Institut für Sanktionenrecht und Kriminologie der Christian Albrechts Universität zu Kiel - Direktorin  Prof. Dr. Frommel

Institut für Sanktionenrecht und Kriminologie


Direktorin (bis 30.09.2011) Prof. Dr. Monika Frommel

Monika Frommel, geboren am 16.9.1946 in Karlsruhe, studierte Rechtswissenschaften in Tbingen und München, promovierte 1979 und habilitierte sich 1986 in München (Venia für Strafrecht, Rechtsphilosophie, neuere Rechtsgeschichte und Kriminologie). Sie war 1988 bis 1992 Professorin für Rechtsphilosophie und Strafrecht in Frankfurt und war von 1992 bis 2011 Direktorin des Instituts für Sanktionenrecht und Kriminologie der CAU zu Kiel.

An der CAU betreute sie den Schwerpunktbereich Kriminalwissenschaften, der nicht nur praxisorientiert, sondern auch fcherbergreifend angelegt ist. Das 2008 von ihr mitgegrndete Zentrum fr Rechtspsychologie, Kriminalwissenschaften und forensische Psychopathologie bildet dafr denkbar gnstige Voraussetzungen.

In den Jahren 1999 und 2000 war sie Leiterin des KIK-Projekts gegen häusliche Gewalt in Schleswig-Holstein. Die Erfahrungen mit diesen Netzwerken gegen gewaltförmige Lebensverhältnisse führten zu Vorschlägen zur Regulierung der Arbeitsbedingungen von Prostituierten; vgl. den hier herunterladbaren Artikel zum Menschen- und Frauenhandel.

Monika Frommel ist Autorin im Nomos-Kommentar zum StGB, 12. und 13. Abschnitt - Sexualstrafrecht; die dritte Auflage ist 2010 erschienen.

Seit 1990 ist sie Mitherausgeberin und von 2004 bis 2012 Schriftleiterin der Zeitschrift Neue Kriminalpolitik (NK). Ferner ist sie Mitglied des Beirates der Zeitschrift Kritische Justiz (KJ).

Kurze Vita

Forschungsschwerpunkte

Bis zur Berufung an die Universitt Kiel vorrangig Strafrechtsgeschichte und Rechtsphilosophie.

Seit 1986 zahlreiche Publikationen zu Fragen der Kriminalpolitik, etwa der Reform des Sexualstrafrechts, der Verbesserung des Opferschutzes in Strafverfahren. 1989-1991 Mitglied der Niederschsischen Kommission zur Reform des Strafrechts und des Strafverfahrensrechts (P.- A. Albrecht u. a. (Hrsg.) "Strafrecht - ultima ratio", Nomos-Verlag 1992).

Stellungnahmen im Rahmen der 1995 abgeschlossenen Reform des 218 StGB. 1996 - 1998 in der Rolle der Prozevertreterin erstritt sie das dritte Abtreibungsurteil des Bundesverfassungsgerichts (Verfassungsbeschwerde von fnf rzten gegen den sog. bayerischen Sonderweg - Bundesverfassungsgericht vom 27.10.1998, NJW 1999, 841). In dem jngst in der KritV 2/2009 erschienenen Artikel "Der mhsame Proze der Reform des 218" hat Monika Frommel beleuchtet, welche Rolle dabei die Neue Frauenbewegung 1968 bis heute spielte.

Gegenwrtig ist die Reichweite des Schutzkonzeptes des Embryo in vitro strittig. Mit einem Beitrag zur Embryonenauswahl (morphologisch und genetisch) aktualisiert sie ihre Thesen zur negativen und positiven Reproduktionsfreiheit in einem vom Verband der Reproduktionsmediziner herausgegebenen Sonderheft der Zeitschrift Reproduktionsmedizin 4/2002: Recht der Reproduktionsmedizin im 21. Jahrhundert, S. 158ff., Springer-Verlag. Auf dem XVI. Jahrestreffen der deutschen IVF-Zentren nahm sie Stellung zur Auslegung des Embryonenschutzgesetzes.

Seit 10 Jahren stellt sie fr deutsche Reproduktionsmediziner die Schutzkonzepte des geltenden Straf- und Verfassungsrechts fr Embryonen in vivo und in vitro dar. Es gelang ihr dabei deutlich zu machen, dass es eine in sich stimmige Auslegung der 218 ff. StGB und des ESchG geben kann und die These vom Wertungswiderspruch zwischen beiden Rechtsgebieten eher berholt ist.

Aktuelles zum Lebensschutz






Schriftenverzeichnis

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Sexualstrafrecht

Eines der wesentlichen Probleme der Reform des Sexualstrafrechts ist der weite Ntigungsbegriff in 177 StGB. Hierzu knnen Sie folgende Anmerkung herunterladen: Der Straftatbestand des Ausnutzens einer schutzlosen Lage des Opfers ist nicht zu unbestimmt (NK 2/2005, S. 75 ff.).





Audiomitschnitt der Veranstaltung

Grenzen des Rechts: Prostitution, Inzest, Jugendschutz. Eine Kontroverse ber die Grenzen des Sexualstrafrechts (14.01.2008).

Professor Dr. Monika Frommel und Professor Dr. Joachim Renzikowski. Siehe auch hier.