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Svenja Sonntag

Stipendiatin im Deutschlandstipendienprogramm an der Uni Kiel 2011/2012



Seit Oktober 2011 bekomme ich nun die Unterstützung durch das Deutschlandstipendium, eine ungemeine Erleichterung. Es gewährt mir, meinem Studium auf eine Weise nachzugehen, die ohne Stipendium nicht möglich gewesen wäre.

Ich studiere Humanmedizin und werde ab April mit meinem vierten Semester an der Christian-Albrechts-Universität beginnen. Schon im ersten Semester habe ich gemerkt, dass dieser Studiengang sehr arbeitsintensiv ist. Es war eine Umstellung im Vergleich zur Schulzeit, die ich mit Freude angenommen habe, da mir mein Studiengang gefällt und ich mich deshalb gerne mit dem Stoff auseinandersetze.

Da ich zwei Geschwister habe und ein Studium Geld kostet, habe ich während des letzten Sommersemesters und zu Beginn der Semester­ferien auf einem Himbeerhof gearbeitet. Auch wenn diese Arbeit Spaß gemacht hat und ich eine Menge weiterer Erfahrungen sammeln konnte, so habe ich doch gemerkt, wie schwierig es ist, die Arbeit und das Studium unter einen Hut zu bekommen. Selbst bei gutem Zeitmanagement war es nur schwer möglich, mich auch weiterhin in dem Maße mit meinen Büchern zu beschäf­tigen, wie vorher. Besonders im Medizinstudium, bei dem es erst Noten im Physikum gibt, tritt so nur allzu bald ein wirkliches Verstehen des Gelernten in den Hintergrund. Die Beschäftigung mit dem Stoff orientiert sich dann schnell nur an den Prüfungsthemen und ein Blick über dieses Gebiet hinaus, geht auf Grund mangelnder Zeit verloren. Das Deutschlandstipendium gibt mir aus diesem Grund die Zeit, mich über die Prüfungen hinaus so mit den Themen zu beschäftigen, dass ich nicht nur Kreuze in Multiple-Choice-Fragen richtig setzen kann.

Vor allem in Anbetracht des Physikums im kommenden Herbst ist die Unterstützung durch das Stipendium eine große Erleichterung. Es ermöglicht mir die Monate vorher ohne Nebentätigkeit zu nutzen und auch die Bücher, die für die Vorbereitung auf die Prüfungen nötig sind, anzuschaffen.

Svenja Sonntag
Vom Studium einmal abgesehen, schafft das Deutschlandstipendium auch Zeit für Aktivitäten außerhalb des Medizinstudiums. Ich spiele seit etwa fünfzehn Jahren Tischtennis und im letzten Jahr wurde ich gebeten, im Kreis Rendsburg-Eckernförde bei dem Ausrichten von Turnieren wie z.B. den Kreismeisterschaften in der Turnier­leitung ehrenamtlich mitzuhelfen. Das erste Turnier, bei dem ich aktiv in der Leitung mitgewirkt habe, hat mir wegen der guten Teamarbeit viel Spaß gemacht und ich habe Kontakte zu Nachwuchsspielern knüpfen können. Ich freue mich sehr, dass ich jetzt die Zeit dazu habe, weiter mitzuhelfen.

Zu allerletzt freut es mich auch, dass ich auf der Verleihung der Stipendien nicht nur Förderer, sondern auch Stipendiaten kennengelernt habe und Bekanntschaften über meinen Studiengang hinaus knüpfen konnte.

Ich bedanke mich bei den Förderern, die dies alles möglich gemacht haben. Ich denke, dass Deutschlandstipendium ist ein großartige Idee und Chance für alle Beteiligten. Es stellt eine große Motivation dar, im eigenen Studiengang durch Leistungen zu überzeugen und den Förderern sowie der Uni auf diese oder andere Weise etwas zurückzugeben.


Svenja Sonntag
Im März 2012

Zuständig für die Pflege dieser Seite: sgrosse-aust@praesidium.uni-kiel.de, Tel. +49 (0)431 880-1490