Der Schwerpunkt "Gesellschaft, Umwelt, Kultur im Wandel" (Societal, Environmental and Cultural Change) wird im Wesentlichen von der Graduiertenschule „Human Development in Landscapes“ (GS) und dem DFG-Schwerpunktprogramm „Frühe Monumentalität und Soziale Differenzierung“ geprägt. Die Philosophische Fakultät verfolgt das Thema im fakultätseigenen Schwerpunkt „Kulturelle Räume“.

Rekonstruktion eines neolithischen Dorfes.
Die Wechselwirkung zwischen physischen und sozialen Landschaften ist der wohl grundlegendste Prozess, der menschliche Handlungsweisen in Raum und Zeit bestimmt. Die GS untersucht das wechselseitige Verhältnis von Umwelt, sozialen Beziehungen, Populationsdynamik, materieller Kultur und der Rezeption von Umwelt und Gesellschaftswandel. Landschaft wird als physischer und mentaler Raum konzeptualisiert, der kulturelle und umweltbezogene Wirkungsbereiche umfasst und der sich interaktiv mit den menschlichen Gesellschaften entwickelt, die ihn bevölkern. Die GS strebt nach einem umfassenden Verständnis der Mensch-Umwelt-Beziehungen durch interdisziplinäre Forschung, die sowohl Geistes- als auch Naturwissenschaften integriert. Im Rahmen einer gemeinschaftlichen Doktorandenausbildung werden junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler befähigt, eigene Forschung zu entwickeln und umzusetzen. Dazu können sie auf zahlreiche theoretische Konzepte und analytische Techniken zurückgreifen.
Seit dem Start der GS Ende 2007 haben zwei Generationen von Doktorandinnen und Doktoranden erfolgreich interdisziplinäre Fragestellungen bearbeitet. Drei Juniorprofessuren in den Bereichen Environmental Archaeology, Environmental History und Environmental Anthropology ergänzen die Forschung im Kern eines sich entwickelnden Wissenschaftsfeldes. Die Forscherinnen und Forscher des Schwerpunkts können auf fakultätsübergreifende Infrastruktur in den Bereichen Tracer Analysis, aDNA, Modelling, Data Management uns Ethics zurückgreifen. Das neue Ausbildungsprogramm, Kommunikations-Netzwerke und interdisziplinäre Forschungsbrennpunkte haben die CAU-Infrastruktur gestärkt und die Graduiertenschule als internationales Forschungs- und Ausbildungszentrum etabliert.
Kontakt:
Marion Möller
Stand:
13.01.2012
© Christian-Albrechts-Universität zu Kiel