Temperierter Regenwald
/ Naturgeographische GegebenheitenBritish Columbia ist die westlichste der 10 kanadischen Provinzen und erstreckt sich
vom 49. Breitengrad im Süden bis zum 60. Breitengrad im Norden. Im Westen wird sie durch
den Pazifischen Ozean begrenzt; der westlichste Punkt liegt bei 60 Nord und circa 139 West
an der Grenze zu Alaska[5]. Die östliche Grenze zu Alberta
verläuft teilweise in den Rocky Mountains, entlang der sogenannte Great Divide, und
teilweise entlang des 120. Meridians. Im Süden grenzt British Columbia an die Staaten
Washington, Idaho und Montana der Vereinigten Staaten von Amerika und im Norden an Alaska,
das Yukon Territory und die Northwest Territories.
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Die Gebirgszüge, die hier parallel zur Küste verlaufen und sich mit Höhen von bis zu
3.954 Metern (Mount Robson) erheben, prägen die Naturverhältnisse der Provinz. Im Osten
liegen die Rocky Mountains und im westlichen Teil das Küstengebirge. Dazwischen dehnt
sich eine Hochebene, das sogenannte Interior Plateau aus. Das Küstengebirge besteht im
Bereich von British Columbia aus zwei parallel verlaufenden Bergrücken[6]. Der westlichere Bergrücken erhebt sich auf einer Reihe von
Inseln, die dem Festland vorgelagert sind. Zu den Inseln gehören unter anderem Vancouver
Island, die dort größte Insel, die Queen Charlotte Inseln und die Gulf Islands. Entlang
der Küste des Festlandes verläuft der zweite Bergrücken. Das Küstengebirge erreicht
Höhen von durchschnittlich 2.400 Metern und ist durch Gletscher und ewigen Schnee
gekennzeichnet[6]. Der höchste Berg des kanadischen
Küstengebirges ist der Mount Waddington, mit einer Höhe von 4.017 Metern. Die Küste
besteht aus vielen Fjorden, die zum Teil tief in das Gebirge eindringen.
Während in den Rocky Mountains gefaltete Sedimentschichten vorherrschen, besteht das
Küstengebirge überwiegend aus Intrusivgesteinen, Graniten und Gneisen[7]. Die meisten Waldböden an der Küste British Columbias
bestehen aus Podsol.
Das Klima von British Columbia ist von Ort zu Ort sehr verschieden, was durch
unterschiedliche Faktoren zu erklären ist. Neben der geographischen Breite kommt lokalen
Faktoren eine besondere Bedeutung zu. Dazu gehören vor allem die Nähe zum Pazifischen
Ozean und die Topographie, insbesondere die parallel zur Küste verlaufenden
Kettengebirge. Ferner haben die warmen feuchten Westwinde, die von Japan über den Pazifik
kommen, einen Einfluß auf das Klima von British Columbia. Sobald die feuchten Luftmassen
auf das Küstengebirge treffen, werden sie gezwungen aufzusteigen. Bei diesem Vorgang
kühlen die Luftmassen ab, kondensieren und sorgen für starke Niederschläge an den
Westhängen des Küstengebirges, die in den niedrigeren Lagen als Regen und in den
höheren Lagen als Schnee niedergehen. Dabei betragen die Jahresniederschläge hier zum
Teil deutlich über 2.000 Millimeter. Die Gebiete auf der Leeseite des Gebirges sind
dagegen sehr trocken.
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Nach Myrberg werden in British Columbia sechs mit der Küste gleichlaufende Klimaregionen
unterschieden:
Aufgrund der geographischen Breite sind die nördlichen Regionen British Columbias durch
zum Teil sehr niedrige Temperaturen gekennzeichnet. Zusätzlich hat der Grad der
Kontinentalität einen entscheidenden Einfluß auf die unterschiedlichen Klimaregionen
British Columbias. So sind die Temperaturen entlang der Pazifikküste milder und
ausgeglichener, während die Amplituden im Landesinneren deutlich größer sind[8].
[Begriffsverständniss - temperierter Regenwald] [Temperierte Regenwälder in British Columbia]