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Im Mittelpunkt der
Forschungstätigkeit der Juniorprofessur am Institut für
Agrarökonomie steht die Analyse des Konsumentenverhaltens auf der
Basis verhaltenswissenschaftlicher Theorien unter Anwendung
qualitativer und quantitativer Methoden der empirischen
Sozialforschung. Die verhaltenswissenschaftliche Analyse ist heute
wichtiger denn je, da auf vielen Märkten die
Sättigungsgrenze erreicht ist. Dies gilt insbesondere bei den
Verbrauchsgütern wie Lebensmitteln. Die Unternehmen der Agrar- und
Ernährungswirtschaft müssen den Anforderungen im
Käufermarkt gerecht werden. Eine konsequente Markt- und
Marketingorientierung der Unternehmen ist entscheidend für ihre
Wettbewerbsfähigkeit. Das heißt, alle
Entscheidungen sollten sich an den Nachfragern und deren
Bedürfnissen und Wünschen orientieren. Dieser
Sachverhalt wird vielfach unter den Begriffen
Kundenorientierung, Bedürfnisorientierung oder
Verbraucherorientierung zusammengefasst.
Vor diesem Hintergrund
beschäftigt sich die Juniorprofessur Agrar- und
Ernährungsmarketing mit der Analyse der Nachfrage nach
Lebensmitteln. Dabei werden die Bereiche Direktvermarktung,
Bioprodukte, fair gehandelte und klimaschonende Produkte etc.
behandelt. Im Konsumentenverhalten spielt die Wahrnehmung der
Verbraucher eine wichtige Rolle. In diesem Themenfeld wird die
subjektive Risikobewertung von technischen Neuerungen,
Negativ-Meldungen, Lebensmittel-Skandalen aber auch von individuellem
Fehlverhalten – wie zu viel und zu fettes Essen – untersucht.
Im Zusammenhang mit dem
letztgenannten Punkt ist es wichtig anzumerken, dass eine
verbraucherorientierte Herangehensweise nicht nur im kommerziellen
Absatzmarketing sondern auch im nicht-kommerziellen Bereich für
den Erfolg von Marketing-Maßnahmen von entscheidender Bedeutung
ist. Als Beispiel hierfür sei auf die Konzipierung von
Präventionsmaßnahmen zur Förderung einer ausgewogenen
Ernährung verwiesen.
Aktuelle Forschungsvorhaben
Ein aktuelles
Forschungsvorhaben ist im Bereich des nicht kommerziellen
Marketings angesiedelt. Es beschäftigt sich mit der
psychografischen Segmentierung der Bevölkerung zur
Förderung gesunder Verhaltensstile. Hierbei steht das
Ernährungsverhalten im Mittelpunkt des Interesses. Auf Grund der
vielfältigen ungünstigen Folgen, welche mit
Übergewicht und Adipositas einhergehen können, wird
diese Thematik in vielen medizinischen, sozialen und psychologischen
Studien betrachtet. Die Entwicklung von wirkungsvollen
Präventionsansätzen ist hierbei ein wichtiges Anliegen.
Im Mittelpunkt der aktuellen Studie stehen die
Verhaltensprävention und damit die Beeinflussung des Verhaltens
sowie die Motivation zu einer gesunden Lebensführung. Es werden
vornehmlich zwei Zielsetzungen verfolgt. Erstens gilt es mittels der
Technik der Marktsegmentierung unterschiedliche Zielgruppen zu
identifizieren, welche sich hinsichtlich ihrer Lebensweise
unterscheiden. Zweitens werden auf der Basis der Erkenntnisse der
Kommunikations-forschung zielgruppenspezifische
Handlungsempfehlungen zur Prävention von Übergewicht und
Fettleibigkeit angeleitet.
Zugehörige
Publikationen finden Sie hier.
Die Themen
ausgewählter Verbraucherstudien finden Sie hier.
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