Ethikkommission

Die Ethikkommission der CAU Kiel steht den an der Universität tätigen Forscherinnen und Forschern bei Fragen der Forschungsethik zur Verfügung, vermittelt bei einschlägigen Meinungsverschiedenheiten und kann Empfehlungen zur Durchführung von Forschungsprojekten abgeben. Sie unterstützt Forschende bei der Beantragung und Durchführung von Forschungsvorhaben durch eine Beratung zu bzw. eine Beurteilung von forschungsethischen Gesichtspunkten des geplanten Vorhabens. Bei Bedarf stellt sie nach ausführlicher Beratung Unbedenklichkeitsbescheinigungen zu ethischen Aspekten von Forschungsvorhaben aus, z. B. für Publikationen, Fördermittelanträge oder Visa. 

Zusammensetzung der Kommission

Die Ethikkommission besteht aus drei permanenten Mitgliedern der CAU (Stammkommission), die unterschiedlichen Fächern angehören und zusammen mit vier Stellvertretern*innen auf Vorschlag ihrer Fakultäten vom Senat gewählt werden. Die drei Mitglieder wählen den/die Vorsitzende* der Stammkommission. Ihre Amtszeit beträgt drei Jahre.

Stammkommission:

Vorsitz: Prof. Dr. Dr. Ino Augsberg
Rechtswissenschaftliche Fakultät
Mail, Webseite

Prof. Dr. Stefan Hoffmann
Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät
Mail, Webseite

Prof. Dr. Angelika Messner
Philosophische Fakultät
Mail, Webseite

Stellvertretende Mitglieder:

Prof. Dr.-Ing. Reinhard Koch
Technische Fakultät
Webseite

Prof. Dr. André Munzinger
Theologische Fakultät
Webseite

Prof. Dr. Ulrich Orth
Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät
Webseite

Prof. Dr. Huayna Terraschke
Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät
Webseite

Aufgaben und Arbeitsweise der Ethikkommission

Die Aufgaben der Zentralen Ethikkommission sind in der Satzung der CAU zu "Forschungsfreiheit und Forschungsrisiken" vom Mai 2013, Abschnitt D Punkt 2., festgelegt:

"...In den einzelnen Verfahren zur Bewertung von Forschungsprojekten gehört der Ethikkommission auch der Geschäftsführende Direktor/die Geschäftsführende Direktorin des betroffenen Instituts an. Darüber hinaus können die Mitglieder der Stammkommission und der/die zuständige Direktor/in bis zu zwei weitere stimmberechtigte Mitglieder in die für ein konkretes Verfahren zuständige Kommission wählen. Sie müssen in Fragen der Forschungsethik, auf dem betroffenen Wissenschaftsgebiet oder in anderen entscheidungsrelevanten Bereichen besondere Fachkenntnisse haben. Die Kommission soll im Hinblick auf naturwissenschaftliche und geisteswissenschaftliche Mitglieder interdisziplinär besetzt sein. Sie kann für die einzelnen Verfahren einen Berichterstatter/eine Berichterstatterin ernennen.

Die Ethikkommission kann von allen projektbeteiligten oder projektverantwortlichen Forschern und Forscherinnen mit der Prüfung befasst werden, ob ein geplantes oder laufendes Projekt mit den vorliegenden Regeln vereinbar ist. Bei Zweifeln über die Vereinbarkeit einer Forschung mit den vorliegenden Ethikregeln kann sie auch von dem Präsidenten/der Präsidentin sowie bei Vorliegen eines berechtigten Interesses von jedem wissenschaftlichen Mitglied, von jedem/r Mitarbeiter/in oder Doktoranden/in der CAU sowie von externen Kooperationspartner angerufen werden.

Die verantwortlichen Forscher und Forscherinnen sind über Zweifel an der Vereinbarkeit ihrer Forschungen mit den vorliegenden Regeln unverzüglich zu informieren und von der Ethikkommission anzuhören. Sie haben das Recht, jederzeit eine schriftliche oder mündliche Stellungnahme abzugeben und die entsprechenden Unterlage so weit wie möglich einzusehen. Sie sind über die wesentlichen Verfahrensschritte der Kommission zu informiere und können an Anhörungen und Befragungen teilnehmen. Über die abschließende Empfehlung der Ethikkommission und der sie tragenden Gründe sind sie unverzüglich durch Übersendung der schriftlichen Stellungnahme der Kommission zu unterrichten.

Eine Empfehlung der Ethikkommission über die Vereinbarkeit oder Nichtvereinbarkeit von Forschung mit diesen Regeln bedarf einer Mehrheit ihrer Mitglieder. Bei Stimmengleichheit entscheidet in allen Abstimmungen die Stimme der/des Vorsitzenden. Das Gleiche gilt, wenn die Ethikkommission auf der Grundlage der vorliegenden Regeln Empfehlungen über die Art und Weise der Durchführung eines Forschungsvorhabens oder dessen Nichtdurchführung abgibt. Die genannten Entscheidungen kann die Ethikkommission auf der Grundlage eines Vorschlags des/der Berichterstatters/in im schriftlichen Verfahren treffen, wenn der/die Betroffene(n) zuvor zu dem Vorschlag des/der Berichterstatters/in Stellung nehmen konnte(n).

Die Ethikkommission berichtet dem Senat regelmäßig über ihre Arbeit."

Antragsformular zur Beurteilung ethischer Aspekte von Forschungsprojekten (folgt)

Weiterführende Informationen

Satzung der CAU zu "Forschungsfreiheit und Forschungsrisiken"

Webseite der CAU zu Forschung und Integrität

Richtlinie der CAU zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis

Anlage 1 - Katalog möglicher Sanktionen (pdf)

Leitlinien zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis der DFG

Zentraler Senatsausschuss für Ethik