Jeder kennt das tiefe Blau des Mittelmeeres, das zum Baden und Erholen einlädt. Aber auch das aufgewühlte fast schon braune Wasser der Nordsee ist jedem ein Begriff. Wie kommt es aber zu diesen Erscheinungen?
Für die Farbe des Meeres ist das Licht der Sonne verantwortlich.
Sie dringt mit ihren Strahlen in das Wasser ein, bzw. ihre Strahlen
werden an der Meeresoberfläche reflektiert. Der Anteil des
Lichtes, der reflektiert wird, ergibt die Farbe des Meeres, die wir
sehen. Das braune, aufgewühlte Wasser der Nordsee enthält
so viele Schwebstoffe [>Lexikon]
, dass es die Farbe dieser Stoffe angenommen hat, oder besser, die
Strahlen reflektiert, die auf diese Stoffe treffen, so dass das Meer
in einer braunen Farbe erscheint. Das tief blaue Wasser des
Mittelmeeres enthält dagegen kaum Schwebstoffe, die die blaue
Farbe abändern würden.
Die Meeresfarbe wird vor allem durch die unterschiedliche Konzentration von winzig kleinen Meeresalgen beeinflusst. In Gewässern mit grünem Schimmer herrscht eine relativ hohe Phytoplanktonkonzentration. Das Phytoplankton [>Lexikon] wird auch als Urproduktion der Meere bezeichnet, weil es die Nahrungsgrundlage für alle übrigen Lebewesen im Meer darstellt. Ohne Phytoplankton wäre kein heterotrophes [>Lexikon] Leben im Meer vorhanden. Eine hohe Phytoplanktonkonzentration bedeutet also nicht nur eine Verfärb ng des sonst blauen Wassers, sondern es bedeutet auch einen großen Fischreichtum in dem betreffenden Gewässer.
Die Satellitenbilder, mit deren Hilfe die globale und regionale Verteilung des Phytoplanktons erklärt werden soll, wurden mit dem Coastal Zone Color Scanner (CZCS) aufgenommen. Auf die Probleme bei der Datengewinnung und -verarbeitung wird im Kapitel "Der Coastal Zone Color Scanner (CZCS)" eingegangen.
[Phytoplankton] [Meeresströmungen] [Der Coastal Zone Color Scanner] [Bilder des CZCS] [Verwendete Literatur]