Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel auf der Hannover Messe 2018

23.4.2018 Schleswig-Holstein-Tag SH SOLUTIONS

Logo Schleswig-Holstein. Der echte Norden.

Auf der weltgrößten Industriemesse stellt sich der echte Norden als exzellent vernetzter Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort dar und zeigt, wie Wissenschaft und Mittelstand gemeinsam Innovationen vorantreiben. Unter der Überschrift „Wirtschaft trifft Wissenschaft – Wissenschaft trifft Wirtschaft“ treten in Hannover die verschiedenen Akteure aus Mittelstand, Wirtschaftsförderung, Wissenschaft und Politik gemeinsam auf.

11:00 Uhr Zukunft zusammen gestalten – Wirtschaftscluster in Schleswig-Holstein

Seit 2005 fördert die Landesregierung Schleswig-Holstein die Vernetzung, Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit von Unternehmen, oft auch in Kooperation mit der Wissenschaft, in den Schwerpunktbranchen bzw. Technologiefeldern 
 


Die Präsentation gewährt Einblicke in die Clusterpolitik Schleswig-Holsteins, die Aktivitäten und Erfolge der Clustermanagements und die Arbeit der Clusteragentur.  

Präsentiert durch:

Dr. Ulrich Hausner
Clusteragentur Schleswig-Holstein
WTSH - Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH

12:00 Uhr Exzellente Kieler Forschung - Zukunftsperspektiven für die Wissenschaft

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) bewirbt sich im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder mit drei Anträgen für große Forschungsverbünde in der Medizin, in den Meereswissenschaften und in der Archäologie. Sie beschäftigen sich mit den gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit. Auf der Hannover Messe 2018 stellen sie ihre Zukunftsvisionen vor.


Chronisch-entzündliche Erkrankungen sind aufgrund ihres Zivilisationsbezugs eine der wesentlichen Herausforderungen westlicher Industriegesellschaften. Entzündungsprozesse sind Grundlage vieler bösartiger und degenerativer Erkrankungen. Der Exzellenzcluster Entzündungsforschung (PMI) entwickelt personalisierte Therapien, um diese Erkrankungen zu stoppen.

Forschung im Exzellenzcluster „Future Ocean“ steht im Kontext von Ozean-Mensch-Umwelt-Beziehungen und der nachhaltigen Entwicklung der Weltmeere und seiner Küstenzonen. Das Zusammenspiel von Grundlagenforschung, Austausch mit Vertretern aus Industrie und Politik, Co-Design und Digitalisierung von Forschungsdaten sind Strategien, Schutz und Nutzen des Ozeans in Einklang zu bringen.

In einem breit interdisziplinären Konzept erforscht der Exzellenzcluster „ROOTS" soziale, kulturelle und umweltrelevante Prozesse in der menschlichen Geschichte. Wie sind diese Sphären miteinander verwoben und wie kann uns das Wissen über die dynamischen Umwelt-Gesellschaft-Beziehungen helfen, gegenwärtige Herausforderungen und Krisen zu meistern? Weitere Informationen zu "ROOTS"

Referenten und Teilnehmende: Prof. Stefan Schreiber (PMI), Prof. Martin Visbeck (Future Ocean) und Prof. Johannes Müller (ROOTS), Wissenschaftsministerin Karin Prien, CAU-Präsident Prof. Lutz Kipp

13:00 Uhr Offizielle Eröffnung des CAU-Messestandes mit Empfang

Grußwort
Professor Lutz Kipp, Präsident der Universität Kiel


Lutz Kipp. Foto: Axel SchönMit über 26.000 Studierenden in 190 Studiengängen, über 2.200 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern steht unsere Landesuniversität für eine lebendige akademische Lehre, international renommierte Forschung, den Austausch mit Wirtschaft und Gesellschaft sowie für verantwortungsvolles Handeln. Sieben Nobelpreisträger wirkten hier. Mit unseren Partnern und Förderern setzen wir uns für gehalt- und qualitätsvolle universitäre Bildung ein. Ein Schlüsselmoment ist dabei aus Sicht der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) die Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder. Sie kann für ganz Schleswig-Holstein die Keimzelle dafür werden, neues Wissen und Innovationen schneller und effizienter zur Entfaltung zu bringen. Auf der Hannover Messe zeigen wir eindrucksvolle Beispiele, wie das gelingen kann.

Rede "Mit exzellenter Wissenschaft unsere Zukunft gestalten"
Daniel Günther, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein

 
Daniel Günther. Foto: Frank PeterAuf der weltgrößten Industriemesse präsentiert Schleswig-Holstein seine Stärken als Wissenschaftsland und zeigt, wie sich das Land mit guter Wissenschaft und Technologietransfer für die Zukunft aufstellt. Unter der Überschrift „Wirtschaft trifft Wissenschaft – Wissenschaft trifft Wirtschaft“ treten in Hannover die verschiedenen Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik gemeinsam auf. „Die wichtige Hannover Messe erlaubt uns, die exzellente Forschung aus Schleswig-Holstein zu zeigen und uns über die Landesgrenzen hinaus zu vernetzen. Diese Chance wollen wir nutzen“, sagt Ministerpräsident Daniel Günther. 

"In vielen Wissenschaftsbereichen ist Schleswig-Holstein hervorragend aufgestellt. Die Meereswissenschaften und die Medizin sind nur zwei Beispiele von vielen. Spitzenforschung und Exzellenzstrategie werden in Schleswig-Holstein ambitioniert vorangetrieben. Damit sollen internationale Partner gewonnen werden und Schleswig-Holstein soll noch stärker als Land der Wissenschaft auch international bekannt gemacht werden. Auf der Messe wolle man daher für den Wissenschaftsstandort Schleswig-Holstein werben", so der Ministerpräsident.
 
Auch die Vernetzung steht beim Messeauftritt im Fokus, damit innovative Ideen und Technologien aus der Forschung zwischen Gesellschaft und Wirtschaft noch besser transferiert werden. Das Know-how der Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen soll den Unternehmen in Schleswig-Holstein noch gezielter zugutekommen, deren Wertschöpfung erhöhen und die internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter steigern.
 
Eine solche Zusammenarbeit bringt für beide Seiten erkennbare Vorteile. Wie dieses Zusammenspiel im echten Norden funktioniert, zeigt die Landesregierung gemeinsam mit der CAU auf der Hannover Messe an ausgewählten Beispielen.
 

13:30 Uhr Empfang des Landes Schleswig-Holstein

 

14:30 Uhr Keynote "Mittelpunkt Mensch. Maschinenintelligenz für eine leichtere Zukunft."

Prof. Dr.-Ing. Sami Haddadin

Direktor Munich School of Robotics and Machine Intelligence Technische Universität München

Die Robotik und Künstliche Intelligenz stehen aufgrund des rasanten wissenschaftlich-technischen Fortschritts vor einem technologischen Quantensprung und ihrer Vereinigung zur Fachdisziplin Maschinenintelligenz. Diese Verkörperung der Digitalen Revolution wird unsere Gesellschaft nachhaltig verändern, und zwar von der Industrie und dem Gesundheitswesen bis hin zum Privatsektor gleichermaßen. Bei dieser Entwicklung ist es von zentraler Bedeutung den Menschen zum Mittelpunkt der Technologie zu machen, so dass vernetzte und lernfähige Maschinen im Alltag der Zukunft unser Leben als nützliche Werkzeuge einfacher machen. Die heute oft beobachtete Überforderung der Menschen durch das Internet sowie den Einsatz Künstlicher Intelligenz in und um Smart Devices unterstreicht die Notwendigkeit und den Wert des Mensch-zentrierten Ansatzes.

Kürzlich hat die Einführung lernfähiger, vernetzter und durch Jedermann bedienbarer Roboterassistenten die Demokratisierung der industriellen flexiblen Automation eingeläutet. Als Haushaltsgeräte der Zukunft werden Geriatronik-Assistenzroboter den Verbleib in den eigenen vier Wänden im Alter ermöglichen und als Schlüsseltechnologie der Telemedizin dem Fachärztemangel in den ländlichen Regionen begegnen. Weitere gesellschaftlich hochrelevante Anwendungsgebiete der Maschinenintelligenz sind der operative Einsatz in Krisengebieten und Katastrophenszenarien (Stichwort "Deep Water Horizon" und "Fukushima") sowie in für den Menschen schwer zugänglichen und gefährlichen Umgebungen wie Hochsee, Tiefsee oder im Weltall (Stichwort "Plastikvermüllung der Meere" und "Space Debris").

Keynote Sprecher

Portrait Sami HaddadinProf. Dr.-Ing. Sami Haddadin
Direktor Munich School of Robotics and Machine Intelligence Technische Universität München

Prof. Sami Haddadin ist Direktor der Munich School of Robotics and Machine Intelligence an der Technischen Universität München (TUM) und Inhaber des Lehrstuhls für Robotik und Systemintelligenz. Er gilt als einer der weltweit führenden Forscher auf dem Gebiet der Robotik und Maschinellen Intelligenz. Der Ingenieur und Informatiker hat mehr als 130 wissenschaftliche Artikel verfasst sowie zahlreiche der wichtigsten internationalen Preise und Auszeichnungen der Wissenschafts-Gemeinschaft erhalten. Sami Haddadin ist Träger des IEEE/RAS Early Career Award, des Alfried Krupp Preises sowie des Deutschen Zukunftspreises des Bundespräsidenten.

15:00 Uhr Praxisbeispiele für gelungenen Technologie- und Wissenstransfer in Schleswig-Holstein

Die Entwicklung eines neuen Hochleistungswerkstoffes
Gemeinsam für mehr Umwelt- und Gesundheitsschutz


Die Lufthansa Technik Intercoat GmbH (LTI) mit Sitz in Kaltenkirchen wurde 2001 gegründet und ist ein Joint Venture der Lufthansa Technik AG (51%) und der Intercon Holding GmbH (49%). Das 30 Mitarbeiter starke Unternehmen ist auf die Reparatur von Bauteilen, welche durch Verschleiß-, Korrosions- und Kavitationsschäden unbrauchbar geworden sind, spezialisiert. Hierfür wird ein Kunststoffbeschichtungsverfahren eingesetzt, für das die LTI ihre eigenen Beschichtungsprodukte unter dem Markennamen Interfill® verwendet.
 
Mit dem EU Förderprojekt EUI18316007 wird durch den Einsatz neuester funktionaler Füllstoffe und einem innovativen Oberflächenvorbereitungsverfahren der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ein REACH konformer, polymerbasierter Hochleistungswerkstoff direkt für die Lufthansa Technik Intercoat GmbH entwickelt.
 

Referent: Martin Cholewa, Dipl. Ing. Flugzeugbau, Head of Engineering, Lufthansa Technik Intercoat GmbH

 

Mehr Sicherheit im Labor
Funktionale und sichere Bedienung für Laborgeräte


Die Berner International GmbH beschäftigt sich seit 1982 mit dem Arbeits- und Produktschutz für pharmazeutische und biotechnologische Anwendungsbereiche. Am Firmenstandort in Elmshorn sind zurzeit ca. 90 Mitarbeiter beschäftigt. Zu den hier entwickelten und angebotenen Schutzsystemen zählen Sicherheitswerkbänke und Isolatoren, automatisierte Entsorgungseinrichtungen sowie persönliche Schutzausrüstung für den Laboreinsatz.
 
Berner ist in einschlägigen Normengremien und in zahlreichen Arbeitsgruppen vertreten bzw. beratend tätig. Darüber hinaus wurden in den letzten Jahren eine Reihe geförderter Projekte zum sicheren Umgang mit Gefahrstoffen initiiert und durchgeführt. 
 
Aktuell begleitet das Unternehmen eine Masterarbeit an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Ziel ist es, auf Grundlage eines neuen Konzepts die Bedienung der eigenen Laborgeräte noch funktionaler und sicherer zu gestalten. Aufbauend auf den Ergebnissen ist die Durchführung eines geförderten Forschungsprojekts in Kooperation mit der Technischen Fakultät der CAU geplant.
 

Referent: Thomas Hinrichs, Geschäftsführer, Berner International GmbH

15:30 Uhr Podiumsdiskussion "Mit exzellentem Technologietransfer unsere Zukunft gestalten. Wie aus Wissenstransfer Wertschöpfung wird."

Die zweite Globalisierung ist digital und wissenschaftsgetrieben. Die Digitalisierung verändert rasant Geschäftsmodelle. Forschung & Entwicklung entscheiden zunehmend über Innovationsführerschaft und damit über Markterfolg. Wissenschaft ist ein Schlüssel zu technologischem, wirtschaftlichem und politischem Erfolg. In Hannover diskutieren Fachleute über Voraussetzungen für einen erfolgreichen Wissens- und Innovationstransfer aus Hochschulen.

Oliver Grundei
Dr. Oliver Grundei

Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein


Thilo Rohlfs
Dr. Thilo Rohlfs

Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein


Bernd Bösche
Dr. Bernd Bösche

Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WTSH)


Sami Haddadin
Prof. Sami Haddadin

Direktor der Munich School of Robotics and Machine Intelligence an der Technischen Universität München


Martin Cholewa
Martin Cholewa

Dipl. Ing. Flugzeugbau, Head of Engineering, Lufthansa Technik Intercoat GmbH


Thomas Hinrichs
Thomas Hinrichs
Geschäftsführer von Berner International GmbH


Moderation: Heike Schmoll, FAZ