus.  "KON" steht für Kieler Ostrechts-Notizen, und KONtakt bezeichnet unser Programm: Kontakt zwischen West und Ost, zwischen Universität und Praxis. Die Zeitschrift will über aktuelle Rechtsentwicklungen in Osteuropa informieren. Sie versteht sich in erster Linie als Forum für jüngere Wissenschaftler, selbstverständlich sind aber alle qualitätvollen Beiträge willkommen. Zugleich soll die Zeitschrift Außenstehenden einen Einblick in die Aktivitäten des Instituts ermöglichen. Im Jahr 2006 haben wir das Konzept der Zeitschrift überarbeitet: Die Hefte haben jetzt bestimmte inhaltliche Schwerpunkte, alternierend erscheinen Hefte mit Schwerpunkt zu einzelnen Ländern geplant (bislang: Ukraine, Russland, Kasachstan). Weiterhin enthält die Zeitschrift Buchbesprechungen, Literaturübersichten und Gerichtsentscheidungen (ggf. in deutscher oder englischer Übersetzung).

Im März 2012 bezog das Institut neue Räume in der Olshausenstrasse 75. Die Arbeitsmöglichkeiten des Institus haben sich dadurch wesentlich verbessert.

Siehe auch: Partner des Instituts

Für weitere Kontakte mit dem Institut senden Sie uns bitte eine eMail an office-eastlaw@law.uni-kiel.de.



Technischer Ansprechpartner: Benjamin Bremert, Tel.: (0431) 880-2173