Kurzbericht über den Vortrag "Heiliges Meer Sibiriens - Rund um den Baikal-See" von Anna Spukova, Kiel, 13.12.2001

Die Referentin, z.Zt. als Lektorin der Robert-Bosch-Stiftung an der Universität Kiel tätig, gab zunächst einen Überblick über die regionale Struktur, Wirtschaft, Geschichte, das Klima und das Leben in Sibirien. Nach Westen begrenzt vom Ural, nach Osten von der Grossregion "Ferner Osten", erfaßt Sibirien 56 % der Landfläche Russlands. Sibirien teilt sich in zwei Subregionen: Westsibirien mit der Hauptstadt Novosibirsk (mit 2 Mio. E. drittgrösste Stadt Russlands nach Moskau und St. Petersburg), Ostsibirien mit der Hauptstadt Irkutsk (600 000 E.). Für die Wirtschaft Sibiriens von besonderer Bedeutung sind die Naturschätze (Mineralien, Holz, Pelze) und der damit verbundene Handel. In Sibirien leben auf einer Gesamtfläche von ca. 10 Mio qkm ca. 20 Mio E., davon 90 % Einwohner russischer Nationalität.

Die Referentin wandte sich dann näher der Stadt Irkutsk zu. Sie beschrieb die wirtschaftliche Lage der Stadt (ca. 80 größere Betriebe, meist im Handelssektor) und ihren kulturellen Reichtum (z.Zt. 10 Universitäten, 8 Theater) und ihre geografische Lage an der Angara, dem einzigen Abfluss des Baikal-Sees.

Der dritte Teil des Vortrags war dem Baikal-See gewidmet, seiner Lage, seinem Klima, seinen biologischen Besonderheiten (Reichtum an nur dort vorkommenden Fischarten etc.), der Bevölkerung (burjatische Bevölkerungsgruppe auf der Ostseite des Baikal-Sees, u.a.) und einzelnen Aspekten der Wirtschaftsstruktur des Baikal-Raums (Fischfang, insbesondere des "Omul", Zelluloseproduktion, noch wenig entwickelter Tourismus etc.). Abschließend führte die Referentin einen Film über den Baikal-See vor und beantwortete viele Fragen. Die etwa 30 Zuhörer waren durch die landschaftliche Schönheit der Baikal-Region gefesselt.

(14.12.2001, A.T.)