3. Semester

Auf geht’s ins dritte Semester!

Hier habt ihr schon wieder etwas mehr zu tun. Hauptfächer sind in diesem Semester Quantitative Analytische Chemie, Arzneiformlehre (AFL) und Pharmazeutische Biologie I.

1)       Vorlesungen und Seminare

Am Institut

–          1 SWS Seminar: Stereochemie

–          1 SWS Proseminar Arzneiformlehre

Außerhalb des Instituts

–          3 SWS Grundlagen der Anatomie für Pharmazeuten

–          2 SWS Seminar: Toxikologie

2)       Praktika

-Quantitative Analytik

Während des dritten Semesters beschäftigt ihr euch wieder mit der anorganischen analytischen Chemie, jedoch wird jetzt nicht mehr nach der Art der Pulverzusammensetzung gefragt, sondern wie viel in Gramm oder Prozent darin enthalten ist. Oberstes Gebot ist dabei Sauberkeit!!! Wer seine Geräte nicht richtig reinigt, wird schwer richtige Ergebnisse erzielen können. Weil die einzelnen Untersuchungen im Schnitt schneller gehen, werdet ihr hier im Ganzen 15 Analysen machen. Am Anfang des Semesters werden bestimmte Lösungen (Maßlösungen) in größeren Mengen hergestellt, die dann für alle im Praktikum bestimmt sind. Innerhalb des Semesters sollte rechtzeitig abgesprochen werden, wer für den Neuansatz eventuell ausgegangener Maßlösungen zu sorgen hat. Man sollte auch nicht die Unart betreiben, von jeder Lösung im Schrank eine „Privatabfüllung“ stehen zu haben. Das ist erstens unkollegial, und zweitens durch den Mehrverbrauch sehr teuer und umweltbelastend. In der Mitte des Semesters findet ein Zwischenkolloquium beim Assistenten statt und am Ende steht wie üblich die Abschlussklausur.

–          Arzneiformlehre 1

Das zweite Praktikum ist Arzneiformlehre I. Es wird in Blockgruppen durchgeführt. Zugangsvoraussetzung für das Praktikum ist ein Antrittskolloquium vor Praktikumsbeginn (meistens ist das in den ersten Semestertagen).

Grundlage hierfür ist die Arzneiformenlehre-Vorlesung aus dem 2. Semester. Das Praktikum behandelt hauptsächlich die halbfesten Arzneiformen, also Salben, Emulsionen, Suspensionen, Cremes und Gele, allerdings auch Kapseln und homöopathische Arzneimittel. Es behandelt Stoff, der bis zum zweiten Staatsexamen nicht mehr wiederholt wird, aber prüfungsrelevant ist. Ihr sollt lernen, wie die oben aufgeführten Arzneiformen hergestellt, korrekt abgefüllt und etikettiert werden. Außerdem sollen die Hilfsstoffe und eventuelle Handelsnamen der Produkte gelernt werden. Auch werden halbfeste Arzneiformen charakterisiert, also z.B. Viskositäten gemessen, Teilchengrößenverteilungen bestimmt etc. Für dieses Praktikum ist die Famulatur besonders hilfreich, da ihr dort meist alle Salben schon einmal gerührt und auch die Hilfsstoffe schon gesehen habt. Ihr werdet in 3er und 2er Gruppen arbeiten, die Versuche für jeden Praktikumstag sind festgelegt. Am Ende jedes Praktikumstages wird die Theorie hinter den durchgeführten Versuchen abgefragt. Von jedem Versuch ist pro Gruppe ein Protokoll anzufertigen. Am Ende des Praktikums findet eine praktische Abschlussprüfung sowie eine Abschlussklausur statt.

–          Physik für Pharmazeuten

Als drittes Praktikum finden an sechs Nachmittagen die „physikalischen Übungen für Pharmazeuten“ im Physikzentrum statt. Die Termine hängen im Schaukasten am Kaffeeautomaten aus. Auch hier arbeitet ihr in Gruppen und schreibt noch während des Praktikums ein Protokoll zu den durchgeführten Versuchen. Grundlage für das Praktikum ist die Vorlesung aus dem ersten Semester und das Praktikumsskript. Das Praktikum wird mit einer Klausur abgeschlossen, die zum größten Teil aus MC-Fragen und einigen wenigen Rechenaufgaben besteht.

–          Grundlagen der Histologie und Zytologie (Menschliche Zellen)

2 Stunden in der Woche werdet ihr im Mikroskopiersaal bei den Medizinern mikroskopieren. Anders als im 2. Semester sind alle Präparate Fertigpräparate, von denen Zeichnungen angefertigt werden. Zusammen mit der Anatomievorlesung schließt das Praktikum mit einem Abschlusskolloque ab.