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Im alten Testament finden sich einige Hinweise auf die Astrologie, hier ein Beispiel aus Jesaia
"Laß jetzt die Astrologen, die Sternschauer, die Monatswahrsager aufstehen und dich vor den Dingen bewahren, die über dich gekommen sind."
Der 360° Tierkreis, wie er noch heute benutzt wird, wurde um 700 v. Chr. von den Babyloniern erfunden. 100 Jahre später wurde der Kreis in zwölf gleich große Abschnitte unterteilt. Jeder dieser Teile wurde nach dem Sternbild benannt, das es am meisten ausfüllt.
Durch die durch Mond und Planeten verursachte Pendelbewegung der Erde (Präzession) haben sich die Sterne und die Sternbilder in den letzten 2700 Jahren um ein Zwölftel verlagert, so daß sich im 360° Tierkreis z.B. das Sternbild Widder befindet, am eigentlichen Himmel hier jedoch das Sternbild Stier zu finden ist.
Das früheste Horoskop, das erhalten ist und das sich auf den Augenblick der Geburt bezieht, datiert aus dem Jahre 410 v. Chr. Es bezieht sich auf den 29.4.410 v. Chr. und besteht aus einer Zusammenstellung von fünf Planeten und dem Mond, sowie einer kurzen Zukunftsdeutung.
Das Wort "Horoskop" stammt aus dem griechischem und bedeutet "Ich beobachte, was aufsteigt". Diese Namensgebung ist aus dem Umstand entstanden, daß die Griechen dem Aszendentzeichen, also dem Sternbild, welches bei der Geburt eines Menschen gerade am Horizont steht, eine besondere Bedeutung beimaßen. Seit dieser Zeit ist für die Erstellung eines Horoskops der Moment der Geburt am wichtigsten.
Manilus von Rom schrieb im Jahre 10 (n.Chr.), zur Zeit als Augustus das römische Reich beherrschte, die die älteste erhaltene astrologische Abhandlung. Sein Werk nannte er ASTRONOMICON. 130 Jahre später folgte eine astrologische Abhandlung mit dem Namen TETRABIBLIOS, geschrieben von Ptolemäus. Es gilt bis heute als das wichtigste Buch der Astrologie, nach seinen Prinzipien wird heute noch verfahren. Beide erwähnten Werke fassen hauptsächlich ältere Schriften zusammen und verfeinern sie. Im Mittelalter war die Astrologie über die ganze Welt verteilt. Mit Erfindung des Fernrohres (1610) geriet die Astrologie jedoch immer mehr in die Kritik der Wissenschaften, so daß dieser Studiengang bereits bis 1666 an allen französischen Universitäten gestrichen wurde. Gleiches geschah wenig später in ganz Europa. Erst 200 Jahre später verhalf hauptsächlich der Theosoph Alan Leo (1860-1917) der Astrologie zu einer Renaissance, indem er sie wiederbelebte und leicht modernisierte. Vor allem in Nordamerika breitete sie sich schnell aus und besonders seit den letzten 30 Jahren finden sich auch in Europa immer mehr Anhänger. Heute glauben 30 % der westlichen Bevölkerung fest an die Vorhersagen der Astrologie, 30 weitere Prozent lesen immerhin noch aufmerksam recht regelmäßig ihr Tageshoroskop in der Zeitung.
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