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Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Paper
 

49. GeWiSoLa-Jahrestagung vom 30.09. - 02.10.2009


Einladung zur Einreichung von Beiträgen

Die 49. Jahrestagung der GEWISOLA wird vom Mittwoch, den 30. September, bis Freitag, den 2. Oktober 2009, an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel stattfinden.

Das Tagungsthema lautet:
"Agrar- und Ernährungsmärkte nach dem Boom"
Zu diesem Generalthema erbittet das Organisationskomitee schriftliche Beiträge, die auf der Tagung vorgetragen werden sollen. Poster, die auf der Tagung ausgestellt werden sollen, sind ebenfalls willkommen.

Neben Beiträgen mit deutlichem Bezug zum Tagungsthema werden auch Manuskripte zu anderen Themen berücksichtigt, sofern sie wesentlich zum Stand des Wissens und der Forschung in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften der Land- und Ernährungswirtschaft beitragen. Methodisch-theoretische und empirische Arbeiten sind gleichermaßen erwünscht.

Erläuterungen zum Generalthema
Die Inflation der Preise für Agrarprodukte und Lebensmittel der vergangenen zwei Jahre war die größte seit der "Great Grain Robbery" in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts. Angedeutet hat sich die Inflation der Preise für Agrarprodukte und Lebensmittel in den Jahren 2002 und 2003 bei einzelnen Agrarprodukten, sie erfasste dann in den Jahren 2005 und 2006 immer mehr Produkte, beschleunigte sich im Jahre 2007 rasant und erreichte ihren Höhepunkt im Frühjahr 2008.
Für die meisten Marktteilnehmer und -beobachter war die Explosion der Preise eine mehr oder weniger willkommene Überraschung. Für viele arme Konsumenten in den "Bottom-Billion"-Ländern war sie jedoch ein existenzbedrohendes Desaster und für viele Politiker ein Albtraum.
In einer pfadabhängigen Welt, in der nicht alle Erinnerungen an vergangene Ungleich­gewichte beim Einpendeln in neue Gleichgewichte ausgelöscht werden, wird die Erfahrung des Preisbooms lange nachwirken. Schon heute ist die Meinung zu hören, die Evolution der Agrar- und Ernährungswirtschaft der Welt sei mit dem Preisboom des Jahres 2007 in eine neue Ära eingetreten. Die langfristig wichtigen Lehren und Erkenntnisse sind jedoch noch nicht gezogen und eine zentrale Aufgabe der Tagung ist die Aufarbeitung der Erfahrungen aus der Preishausse. Zu klären sind vor allem vier Fragen:
  1. Welcher Art war die Preisinflation? War es eine ganz normale, wenn auch über­raschende, Reaktion auf veränderte Knappheiten für Agrarprodukte, zum Beispiel durch eine weltweit gestiegene Nachfrage nach Lebensmitteln in Kombination mit neuen alternativen Verwendungen für Agro-Treibstoff? Oder handelte es sich um eine Preisblase, bei der die Preise ihre Funktion, weitverstreute Informationen über relative Knappheiten unverfälscht widerzuspiegeln, eingebüßt hatten? Oder war die Preisinflation gar etwas völlig anderes - ein "Schwarzer Schwan", der aus dem komplexen Chaos weltweit vernetzter Märkte aufgestiegen war?
  2. Welche Auswirkungen hatte die Preisinflation auf die Agenten der Anbieterketten für Lebensmittel, auf die Koordination innerhalb der Ketten, auf das Zusammenspiel der Märkte, auf die Entwicklung von Landwirtschaft und Agribusiness und auf die Ausrichtung nationaler und internationaler Agrar- und Ernährungspolitiken? Da in einer globalisierten Welt kein Agrar- und Ernährungssektor ein Eiland ist, kann diese Frage schwerlich aus einer rein regionalen oder nationalen Perspektive angegangen werden.
  3. Welche Anpassungen oder Reformen von Institutionen, Regeln und Verhaltens­normen sind denkbar und wünschenswert, um das Risiko der Wiederkehr von Preisinflationen vergleichbaren Ausmaßes auf den Agrar- und Ernährungsmärkten zu verringern? Genügt es, zu diesem Zweck die Institutionen der Produktmärkte und Anbieter­ketten zu reformieren oder müssen auch die Märkte für Rechte an diesen Gütern in diese Reformen einbezogen werden?
  4. Welche in der Gesellschaft verbreiteten Leitbilder und Ideologien bedürfen einer Revision, um Fehlentwicklungen, wie die der Preisinflation von 2007, langfristig zu vermeiden? Im Zusammenhang mit der Preisinflation kommen z.B. zwei Fragen in den Sinn: Ist bei anhaltendem Bevölkerungswachstum in der Welt ein Verzicht in Europa auf Ertragsfortschritte durch gentechnische Verbesserung weiterhin vertretbar? Und: Sind die Vorstellungen unserer Gesellschaft über eine nachhaltige Land- und Ernährungswirtschaft zum Wohle künftiger Generationen auch dann noch vertretbar, wenn die gegenwärtige Generation darunter leidet?
Auswahlverfahren

Vorträge
Manuskripte von Beiträgen, die auf der Tagung vorgetragen werden sollen, dürfen 12 Seiten DIN A4, einzeilig, Times New Roman 12pt nicht überschreiten. Sie sollen entsprechend den Vorgaben, die weitgehend denen der Agrarwirtschaft entsprechen, formatiert sein. Details zur Formatierung und zum Format der Literaturangaben sind bei der Webadresse
http://www.uni-kiel.de/gewisola2009/hinweise.shtml zu finden.
Die Begutachtung erfolgt anonym durch jeweils zwei externe Gutachter auf der Grundlage vollständig ausgearbeiteter Manuskripte, die in deutscher oder englischer Sprache angefertigt sein können. Für die Evaluierung werden die üblichen Kriterien herangezogen (Relevanz des Themas, Originalität des Beitrags, Angemessenheit der methodischen Vorgehensweise, Verständlichkeit der Darstellung). Positiv evaluierte Beiträge werden in Parallelsitzungen der Tagung vorgetragen und – ggf. nach Einarbeitung gutachterlicher Hinweise – im Tagungsband veröffentlicht.
Manuskripte in deutscher oder englischer Sprache sind bis zum 02.03.2009 (Ausschlusstermin!) als PDF-Datei im Anhang zu einer Email zu senden an:
gewisola-09@uni-kiel.de. Das lokale Organisationskomitee behält sich vor Beiträge, die die Vorgaben weitgehend missachten, unbegutachtet an die Autoren zurückzugeben.
Poster
Vorschläge von Posterbeiträgen sollen auf maximal zwei Seiten DIN A4 in deutscher oder englischer Sprache die Problemstellung, die Methode und die Ergebnisse der Forschungs­arbeit darstellen, über die das Poster berichtet. Vorschläge von Posterbeiträgen werden von zwei Gutachtern hinsichtlich ihrer inhaltlichen Eignung für die Tagung anonym bewertet.
Poster, die zur Ausstellung auf der Tagung angenommen worden sind, sollen entsprechend den Hinweisen für Poster angefertigt werden. Diese Hinweise sind unter der Adresse http://www.uni-kiel.de/gewisola2009/hinweise.shtml zu finden. Das lokale Organisationskomitee behält sich vor, eingereichte Poster, die diese Vorgaben weitgehend missachten, nicht auszustellen.
Angenommene Poster werden über die gesamte Tagung an zentraler Stelle aufgestellt und im Rahmen von Postersessions von den Autoren präsentiert. Angenommene Posterbeiträge, die von ihren Autoren auf der Tagung präsentiert wurden, erscheinen mit einer maximal zweiseitigen Zusammenfassung im Tagungsband.

"Hinweise und Vorschläge zur Gestaltung guter Poster" (von Prof. Hoffmann u. Dr. Helmle):
Gestaltung_Poster.pdf
Metaposter.pdf


Kontaktadresse für Rückfragen

Sollten Sie weitere Auskünfte zur Einreichung und Formatierung von Manuskripten und Postern erwünschen, wenden Sie sich bitte werktags in der Zeit von 08:00-12:00 Uhr an:

Kirsten Kriegel
Institut für Agrarökonomie, CAU
Olshausenstr. 40
24119 Kiel
T: 0431-880 4437
E: kkriege@ae.uni-kiel.de
http://www.agric-econ.uni-kiel.de/Abteilungen/marktlehre/mitarbeiter.shtml

Für das lokale Organisationskomitee

Prof. Dr. J.-P- Loy

Prof. Dr. R.A.E. Müller
 
 
  


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