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Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Institut für Osteuropäisches Recht - Prof. Dr. Alexander Trunk
Siegel der Fakultät
Informationen zum Schwerpunkt 5 (Stand: 1.7.2013)

Der Schwerpunktbereich 5 (SP 5) richtet sich an Studierende, die besonderes Interesse an den internationalen Bezügen des Privatrechts haben und sich z.B. auf eine spätere Berufstätigkeit in einer internationalen Rechtsanwaltskanzlei, einem international tätigen Unternehmen oder einer internationalen Organisation (einschließlich der EU) vorbereiten wollen. Die Ausbildung im SP 5 umfasst drei Teilbereiche, die aufeinander bezogen sind: Internationales Privatrecht (einschließlich Internationales Zivilverfahrensrecht), Rechtsvergleichung und Rechtsvereinheitlichung.

Der SP 5 ist ein wesentlicher Bestandteil des internationalrechtlichen Arbeitsschwerpunkts der Kieler Rechtswissenschaftlichen Fakultät. Einige Lehrveranstaltungen des SP 5 werden auch von anderen Schwerpunktbereichen genutzt (die Vorlesungen IPR II, IZVR, Mediation sowie "Vom Römischen Recht zum Europäischen Privatrecht"). Der SP 5 ermöglicht eine umfassende Ausbildung in privatrechtlichen Feldern des Internationalen Rechts, unter Einschluss sowohl der familien- und erbrechtlichen als auch der wirtschaftsrechtlichen Themenbereiche.

Als Internationales Privatrecht bezeichnet man die Gesamtheit der Normen, die bei Sachverhalten mit Auslandsbezug bestimmen, welches nationale Recht Anwendung findet. Zum Beispiel: Welchem Recht unterliegt die Eheschließung zwischen einem deutschen Fussballstar und einem ukrainischen Model? Nach welchem Recht wird ein Däne mit Wohnsitz in Kiel beerbt? Welches Recht findet auf internationale Kaufverträge und Kreditsicherungen Anwendung? Das Internationale Zivilverfahrensrecht regelt Auslandsbezüge im Zivilprozess und der freiwilligen Gerichtsbarkeit (z.B. Familiensachen, Erbsachen, Notariatsrecht).

Die Rechtsvergleichung vermittelt Grundkenntnisse über ausländisches Recht. Diese Grund‐kenntnisse sind in vielen Fällen für die Lösung praktischer Fälle mit Auslandsbezug erforderlich. Die Universität Kiel ermöglicht eine vertiefende Ausbildung im angloamerikanischen und im osteuropäischen Rechtskreis. Mit dem Institut für Osteuropäisches Recht verfügt die Universität Kiel über das einzige auf Zivil‐ und Wirtschaftsrecht in Osteuropa spezialisierte Hochschulinstitut in Deutschland. Daraus ergeben sich auch für Studierende des SP 5 vielfältige Möglichkeiten für Auslandskontakte und fachliche Vertiefung.

Rechtsvereinheitlichung ist die Entwicklung (und Anwendung) international einheitlicher Sachnormen für verschiedene Rechtsbereiche, z.B. für internationale Kaufverträge, für das Gesellschaftsrecht oder das Familien‐ und Erbrecht. Der SP 5 enthält insoweit eine einführende Vorlesung und eine Vertiefungsvorlesung mit Ausrichtung auf Europäisches Privatrecht in seiner historischen Dimension. Darüber hinaus werden Aspekte der Rechtsvereinheitlichung auch in den anderen Lehrveranstaltungen des SP 5 angesprochen.

Die Seminare im SP 5 finden häufig in Zusammenarbeit mit ausländischen Universitäten, teilweise auch im Ausland, statt. Als freiwilliges Zusatzangebot werden im SP 5 auch weitere (nicht unmittelbar prüfungsrelevante) Lehrveranstaltungen teilweise in englischer Sprache angeboten. Im SP 5 sind regelmäßig auch ausländische Gastdozenten tätig (zur Zeit Prof. Dr. Lado Chanturia, Universität Tiflis/Georgien)

Voraussetzung für die erfolgreiche Teilnahme am SP 5 sind gute Englischkenntnisse. Kenntnisse weiterer Sprachen können hilfreich sein, sind aber nicht erforderlich.

Erstprüfer im SP 5 ist derzeit im wesentlichen Prof. Trunk, daneben gelegentlich Prof. Einsele.

Der SP 5 läßt sich sehr gut mit einem Auslandsstudium (z.B. mit dem ERASMUS-Programm) verbinden. Die Universität Kiel bietet verschiedene attraktive Hochschulpartnerschaften an, die Auslandsaufenthalte – und zum Teil den Erwerb spezifischer Leistungszertifikate für Internationales Recht und Rechtsvergleichung – ermöglichen (z.B. das Kiel-Paris-Genf-Programm und Partnerschaften mit Hochschulen im Ostseeraum, z.B. Kopenhagen, Lund, St. Petersburg, Kaliningrad, Tartu, Vilnius). Es ist möglich, die Studien für den SP 5 an einer ausländischen Hochschule zu absolvieren (bei Interesse bitte Rücksprache mit dem Koordinator des SP 5). Diese Studienleistungen können anerkannt werden. In diesem Fall ist lediglich die Schwerpunktbereichsprüfung in Kiel zu absolvieren.

Studierende des SP 5 werden von uns auch gerne bei der Bewerbung um Praktika bei internationalen Organisationen oder internationalen Rechtsanwaltskanzleien unterstützt.

 



Technischer Ansprechpartner: Benjamin Bremert, Tel.: (0431) 880-2173