Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Forschungs- und Technologiezentrum Westküste

         
 
Aktuelles
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AG "Ökologie mariner Tiere"

Aktuelles aus der Arbeitsgruppe - Stand: April 2014

Neue Projekte

 

Vom Watt bis zu den Seevögeln

 

Bundesministerium für Bildung und Forschung bewilligt neues Verbundprojekt zur Küstenforschung

 

„Vom Sediment zum Top-Prädator“ heißt das neue Forschungsprojekt, das von Wissenschaftlern des Forschungs- und Technologiezentrums Westküste (FTZ) der Universität Kiel in Büsum in Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung Tönning (NPA) initiiert wurde.

Untersucht werden soll, ob und wie man über die Zusammensetzung und Verteilung des Watt-Sedimentes und der darin lebenden Tiere und Pflanzen Rückschlüsse auf die Qualität eines Gebietes für Vögel ziehen kann. „Das Sediment wird unter anderem mit hydroakustischen sowie modernsten Labormethoden analysiert“, erklärt Dr. Klaus Ricklefs, Leiter der Arbeitsgruppe Küstengeologie am FTZ.
„Zur Bestimmung der Aufenthaltsorte von Löfflern, Möwen, Austernfischern und weiteren Vogelarten werden wir GPS-Telemetrie einsetzen“, fügt Privatdozent Dr. Stefan Garthe, Leiter der Arbeitsgruppe "Ökologie mariner Tiere" am FTZ Westküste hinzu, der sich wichtige Ergebnisse für die Umsetzung verschiedener Meeresschutzstrategien verspricht. Die Ergebnisse könnten zukünftig auch für andere Gebiete genutzt werden.

Nur fünf von 38 Anträgen wurden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung bewilligt. „Wir freuen uns alle sehr über diesen Erfolg“, meint Kai Eskildsen vom NPA, der das Projekt koordinieren wird. Beteiligt sind an dem Verbundprojekt außerdem das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI), Sylt sowie das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR), Flintbek. Der Bund übernimmt ab dem 1.4.2013 für drei Jahre die Finanzierung von insgesamt 1,2 Millionen Euro.

 

 

Pressemeldung

 

Privatdozent Dr. Stefan Garthe ist neuer Präsident der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft e.V.

 

Am Samstag, 6.10.2012 wurde er auf der 145. Jahrestagung des Vereins in Saarbrücken im Rahmen der Mitgliederversammlung gewählt.

Stefan Garthe tritt damit die Nachfolge von Prof. Dr. Franz Bairlein, Direktor des Instituts für Vogelforschung „Vogelwarte Helgoland“ an, der den Verein 11 Jahre lang leitete.

Die Deutsche Ornithologen-Gesellschaft e.V. (DO-G) wurde 1850 gegründet und hat rund 2.000 Mitglieder. Damit ist sie eine der ältesten und mitgliederstärksten wissenschaftlichen Vereinigungen in Europa.

Nobelpreisträger Nikolaas Tinbergen und Konrad Lorenz traten ihr ebenso bei wie die Naturschützer und Tierfilmer Heinz Sielmann und Bernhard Grzimek.

Primäre Ziele des Vereins sind die Förderung der Vogelforschung, u.a. durch die Herausgabe der Zeitschrift "Journal of Ornithology" (vormals "Journal für Ornithologie", gegründet 1853), die Organisation regelmäßiger Jahrestagungen, sowie fachliche und finanzielle Hilfestellung bei der Durchführung von Forschungsvorhaben mit Hilfe eines speziellen Forschungsfonds. Für herausragende wissenschaftliche Arbeiten werden zudem Förderpreise vergeben.

 

Homepage Deutsche Ornithologen-Gesellschaft (DO-G)




Neue Veröffentlichungen


Garthe S, Guse N, Montevecchi WA, Rail J-F, Grégoire F (2014): The daily catch: Flight altitudes and diving behaviour of northern gannets feeding on Atlantic mackerel. Journal of Sea Research 85: 456-462.

 

Sommerfeld J, Kato A, Ropert-Coudert Y, Garthe S, Hindell MA (2013): The individual counts: within sex differences in foraging strategies are as important as sex-specific differences in Masked Boobies Sula dactylatra. Journal of Avian Biology 44: 531-540.

 

Paiva VH, Geraldes P, Ramírez I, Werner AC, Garthe S, Ramos JA (2013): Overcoming difficult times: The behavioural resilience of a marine predator when facing environmental stochasticity. Marine Ecology Progress Series 486: 277-288.

 

Sommerfeld J, Kato A, Ropert-Coudert Y, Garthe S, Hindell MA (2013): Foraging parameters influencing the detection and interpretation of Area-restricted search behaviour in marine predators: a case study with the Masked Booby. PLoS One e63742.

 

Kubetzki U, Schwemmer P (2013): Welche Rolle spielen Veränderungen im Nahrungsgebiet? Bestandsrückgänge des Austernfischers im Wattenmeer. Falke 60: 371-375.


Kubetzki U (2013): Eine Erfolgsgeschichte: Datenlogger in der Seevogelforschung. Falke 60: 92-98.

Paiva VH, Geraldes P, Marques V, Rodríguez R, Ramírez I, Garthe S, Ramos JA (2013): Effects of environmental variability on different trophic levels of the North Atlantic food web. Marine Ecology Progress Series 477: 15-28.




Ausführliche Informationen zu laufenden Forschungsarbeiten sind unter Projekte zu finden.

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